Mindestlohn: Vor- und Nachteile
Der gesetzliche Mindestlohn legt eine Untergrenze für den Stundenlohn fest. Er hat Vor- und Nachteile für Beschäftigte und Betriebe.
Das lernst du heute
- Ich kann den Mindestlohn erklären.
- Ich kann Vor- und Nachteile nennen.
- Ich kann eine Maßnahme beurteilen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Der Niedriglohnsektor
Ein Mindestlohn ist eine gesetzliche Untergrenze für den Stundenlohn. Kein Betrieb darf weniger zahlen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Auszubildende und für Jugendliche unter 18 ohne Berufsabschluss. Er soll Menschen vor zu niedrigen Löhnen schützen und Ungleichheit verringern. Vorteile für Beschäftigte: Das Einkommen steigt, und weniger Menschen brauchen staatliche Hilfe. Nachteile für Betriebe: Die Kosten steigen. Manche Betriebe erhöhen Preise oder stellen weniger Menschen ein. Darüber wird gestritten, wie stark das passiert. Wichtig ist auch, wer ihn festlegt und wie hoch er sein soll. Neben dem Mindestlohn gibt es weitere Maßnahmen, etwa Tarifverträge und Weiterbildung. Um sie zu beurteilen, wägt man Vor- und Nachteile für beide Seiten ab.
| Seite | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Beschäftigte | Mehr Einkommen, Schutz vor sehr niedrigen Löhnen | Stellen könnten wegfallen |
| Betriebe | Fairer Wettbewerb um Löhne | Höhere Kosten |
| Staat | Weniger Aufstockung nötig | Kontrolle ist aufwendig |
Mindestlohn berechnen
- Ausgedacht: Der Mindestlohn beträgt 10 Euro pro Stunde.
- Noah arbeitet 160 Stunden im Monat.
- 10 · 160 = 1 600.
- Er verdient mindestens 1 600 Euro brutto im Monat.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Der Mindestlohn ist die Untergrenze.
Er hilft Beschäftigten.
Er kostet Betriebe mehr.
Ein Beispiel
Ein Café muss seinen erwachsenen Angestellten mindestens den Mindestlohn zahlen. Die Beschäftigten verdienen dadurch mehr, das Café muss mit höheren Kosten planen.
Schritt für Schritt
So beurteilst du den Mindestlohn
- Nenne die Maßnahme.
- Sammle Vorteile.
- Sammle Nachteile.
- Urteile für beide Seiten.
Mit einem Bild erklärt
| Schritt | Was du tust |
|---|---|
| 1 | Nenne die Maßnahme. |
| 2 | Sammle Vorteile. |
| 3 | Sammle Nachteile. |
| 4 | Urteile für beide Seiten. |
Zur Grundlage zurück
- Der Niedriglohnsektor – Du kennst schon den Niedriglohnsektor.
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Nach unten oder nach oben begrenzt?
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Lösung: Eine gesetzliche Untergrenze für den Stundenlohn
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Der (ausgedachte) Mindestlohn beträgt 10 Euro pro Stunde. Noah arbeitet 160 Stunden. Wie viel Euro verdient er mindestens?
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Rechne 10 mal 160.
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Lösung: 1600
10 · 160 = 1 600.
Tipp: Prüfe bei einer Maßnahme immer beide Seiten: Beschäftigte und Betriebe.
Merksatz: Der Mindestlohn ist eine gesetzliche Untergrenze. Er hat Vor- und Nachteile für Beschäftigte und Betriebe.
Typischer Fehler: Viele sehen nur eine Seite. Zu einem Urteil gehören Vorteile und Nachteile für beide Seiten.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Höhere Kosten
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Tarifverträge
Geschafft
Mindestlohn schützt vor zu niedrigen Löhnen. Er kann Kosten steigern. Ein Urteil wägt beide Seiten ab.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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