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Erdkunde

Welthandel: Wer profitiert?

Handel kann beiden Seiten nützen. Doch Länder mit Rohstoffen und Länder mit Industrie haben oft ungleiche Rollen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Wertschöpfung erklären.
  • Ich kann Handelsbeziehungen zwischen unterschiedlich entwickelten Ländern beschreiben.
  • Ich kann Vor- und Nachteile abwägen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Ursachen: Rohstoffe, Infrastruktur, Geschichte

Länder tauschen Waren, weil nicht jedes Land alles herstellen kann. Das nennt man Handel. Er kann beiden Seiten nützen. Doch die Rollen sind oft ungleich. Viele Länder mit niedrigem Einkommen verkaufen vor allem Rohstoffe oder Agrarprodukte, zum Beispiel Kakaobohnen oder Kupfer. Viele Industrieländer verkaufen verarbeitete Waren, zum Beispiel Maschinen oder Schokolade. Verarbeitete Waren sind meist teurer. Der Wert, der durch Verarbeitung entsteht, heißt Wertschöpfung. Wer verarbeitet, behält mehr davon. Rohstoffpreise schwanken außerdem stark. Fällt der Preis, sinkt das Einkommen eines Landes, das davon lebt. Auch Zölle spielen eine Rolle. Ein Zoll ist eine Abgabe auf eingeführte Waren. Hohe Zölle auf verarbeitete Waren können es einem Land schwer machen, selbst zu verarbeiten. Handel nützt also oft beiden, aber nicht gleich viel.

Wertschöpfung in einem ausgedachten Beispiel.
Schritt (ausgedachte Preise)Wert
Kakaobohnen1 €
verarbeitete Schokolade8 €
Wertschöpfung durch Verarbeitung7 €

Wertschöpfung berechnen

  1. Kakaobohnen für eine Packung Schokolade: 1 € (ausgedachter Preis).
  2. Daraus entsteht Schokolade für 8 €.
  3. Wertschöpfung = 8 € − 1 € = 7 €.
  4. Folge: Wer nur den Rohstoff verkauft, erhält nur 1 € vom Gesamtwert.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Rohstoffe: wenig Wert.

Verarbeitete Waren: mehr Wert.

Verarbeitung bringt Wertschöpfung.

Ein Beispiel

Beispiel

Du verkaufst Mehl für 1 €. Ein Bäcker backt daraus Brötchen für 8 €. Den größeren Teil des Werts erhält der Bäcker. So ist es auch beim Welthandel.

Schritt für Schritt

Du berechnest Wertschöpfung.

  1. Notiere den Preis des Rohstoffs.
  2. Notiere den Preis der verarbeiteten Ware.
  3. Ziehe den Rohstoffpreis ab.
  4. Das Ergebnis ist die Wertschöpfung.

Mit einem Bild erklärt

Typische Rollen im Welthandel.
Land mit RohstoffenLand mit Industrie
verkauft Kakao, Kupfer, Kaffeeverkauft Maschinen, Schokolade, Autos
Preise schwanken starkPreise sind oft stabiler
wenig Wertschöpfungviel Wertschöpfung

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Was ist Wertschöpfung?
Zeig mir den ersten Schritt

Was entsteht beim Verarbeiten?

Lösung ansehen

Lösung: Der Wert, der durch Verarbeitung entsteht

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Kakao im Wert von 1 € wird zu Schokolade für 8 €. Wie viel Euro beträgt die Wertschöpfung?

Zeig mir den ersten Schritt

Ziehe 1 von 8 ab.

Lösung ansehen

Lösung: 7

8 € − 1 € = 7 €.

Tipp: Frage bei jedem Handel: Wer verkauft Rohstoffe? Wer verarbeitet? Wo bleibt der meiste Wert?

Merksatz: Wertschöpfung entsteht durch Verarbeitung. Wer nur Rohstoffe verkauft, behält oft weniger vom Wert.

Typischer Fehler: Viele denken, Handel sei immer fair oder immer unfair. Er nützt meist beiden Seiten, aber oft ungleich.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Warum ist es riskant, nur von einem Rohstoff zu leben?
Lösung ansehen

Lösung: Sinkt der Preis, sinkt das Einkommen des Landes.

Frage 2 Handel kann beiden Seiten nützen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Was ist ein Zoll?
Lösung ansehen

Lösung: Eine Abgabe auf eingeführte Waren

Frage 4 Hohe Zölle auf verarbeitete Waren können Länder daran hindern, selbst zu verarbeiten.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Handel kann nützen, doch Rohstoffländer haben oft weniger Wertschöpfung und schwankende Preise.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

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