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Hauswirtschaft

Gender-Care-Gap: Ursachen und Folgen

Der Gender-Care-Gap beschreibt den Unterschied in der unbezahlten Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern. Er hat Ursachen und Folgen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 7
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich kann den Gender-Care-Gap erklären.
  • Ich kann Ursachen nennen.
  • Ich kann Folgen beschreiben.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Hausarbeit fair verteilen

Gap heißt Lücke. Der Gender-Care-Gap ist die Lücke in der Zeit, die Frauen und Männer im Durchschnitt für unbezahlte Care-Arbeit aufwenden. Studien zeigen, dass Frauen im Durchschnitt mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten. Das gilt nicht für alle, sondern im Durchschnitt. Ursachen sind zum Beispiel Rollenbilder, Gewohnheiten, Unterschiede im Einkommen, Teilzeitarbeit, fehlende Betreuungsangebote und Erwartungen der Umgebung. Folgen sind: weniger Zeit für Beruf und Erholung, weniger eigenes Einkommen, weniger Rente und Erschöpfung. Auch Konflikte entstehen leichter. Wichtig ist: Es geht nicht um Schuld, sondern um Strukturen, die sich ändern lassen.

Ursachen und Folgen im Überblick.
Ursachemögliche Folge
RollenbilderAufgaben bleiben bei einer Person
Teilzeit wegen Betreuungweniger Einkommen
weniger Einkommenweniger Rente
wenig Betreuungsangeboteweniger Zeit für Beruf
viel Care-ArbeitErschöpfung

Lücke berechnen (ausgedachte Zahlen)

  1. Gegeben: In einer ausgedachten Gruppe leisten Frauen 240 Minuten, Männer 150 Minuten Care-Arbeit pro Tag.
  2. Unterschied: 240 − 150 = 90 Minuten.
  3. Anteil: 90 : 150 = 0,6, also 60 Prozent mehr.
  4. Merke: Die Zahlen sind ausgedacht und zeigen nur das Rechnen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Gap heißt Lücke.

Frauen leisten im Durchschnitt mehr Care-Arbeit.

Ursachen sind veränderbar.

Ein Beispiel

Beispiel

In einer ausgedachten Familie arbeitet die Mutter nach der Geburt in Teilzeit. Der Vater arbeitet Vollzeit. Zu Hause bleibt mehr bei ihr.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Nenne den Begriff.
  2. Nenne eine Ursache.
  3. Nenne eine Folge.
  4. Nenne eine mögliche Lösung.

Mit einem Bild erklärt

SchrittWas du tust
1Nenne den Begriff.
2Nenne eine Ursache.
3Nenne eine Folge.
4Nenne eine mögliche Lösung.

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Was bedeutet Gap?
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Lösung: Lücke

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Jetzt probierst du es allein.

Ausgedachte Zahlen: Frauen 240 Minuten, Männer 150 Minuten pro Tag. Wie viele Minuten Unterschied sind das?

Zeig mir den ersten Schritt

240 − 150.

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Lösung: 90

240 − 150 = 90 Minuten.

Tipp: Hinterfrage immer Durchschnittswerte: Sie sagen nichts über einzelne Familien.

Merksatz: Der Gender-Care-Gap beschreibt eine Lücke im Durchschnitt. Ursachen: Rollenbilder und Strukturen. Folgen: weniger Einkommen, Rente, Zeit.

Typischer Fehler: Viele hören darin Schuldzuweisung. Es geht um gesellschaftliche Muster, nicht um einzelne Personen.

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Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was ist eine Ursache des Gender-Care-Gap?
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Lösung: Rollenbilder

Frage 2 Welche Folge kann es geben?
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Lösung: Weniger Einkommen und weniger Rente

Frage 3 Der Gender-Care-Gap ist ein Durchschnitt und gilt nicht für jede Familie.
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Lösung: Stimmt

Frage 4 In einer ausgedachten Gruppe sind es 240 und 150 Minuten. Wie viele Prozent mehr leisten die Frauen (Unterschied durch 150)?

Zeig mir den ersten Schritt

90 : 150 = 0,6.

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Lösung: 60

0,6 = 60 Prozent.

Geschafft

Der Gender-Care-Gap beschreibt den Unterschied in der unbezahlten Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern. Er hat Ursachen und Folgen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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