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Technik

Innenräume nach Bedarf gestalten

Ein Raum wird für die Menschen geplant, die ihn nutzen. Bedarf, Wege, Licht und Barrierefreiheit bestimmen die Gestaltung.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Bedarf in Anforderungen übersetzen.
  • Ich kann Möbel und Wege maßstäblich planen.
  • Ich weiß, was Barrierefreiheit bedeutet.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Die Bauzeichnung lesen: Grundriss, Schnitt, Ansicht

Bei der Innenraumgestaltung fragt man zuerst: Wer nutzt den Raum? Und wofür? Ein Zimmer kann zum Schlafen, Lernen, Arbeiten oder Wohnen dienen. Menschen leben allein, zu zweit, mit Kindern, in einer Wohngemeinschaft oder mit mehreren Generationen zusammen. Der Bedarf ist verschieden. Daraus folgen Anforderungen: Wie viele Personen? Wie viel Stauraum? Wie viel Licht? Bei der Planung zeichnet man Möbel im Maßstab in den Grundriss. Zwischen Möbeln müssen Wege frei bleiben. Das sind die Laufwege. Türen müssen sich öffnen lassen, Fenster sollen nicht zugestellt werden. Die Steckdosen plant man dort, wo sie gebraucht werden. Barrierefreiheit bedeutet: Der Raum ist ohne fremde Hilfe nutzbar, auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen. Dazu gehören breite Türen und keine Stufen.

Aus dem Bedarf folgt die Gestaltung.
BedarfFolgerung
mehrere Personen lernengroßer Tisch, gutes Licht
wenig PlatzMöbel mit Stauraum, Klappmöbel
Rollstuhl oder Rollatorbreite Türen, keine Schwellen, freie Bewegungsfläche

Möbel im Maßstab planen

  1. Zimmer: 4 m · 3 m, Maßstab 1:50.
  2. Im Plan sind das 8 cm · 6 cm.
  3. Ein Schrank ist 1 m breit und 0,5 m tief. Im Plan sind das 2 cm · 1 cm.
  4. Zeichne Möbel als Rechtecke ein.
  5. Prüfe, ob zwischen den Möbeln genug Weg bleibt.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Erst fragen: Wer nutzt den Raum?

Dann Möbel planen.

Dann Wege frei halten.

Ein Beispiel

Beispiel

In einer Wohngemeinschaft braucht jede Person ein eigenes Zimmer und alle zusammen eine große Küche. Das ist der Bedarf.

Schritt für Schritt

Du planst einen Raum in drei Schritten.

  1. Schreibe den Bedarf auf.
  2. Zeichne die Möbel im Maßstab.
  3. Prüfe die Wege.

Mit einem Bild erklärt

Möbelechtim Plan 1:50
Schrank1 m · 0,5 m2 cm · 1 cm
Bett2 m · 1 m4 cm · 2 cm
Tisch1,5 m · 0,75 m3 cm · 1,5 cm

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Ein Bett ist 2 m lang. Wie lang ist es im Plan 1:50 in cm?

Zeig mir den ersten Schritt

2 m sind 200 cm. Teile durch 50.

Lösung ansehen

Lösung: 4

200 cm : 50 = 4 cm.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was bedeutet Barrierefreiheit?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen.

Lösung ansehen

Lösung: Der Raum ist ohne fremde Hilfe nutzbar.

Tipp: Frage zuerst, wer den Raum nutzt. Plane dann Möbel und Wege.

Merksatz: Bedarf zuerst, dann Möbel, dann Wege und Licht prüfen. Barrierefrei heißt ohne fremde Hilfe nutzbar.

Typischer Fehler: Viele stellen erst Möbel auf und denken dann an Wege. Plane die Wege zuerst mit.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Womit beginnt die Planung eines Innenraums?
Lösung ansehen

Lösung: mit dem Bedarf der Nutzenden

Frage 2 Laufwege müssen zwischen den Möbeln frei bleiben.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Ein Tisch ist 1,5 m breit. Wie breit ist er im Plan 1:50 in mm? Rechne 1,5 m = 1500 mm und teile durch 50.

Zeig mir den ersten Schritt

1500 : 50.

Lösung ansehen

Lösung: 30

1500 mm : 50 = 30 mm.

Frage 4 Welche Maßnahme macht einen Eingang barrierefrei?
Lösung ansehen

Lösung: eine Rampe statt Stufen

Frage 5 Alle Menschen haben den gleichen Bedarf an Wohnraum.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Gute Innenräume folgen dem Bedarf der Menschen. Laufwege, Licht und Barrierefreiheit gehören dazu.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Ein Haus entwerfen: Zeichnung, Raum und Energie

Kurz erklärt, 47 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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