Freiwillige Angaben und Werbeversprechen
Auf Verpackungen stehen Pflichtangaben und freiwillige Angaben. Pflichtangaben schreibt das Gesetz vor, freiwillige Angaben dienen oft der Werbung.
Das lernst du heute
- Ich kann Pflichtangaben von freiwilligen Angaben unterscheiden.
- Ich kann Werbeversprechen prüfen.
- Ich kann Angaben auf Verpackungen bewerten.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wie der Laden uns lenkt
Die Pflichtangaben sind gesetzlich festgelegt. Dazu gehören die Bezeichnung des Lebensmittels, die Zutatenliste, Allergene, die Menge, das Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum, der Name des Herstellers und eine Nährwerttabelle. Freiwillig sind Angaben wie „natürlich“, „traditionell“, „regional“, „lecker“, schöne Bilder und Serviervorschläge. Solche Angaben dienen oft der Werbung. Manche Wörter sind nicht eindeutig geregelt. Andere freiwillige Angaben haben feste Regeln, zum Beispiel ein staatliches Bio-Siegel. Keine Angabe darf täuschen. Ein Bild von Früchten sagt noch nicht, wie viel Frucht enthalten ist. Prüfe immer die Zutatenliste. Sie ist nach Menge sortiert. Was vorn steht, ist am meisten enthalten.
| Angabe | Pflicht? | Beispiel |
|---|---|---|
| Zutatenliste | ja | Weizenmehl, Wasser, Salz |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | ja | mindestens haltbar bis |
| Allergene | ja, hervorgehoben | Milch, Sesam |
| „natürlich“ | nein | Werbeaussage |
| Serviervorschlag | nein | Bild mit Beilagen |
Verpackung prüfen
- Gegeben: „Fruchtig natürlich“ und Bild mit Erdbeeren.
- Beides sind freiwillige Angaben.
- Schau in die Zutatenliste: Zucker steht vorn, Erdbeeren hinten.
- Urteil: wenig Frucht, viel Zucker.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Pflicht: Zutaten, Datum, Menge.
Freiwillig: schöne Wörter und Bilder.
Prüfe die Zutatenliste.
Ein Beispiel
Auf einer Müsli-Packung steht „natürlich gut“. In der Zutatenliste steht Zucker an zweiter Stelle.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Suche Pflichtangaben.
- Suche freiwillige Angaben.
- Lies die Zutatenliste.
- Urteile mit Begründung.
Mit einem Bild erklärt
| Schritt | Was du tust |
|---|---|
| 1 | Suche Pflichtangaben. |
| 2 | Suche freiwillige Angaben. |
| 3 | Lies die Zutatenliste. |
| 4 | Urteile mit Begründung. |
Zur Grundlage zurück
- Wie der Laden uns lenkt – Du kennst Verkaufsstrategien im Laden.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Lösung ansehen
Lösung: Zutatenliste
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Lösung ansehen
Lösung: Nach Menge, das Meiste zuerst
Tipp: Vergleiche die Zutatenliste zweier Produkte. Das sagt mehr als das Bild.
Merksatz: Pflichtangaben sind vorgeschrieben. Freiwillige Angaben sind oft Werbung. Die Zutatenliste ist nach Menge sortiert.
Typischer Fehler: Viele halten schöne Bilder für eine Aussage über den Inhalt. Das Bild ist nur Werbung.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Lösung ansehen
Lösung: Das Bild zeigt eine mögliche Zubereitung, nicht den Packungsinhalt allein.
Lösung ansehen
Lösung: „natürlich“
Frage 4 In einer Zutatenliste stehen 6 Zutaten. Zucker steht an Position 2. Wie viele Zutaten stehen hinter dem Zucker?
Zeig mir den ersten Schritt
6 − 2.
Lösung ansehen
Lösung: 4
6 − 2 = 4.
Geschafft
Auf Verpackungen stehen Pflichtangaben und freiwillige Angaben. Pflichtangaben schreibt das Gesetz vor, freiwillige Angaben dienen oft der Werbung.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Clever einkaufen
Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen