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Geschichte

Das Ruhrgebiet: eine Region wird Industrie

An der Ruhr wuchsen aus Dörfern Industriestädte. Kohle und Stahl veränderten Landschaft und Bevölkerung.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann erklären, warum das Ruhrgebiet zum Industrierevier wurde.
  • Ich kann die Folgen für die Bevölkerung beschreiben.
  • Ich kann den Strukturwandel kurz darstellen.

Im Ruhrgebiet liegt Steinkohle im Boden. Zuerst baute man sie nahe der Ruhr ab. Mit besserer Technik grub man tiefer. Der Bergbau wanderte nach Norden, bis in die Gegend der Emscher. Kohle ist Brennstoff und Rohstoff für Koks, den man für die Stahlherstellung braucht. Deshalb entstanden Zechen, Kokereien und Stahlwerke. Die Menschen brauchten Arbeit. Viele zogen aus ländlichen Gebieten Deutschlands zu, auch aus Ostpreußen, Schlesien und den polnischsprachigen Gebieten Preußens. Städte wuchsen schnell: Essen hatte um 1800 nur einige tausend Einwohner, um 1900 über 100.000. Die Unternehmen bauten Siedlungen für Bergleute, die Zechenkolonien. Das Ruhrgebiet wurde das größte Industrierevier Europas. Es förderte 1913 über 100 Millionen Tonnen Kohle. Später gingen Kohle und Stahl zurück. Die letzte Zeche wurde 2018 geschlossen. Die Region wandelt sich zu Dienstleistung, Wissenschaft und Kultur. Man nennt das Strukturwandel.

ZeitEntwicklung im Ruhrgebiet
um 1800Dörfer, Landwirtschaft, wenig Bergbau
19. JahrhundertZechen, Stahlwerke, Zuwanderung
um 1913über 100 Millionen Tonnen Kohle
2018letzte Zeche geschlossen

Eine Region verändert sich

  1. Rohstoff: Steinkohle liegt im Boden.
  2. Technik: Tiefere Schächte machen Abbau möglich.
  3. Folge 1: Zechen und Stahlwerke entstehen.
  4. Folge 2: Arbeitskräfte ziehen zu, Städte wachsen.
  5. Spätfolge: Strukturwandel, als Kohle und Stahl an Bedeutung verloren.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Kohle im Boden.

Zechen und Stahlwerke.

Viele Menschen ziehen hin.

Später: Wandel zu neuer Arbeit.

Ein Beispiel

Beispiel

Wie bei einer Goldgräberstadt, nur mit Kohle: Wo es Arbeit gibt, ziehen Menschen hin.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Ort suchen: Ruhrgebiet.
  2. Rohstoff nennen: Steinkohle.
  3. Folge nennen: Städte wachsen durch Zuwanderung.

Mit einem Bild erklärt

WortBedeutung
ZecheBergwerk
Koksaus Kohle hergestellter Brennstoff für die Stahlherstellung
StrukturwandelUmbau der Wirtschaft
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Warum entstanden im Ruhrgebiet Stahlwerke?
Zeig mir den ersten Schritt

Welchen Rohstoff gibt es im Boden des Ruhrgebiets?

Lösung ansehen

Lösung: Dort gab es Steinkohle, aus der man Koks herstellte.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Warum wuchsen die Städte im Ruhrgebiet so schnell?
Zeig mir den ersten Schritt

Was suchten viele Menschen auf dem Land?

Lösung ansehen

Lösung: Viele Menschen zogen wegen der Arbeit zu.

Tipp: Suche eine Karte des Ruhrgebiets. Finde Ruhr, Emscher und Lippe. Du siehst, wie sich der Bergbau nach Norden verschob.

Merksatz: Kohle, Zechen, Stahl, Zuwanderung, Städtewachstum. Heute: Strukturwandel.

Typischer Fehler: Manche denken, die Bevölkerung sei von Anfang an dort gewesen. Viele Menschen kamen erst durch die Industrie.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was ist eine Zeche?
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Lösung: ein Bergwerk

Frage 2 Wann wurde die letzte Zeche im Ruhrgebiet geschlossen?
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Lösung: 2018

Frage 3 Was bedeutet Strukturwandel?
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Lösung: Die Wirtschaft verändert sich, zum Beispiel weg von Kohle und Stahl.

Frage 4 Das Ruhrgebiet war 1913 ein großes Kohlerevier.
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Lösung: Stimmt

Frage 5 Alle Menschen im Ruhrgebiet stammten aus dem Ruhrgebiet.
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Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Das Ruhrgebiet wurde durch Kohle und Stahl zum Industrierevier. Zuwanderung ließ die Städte wachsen. Heute prägt der Strukturwandel die Region.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

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