Bezahlte und unbezahlte Arbeit
Nicht jede Arbeit wird bezahlt. Auch Haushalt, Pflege und Ehrenamt sind wichtig für die Gesellschaft.
Das lernst du heute
- Ich kann bezahlte und unbezahlte Arbeit unterscheiden.
- Ich kann Care-Arbeit und Ehrenamt erklären.
- Ich kann ihre Bedeutung für Einzelne und die Gesellschaft diskutieren.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Ehrenamt im Alltag
Bezahlte Arbeit heißt Erwerbsarbeit: Man bekommt Lohn oder Gehalt. Daneben gibt es viel unbezahlte Arbeit. Dazu gehört Care-Arbeit, das heißt Sorgearbeit: Kinder betreuen, Angehörige pflegen, kochen, putzen. Sorgearbeit gibt es auch als Beruf, zum Beispiel in der Pflege. Unbezahlt wird sie vor allem in Familien geleistet. Ohne diese Arbeit würde das Leben nicht funktionieren. Dazu gehört auch das Ehrenamt: Menschen engagieren sich freiwillig und ohne Bezahlung, zum Beispiel im Sportverein oder bei der Feuerwehr. Unbezahlte Arbeit sichert keinen Lebensunterhalt, ist aber für die Gesellschaft sehr wertvoll. Oft wird sie ungleich verteilt: Manche Personen übernehmen viel mehr als andere. In Deutschland leisten Frauen im Durchschnitt deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Darum ist es sinnvoll, Aufgaben fair zu verteilen und diese Arbeit wertzuschätzen.
| Art | Beispiele | Bezahlung |
|---|---|---|
| Erwerbsarbeit | Bäcker, Pflegekraft, Lehrerin | Lohn oder Gehalt |
| Care-Arbeit | Kinder betreuen, Angehörige pflegen, Haushalt | keine |
| Ehrenamt | Vereinstrainer, freiwillige Feuerwehr | keine (oft Auslagen ersetzt) |
Die Woche einer Person
- Ausgedacht: Jonas arbeitet 30 Stunden bezahlt.
- Dazu kommen 12 Stunden Haushalt, 6 Stunden Pflege der Oma und 4 Stunden Ehrenamt.
- Zusammen: 30 + 12 + 6 + 4 = 52 Stunden.
- Nur 30 Stunden werden bezahlt. 22 Stunden sind unbezahlt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Manche Arbeit wird bezahlt.
Manche nicht, zum Beispiel Haushalt.
Beides ist wichtig.
Ein Beispiel
Wenn niemand kocht, putzt oder sich um Kinder kümmert, bricht der Alltag zusammen. Das zeigt, wie wichtig unbezahlte Arbeit ist.
Schritt für Schritt
So ordnest du Arbeit ein
- Wird Lohn gezahlt?
- Dann ist es Erwerbsarbeit.
- Sonst: Geht es um Sorge für andere? Care-Arbeit.
- Freiwillig für die Gemeinschaft? Ehrenamt.
Mit einem Bild erklärt
| Tätigkeit | Art |
|---|---|
| Als Pflegekraft im Krankenhaus arbeiten | Erwerbsarbeit |
| Die kranke Oma zu Hause pflegen | Care-Arbeit |
| Im Sportverein Kinder trainieren, freiwillig | Ehrenamt |
Zur Grundlage zurück
- Ehrenamt im Alltag – Du kennst schon das Ehrenamt im Alltag.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wer kümmert sich um Kinder und Kranke?
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Lösung: Sorge für andere, zum Beispiel Betreuung und Pflege, oft unbezahlt
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Eine Person arbeitet 30 Stunden bezahlt und 22 Stunden unbezahlt. Wie viele Stunden sind das insgesamt?
Zeig mir den ersten Schritt
Addiere beide Zahlen.
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Lösung: 52
30 + 22 = 52.
Tipp: Schreibe einmal auf, wer bei dir zu Hause welche Aufgaben übernimmt. Du siehst, wie viel unbezahlte Arbeit es gibt.
Merksatz: Bezahlte und unbezahlte Arbeit sind beide wichtig. Aufgaben sollten fair verteilt sein.
Typischer Fehler: Viele denken, nur bezahlte Arbeit sei richtige Arbeit. Auch unbezahlte Arbeit ist Arbeit.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Ehrenamt
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Weil es freiwillig ist
Geschafft
Erwerbsarbeit wird bezahlt. Care-Arbeit und Ehrenamt sind unbezahlt, aber für Familie und Gesellschaft unverzichtbar. Eine faire Verteilung ist eine wichtige Frage.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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