Die Spaltungsregel und das Kombinationsquadrat
In der F2 taucht das Merkmal, das in der F1 nicht zu sehen war, wieder auf, im Verhältnis 3 : 1. Das Kombinationsquadrat zeigt warum.
Das lernst du heute
- Ich kann ein Kombinationsquadrat aufstellen.
- Ich kann Genotypen und Phänotypen der F2 bestimmen.
- Ich kann das Verhältnis 3 : 1 erklären.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Dominant und rezessiv: die Uniformitätsregel, Die Meiose: Keimzellen mit halbem Chromosomensatz
Mendel kreuzte die violetten F1-Pflanzen (Bb) untereinander. In der F2 waren wieder weiße Pflanzen dabei. Er zählte 705 violette und 224 weiße Pflanzen. Das ist etwa 3 : 1.
Warum? Jede F1-Pflanze (Bb) bildet zwei Sorten von Keimzellen: B und b, jeweils zur Hälfte. Bei der Befruchtung treffen die Keimzellen zufällig aufeinander. Alle Kombinationen sind gleich wahrscheinlich.
Das Kombinationsquadrat zeigt sie. In die Kopfzeile schreibt man die Keimzellen des einen Elternteils, in die erste Spalte die des anderen. In die Felder kommt die Kombination.
Ergebnis: 1 BB, 2 Bb, 1 bb. Das Verhältnis der Genotypen ist 1 : 2 : 1. BB und Bb sind violett, bb ist weiß. Das Verhältnis der Phänotypen ist deshalb 3 violett : 1 weiß.
Das ist die Spaltungsregel: Kreuzt man mischerbige F1-Pflanzen, spalten sich in der F2 die Merkmale auf. Das Verhältnis ist 3 : 1 bei den Phänotypen und 1 : 2 : 1 bei den Genotypen.
Wichtig: Das ist eine Wahrscheinlichkeit. Bei wenigen Nachkommen kann die Zahl abweichen.
| B | b | |
|---|---|---|
| B | BB | Bb |
| b | Bb | bb |
Das Kombinationsquadrat aufstellen
- Keimzellen des einen Elternteils: B und b (oben).
- Keimzellen des anderen: B und b (links).
- Felder: BB, Bb, Bb, bb.
- Genotypen 1 : 2 : 1, Phänotypen 3 violett : 1 weiß.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Mischerbige Eltern bilden zwei Sorten Keimzellen.
Die Keimzellen treffen zufällig zusammen.
Darum: 3 violett zu 1 weiß.
Ein Beispiel
Du wirfst zwei Münzen. Kopf und Zahl kommen zufällig vor. Genauso treffen B und b zufällig bei der Befruchtung zusammen.
Schritt für Schritt
Wir lösen Bb × Bb mit einem Quadrat.
- Oben B und b, links B und b.
- Felder: BB, Bb, Bb, bb.
- 3 von 4 Feldern haben ein B: violett.
- 1 von 4 Feldern ist bb: weiß. Das sind 25 %.
Mit einem Bild erklärt
| Genotyp | Anteil | Phänotyp |
|---|---|---|
| BB | 25 % | violett |
| Bb | 50 % | violett |
| bb | 25 % | weiß |
Zur Grundlage zurück
- Dominant und rezessiv: die Uniformitätsregel – Du kennst Genotyp und Phänotyp.
- Die Meiose: Keimzellen mit halbem Chromosomensatz – Du weißt, wie Keimzellen entstehen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Zeichne das Kombinationsquadrat und zähle die bb-Felder.
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Lösung: 25 %
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Teile 200 durch 4 und rechne mal 3.
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Lösung: 150
Tipp: Schreibe zuerst die Keimzellen auf. Dann füllst du jedes Feld, indem du die Buchstaben von links und oben zusammensetzt.
Merksatz: Bei Bb × Bb gilt: Genotypen 1 BB : 2 Bb : 1 bb, Phänotypen 3 dominant : 1 rezessiv.
Typischer Fehler: Viele denken, bei vier Nachkommen sei immer genau einer weiß. Das stimmt nicht. Die Zahlen sind Wahrscheinlichkeiten.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: 3 : 1
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Lösung: 2
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Lösung: 1 : 2 : 1
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Bei der Kreuzung mischerbiger Eltern spalten sich die Merkmale in der F2 im Verhältnis 3 : 1 auf. Das Kombinationsquadrat zeigt alle Möglichkeiten und ihre Wahrscheinlichkeit.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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