Innenräume nach Bedarf gestalten
Ein Raum wird für die Menschen geplant, die ihn nutzen. Bedarf, Wege, Licht und Barrierefreiheit bestimmen die Gestaltung.
Das lernst du heute
- Ich kann Bedarf in Anforderungen übersetzen.
- Ich kann Möbel und Wege maßstäblich planen.
- Ich weiß, was Barrierefreiheit bedeutet.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Die Bauzeichnung lesen: Grundriss, Schnitt, Ansicht
Bei der Innenraumgestaltung fragt man zuerst: Wer nutzt den Raum? Und wofür? Ein Zimmer kann zum Schlafen, Lernen, Arbeiten oder Wohnen dienen. Menschen leben allein, zu zweit, mit Kindern, in einer Wohngemeinschaft oder mit mehreren Generationen zusammen. Der Bedarf ist verschieden. Daraus folgen Anforderungen: Wie viele Personen? Wie viel Stauraum? Wie viel Licht? Bei der Planung zeichnet man Möbel im Maßstab in den Grundriss. Zwischen Möbeln müssen Wege frei bleiben. Das sind die Laufwege. Türen müssen sich öffnen lassen, Fenster sollen nicht zugestellt werden. Die Steckdosen plant man dort, wo sie gebraucht werden. Barrierefreiheit bedeutet: Der Raum ist ohne fremde Hilfe nutzbar, auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen. Dazu gehören breite Türen und keine Stufen.
| Bedarf | Folgerung |
|---|---|
| mehrere Personen lernen | großer Tisch, gutes Licht |
| wenig Platz | Möbel mit Stauraum, Klappmöbel |
| Rollstuhl oder Rollator | breite Türen, keine Schwellen, freie Bewegungsfläche |
Möbel im Maßstab planen
- Zimmer: 4 m · 3 m, Maßstab 1:50.
- Im Plan sind das 8 cm · 6 cm.
- Ein Schrank ist 1 m breit und 0,5 m tief. Im Plan sind das 2 cm · 1 cm.
- Zeichne Möbel als Rechtecke ein.
- Prüfe, ob zwischen den Möbeln genug Weg bleibt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Erst fragen: Wer nutzt den Raum?
Dann Möbel planen.
Dann Wege frei halten.
Ein Beispiel
In einer Wohngemeinschaft braucht jede Person ein eigenes Zimmer und alle zusammen eine große Küche. Das ist der Bedarf.
Schritt für Schritt
Du planst einen Raum in drei Schritten.
- Schreibe den Bedarf auf.
- Zeichne die Möbel im Maßstab.
- Prüfe die Wege.
Mit einem Bild erklärt
| Möbel | echt | im Plan 1:50 |
|---|---|---|
| Schrank | 1 m · 0,5 m | 2 cm · 1 cm |
| Bett | 2 m · 1 m | 4 cm · 2 cm |
| Tisch | 1,5 m · 0,75 m | 3 cm · 1,5 cm |
Zur Grundlage zurück
- Die Bauzeichnung lesen: Grundriss, Schnitt, Ansicht – Du kennst den Maßstab.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Ein Bett ist 2 m lang. Wie lang ist es im Plan 1:50 in cm?
Zeig mir den ersten Schritt
2 m sind 200 cm. Teile durch 50.
Lösung ansehen
Lösung: 4
200 cm : 50 = 4 cm.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen.
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Lösung: Der Raum ist ohne fremde Hilfe nutzbar.
Tipp: Frage zuerst, wer den Raum nutzt. Plane dann Möbel und Wege.
Merksatz: Bedarf zuerst, dann Möbel, dann Wege und Licht prüfen. Barrierefrei heißt ohne fremde Hilfe nutzbar.
Typischer Fehler: Viele stellen erst Möbel auf und denken dann an Wege. Plane die Wege zuerst mit.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: mit dem Bedarf der Nutzenden
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Lösung: Stimmt
Frage 3 Ein Tisch ist 1,5 m breit. Wie breit ist er im Plan 1:50 in mm? Rechne 1,5 m = 1500 mm und teile durch 50.
Zeig mir den ersten Schritt
1500 : 50.
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Lösung: 30
1500 mm : 50 = 30 mm.
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Lösung: eine Rampe statt Stufen
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Gute Innenräume folgen dem Bedarf der Menschen. Laufwege, Licht und Barrierefreiheit gehören dazu.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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