Die Kubakrise 1962
Im Oktober 1962 standen die Supermächte kurz vor einem Atomkrieg. Sie fanden einen Ausweg.
Das lernst du heute
- Ich beschreibe den Verlauf der Kubakrise.
- Ich erkläre, warum sie so gefährlich war.
- Ich nenne die Folgen für die Beziehung der Supermächte.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Stellvertreterkriege: Korea und Vietnam
Kuba ist eine Insel vor der Küste der USA. 1959 übernahmen dort Revolutionäre um Fidel Castro die Macht. Kuba näherte sich der Sowjetunion an. Die UdSSR wollte Atomraketen auf Kuba aufstellen. Von dort hätten sie amerikanische Städte in wenigen Minuten erreicht.
Am 16. Oktober 1962 erfuhr der amerikanische Präsident Kennedy: Luftbilder zeigten sowjetische Raketen im Bau. Am 22. Oktober sprach er im Fernsehen. Er kündigte an, Kuba mit Kriegsschiffen abzusperren. Schiffe mit Waffen sollten nicht durchkommen. Viele Menschen fürchteten einen Atomkrieg. Sowjetische Schiffe drehten vor der Sperre ab.
Am 28. Oktober gab die Sowjetunion nach. Ihr Staatschef Chruschtschow ließ die Raketen abziehen. Dafür versprachen die USA, Kuba nicht anzugreifen. Außerdem zogen sie später ihre Raketen aus der Türkei ab. Das war zunächst geheim.
Beide Seiten hatten gesehen, wie nah ein Atomkrieg war. 1963 richteten sie eine direkte Leitung zwischen Washington und Moskau ein. Darüber schickten sie zuerst schriftliche Nachrichten per Fernschreiber. Man nannte ihn „heißer Draht“. 1963 folgte ein Vertrag gegen Atomtests in der Luft, im Weltraum und unter Wasser.
| Datum 1962 | Ereignis |
|---|---|
| 16. Oktober | Luftbilder zeigen sowjetische Raketen auf Kuba |
| 22. Oktober | Kennedy kündigt im Fernsehen eine Sperre um Kuba an |
| 28. Oktober | UdSSR sagt den Abzug der Raketen zu |
Den Verlauf ordnen
- Wir ordnen die Ereignisse nach Datum.
- Wir fragen: Wer handelt zuerst, wer antwortet?
- Wir nennen die Lösung: Abzug gegen Verzicht auf einen Angriff.
- Wir erklären, warum beide nachgaben: Die Gefahr war zu groß.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Raketen auf Kuba.
Die USA sperren die Insel.
Beide geben nach.
Ein Beispiel
Zwei Personen ziehen an den Enden eines Seils mit einem Knoten. Je fester beide ziehen, desto fester wird der Knoten. Nur wenn beide nachlassen, lässt er sich lösen.
Schritt für Schritt
Wir ordnen den Verlauf
- Wir beginnen mit dem 16. Oktober.
- Wir nennen die Reaktion der USA am 22. Oktober.
- Wir nennen das Ergebnis am 28. Oktober.
- Wir nennen eine Folge: den heißen Draht.
Mit einem Bild erklärt
| Wer | Gab nach / bekam |
|---|---|
| UdSSR | zog Raketen ab |
| USA | versprach keinen Angriff auf Kuba, zog später Raketen aus der Türkei ab |
Zur Grundlage zurück
- Stellvertreterkriege: Korea und Vietnam – Du kennst Stellvertreterkriege.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an die Insel vor den USA.
Lösung ansehen
Lösung: Sowjetische Atomraketen auf Kuba.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Beide Seiten gaben nach.
Lösung ansehen
Lösung: Mit einem Kompromiss: Die UdSSR zog die Raketen ab.
Tipp: In Krisen helfen Gespräche mehr als Drohungen. Der heiße Draht ist ein Beispiel.
Merksatz: Die Kubakrise 1962 brachte die Welt nah an einen Atomkrieg. Sie endete mit einem Kompromiss und führte zu mehr Gesprächen.
Typischer Fehler: Viele denken, eine Seite habe allein gesiegt. Beide Seiten machten Zugeständnisse.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Eine direkte Leitung zwischen Washington und Moskau.
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: Kennedy
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: Beide Seiten suchten mehr Gespräche und Verträge.
Geschafft
Sowjetische Raketen auf Kuba lösten 1962 eine Krise aus. Sie endete nach 13 Tagen mit einem Kompromiss.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Die Welt in zwei Blöcken: der Kalte Krieg
Kurz erklärt, 39 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen