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Geschichte

Frauen fordern Rechte

Frauen hatten im Kaiserreich weniger Rechte als Männer. Eine Frauenbewegung kämpfte für Bildung, Arbeit und das Wahlrecht.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann die rechtliche Lage der Frauen beschreiben.
  • Ich kann Forderungen der Frauenbewegung nennen.
  • Ich kann Erfolge und Grenzen beurteilen.

Im Kaiserreich hatten Frauen weniger Rechte als Männer. Sie durften nicht wählen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch von 1900 stand, dass bei Streit in der Ehe der Mann entschied. Über das Vermögen einer verheirateten Frau bestimmte meist der Ehemann. Mädchen gingen zur Schule, aber höhere Bildung blieb lange schwer. Universitäten ließen Frauen zögernd zu: in Baden ab 1900, in Preußen ab 1908. Berufe standen nur wenigen offen. Viele Frauen arbeiteten als Arbeiterinnen, Dienstmädchen oder Lehrerinnen. Ihr Lohn war niedriger als der von Männern. Dagegen entstand eine Frauenbewegung. Louise Otto-Peters gehörte zu den ersten, die 1865 einen Frauenverein mitbegründeten. Die bürgerliche Frauenbewegung forderte bessere Bildung und Berufe. Die Arbeiterinnenbewegung kämpfte für Arbeitsschutz und gleiche Löhne. Clara Zetkin war eine ihrer Führerinnen. Bis 1908 durften Frauen in Preußen keine politischen Vereine bilden. Das Frauenwahlrecht kam erst 1918, nach dem Ende des Kaiserreichs. Die Bewegung hatte also viel erreicht, aber noch nicht das Wahlrecht.

BereichLage um 1900Forderung
Politikkein WahlrechtWahlrecht für Frauen
BildungUniversität nur zögernd, ab 1900 in Badengleiche Bildung
Berufwenige Berufe, niedriger Lohngleicher Lohn
RechtMann entscheidet in der Ehegleiche Rechte

Forderungen und Erfolge

  1. Forderung: Frauen wollen an der Universität studieren.
  2. Erfolg: 1900 in Baden, 1908 in Preußen zugelassen.
  3. Grenze: Wahlrecht blieb bis 1918 verwehrt.
  4. Urteil: Teilerfolge, aber der Weg war lang.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Wenig Rechte.

Frauenbewegung fordert Bildung und Wahlrecht.

Teilerfolge vor 1918.

Ein Beispiel

Beispiel

Wie wenn eine Klasse eine Tür nach der anderen aufstößt, bis am Ende der Raum offen ist.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Forderung wählen: Wahlrecht.
  2. Frage: Hatten Frauen es im Kaiserreich? Nein.
  3. Frage: Wann kam es? 1918.

Mit einem Bild erklärt

JahrEreignis
1865Gründung eines Frauenvereins
1900Frauenstudium in Baden
1908Frauenstudium in Preußen
1918Frauenwahlrecht
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Seit wann dürfen Frauen in Deutschland wählen?
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Wann endete das Kaiserreich?

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Lösung: seit 1918

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Was forderte die Arbeiterinnenbewegung?
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Wie war die Lage der Arbeiterinnen?

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Lösung: Arbeitsschutz und gleiche Löhne

Tipp: Lege eine Tabelle an: Forderung, Erfolg, Grenze. So beurteilst du, wie viel die Frauenbewegung erreichte.

Merksatz: Frauen hatten weniger Rechte. Die Frauenbewegung forderte Bildung, Arbeit, gleiche Löhne und das Wahlrecht.

Typischer Fehler: Man denkt, Frauen hätten im Kaiserreich gar nichts erreicht. Es gab Teilerfolge, besonders bei Bildung.

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Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wer entschied laut BGB 1900 bei Streit in der Ehe?
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Lösung: der Mann

Frage 2 Wo durften Frauen ab 1900 studieren?
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Lösung: in Baden

Frage 3 Welches Urteil über die Frauenbewegung im Kaiserreich ist gut begründet?
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Lösung: Sie erreichte Teilerfolge, aber nicht das Wahlrecht.

Frage 4 Louise Otto-Peters gehörte zu den frühen Vorkämpferinnen der Frauenbewegung.
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Lösung: Stimmt

Frage 5 Frauen durften im Kaiserreich den Reichstag wählen.
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Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Frauen kämpften für Bildung, gleiche Rechte und Wahlrecht. Sie erreichten Teilerfolge, das Wahlrecht kam erst 1918.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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