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Geschichte

Atomare Bedrohung und Abschreckung

Beide Supermächte hatten Atomwaffen. Die Angst vor dem Einsatz hielt einen direkten Krieg zurück, aber die Bedrohung blieb.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich erkläre den Begriff Abschreckung.
  • Ich beschreibe das Wettrüsten.
  • Ich nenne Schritte der Entspannungspolitik.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Blöcke entstehen: NATO und Warschauer Pakt

1945 setzten die USA zwei Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ein. Sie töteten sehr viele Menschen. 1949 testete auch die Sowjetunion eine Atombombe. Später kamen noch stärkere Waffen dazu, zum Beispiel die Wasserstoffbombe.

Nun hatten beide Seiten Waffen, mit denen sie das Land des anderen zerstören konnten. Daraus entstand Abschreckung: Wer angreift, wird mit gleicher Gewalt getroffen. Ein Angriff lohnt sich also nicht. Man sprach vom „Gleichgewicht des Schreckens“. Beide Seiten bauten immer mehr Waffen. Das nennt man Wettrüsten.

Für die Menschen war die Lage beängstigend. Viele fürchteten einen Atomkrieg. Es gab Friedensbewegungen, die Abrüstung forderten.

Ab den 1960er-Jahren versuchten beide Seiten, die Gefahr zu senken. Man nennt das Entspannungspolitik. 1972 vereinbarten die USA und die UdSSR im SALT-Vertrag Grenzen für bestimmte Atomwaffen. 1975 unterzeichneten 35 Staaten in Helsinki die Schlussakte der KSZE. Darin erkannten sie Grenzen an und versprachen, Menschenrechte zu achten. Die Spannung kehrte aber später zurück, und das Wettrüsten ging weiter.

Drei Schlüsselbegriffe.
BegriffBedeutung
AbschreckungWer angreift, wird mit gleicher Gewalt getroffen.
WettrüstenBeide Seiten bauen immer mehr und bessere Waffen.
EntspannungspolitikVerträge und Gespräche sollen die Gefahr senken.

Abschreckung erklären

  1. Wir stellen fest: Beide Seiten besitzen Atomwaffen.
  2. Wir fragen: Was passiert bei einem Angriff?
  3. Wir folgern: Ein Angriff lohnt sich nicht.
  4. Wir erklären: Das ist Abschreckung.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Beide Seiten haben Atomwaffen.

Wer angreift, verliert auch.

Darum greifen sie nicht an.

Ein Beispiel

Beispiel

Zwei Menschen stehen sich mit Wasserpistolen gegenüber. Wer zuerst schießt, wird sofort selbst nass. Beide überlegen es sich deshalb.

Schritt für Schritt

Wir ordnen die Begriffe

  1. Wir lesen die drei Begriffe.
  2. Wir ordnen jedem Begriff eine Erklärung zu.
  3. Wir nennen zwei Verträge der Entspannung.
  4. Wir halten fest: Entspannung bedeutet weniger Spannung, nicht das Ende des Konflikts.

Mit einem Bild erklärt

JahrEreignis
1945Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
1949Erste sowjetische Atombombe
1972SALT-Vertrag
1975KSZE-Schlussakte in Helsinki

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Was bedeutet Abschreckung?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an die Folgen eines Angriffs.

Lösung ansehen

Lösung: Wer angreift, wird mit gleicher Gewalt getroffen.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wie nennt man den Wettlauf um immer mehr Waffen?
Zeig mir den ersten Schritt

Beide Seiten bauen immer mehr Waffen.

Lösung ansehen

Lösung: Wettrüsten

Tipp: Abschreckung funktioniert nur, wenn beide Seiten glauben, dass der andere zurückschlagen kann.

Merksatz: Beide Supermächte hatten Atomwaffen. Abschreckung sollte einen Krieg verhindern. Verträge wie SALT (1972) und die KSZE-Schlussakte (1975) gehören zur Entspannungspolitik.

Typischer Fehler: Viele denken, Abschreckung bedeute Sicherheit ohne Risiko. Die Gefahr eines Fehlers blieb groß.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wann testete die Sowjetunion ihre erste Atombombe?
Lösung ansehen

Lösung: 1949

Frage 2 Entspannungspolitik beendete den Kalten Krieg sofort.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 Was regelte der SALT-Vertrag von 1972?
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Lösung: Grenzen für bestimmte Atomwaffen der USA und der UdSSR.

Frage 4 1975 unterzeichneten 35 Staaten die KSZE-Schlussakte in Helsinki.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 5 Wofür setzten sich Friedensbewegungen ein?
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Lösung: Für Abrüstung und gegen die Gefahr eines Atomkriegs.

Geschafft

Atomwaffen machten einen direkten Krieg gefährlich. Das Wettrüsten ging weiter, Entspannungspolitik senkte die Spannung zeitweise.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Die Welt in zwei Blöcken: der Kalte Krieg

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