Jesus im Judentum und im Islam
Jesus wird in den drei Religionen verschieden gesehen. Man kann das so beschreiben, dass Gläubige sich wiedererkennen.
Das lernst du heute
- Ich kann Sichtweisen auf Jesus beschreiben.
- Ich kann erklären, was Jesus für evangelische Christen bedeutet.
- Ich kann eine Antwort in einem Gespräch formulieren.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Glaube prägt den Alltag
Für evangelische Christen ist Jesus Christus der Mittelpunkt des Glaubens. Sie glauben, dass in ihm Gott den Menschen nahe gekommen ist. Im Judentum spielt Jesus religiös keine besondere Rolle. Viele Jüdinnen und Juden sehen in ihm einen jüdischen Lehrer seiner Zeit. Er wird nicht als Messias anerkannt, weil nach jüdischer Auffassung der Messias noch erwartet wird. Im Islam heißt Jesus Isa. Er gilt als einer der großen Propheten und wird im Koran oft erwähnt. Muslime glauben, dass er von der Jungfrau Maria geboren wurde. Sie sehen ihn aber nicht als Sohn Gottes. Es gibt unter Muslimen unterschiedliche Auslegungen über sein Ende. In einem Gespräch kann man das so sagen: Für mich als evangelischen Christen ist Jesus der Christus. Ich weiß, dass du das anders siehst. Dabei hilft es, zuzuhören und die Sicht des anderen zu verstehen.
Ein Gespräch vorbereiten
- Beschreibe deine Sicht in einem Satz.
- Beschreibe die Sicht der anderen Person.
- Finde Fragen, die Interesse zeigen.
- Formuliere respektvoll.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Christen: Jesus ist der Christus.
Judentum: ein jüdischer Lehrer.
Islam: der Prophet Isa.
Ein Beispiel
Drei Menschen betrachten ein Bild und sehen unterschiedliche Dinge. Im Gespräch tauscht man aus, was man sieht.
Schritt für Schritt
Wir formulieren einen Satz für ein Gespräch.
- Meine Sicht: Jesus ist der Christus.
- Deine Sicht: Du siehst ihn als Prophet.
- Ich-Botschaft: Für mich ist …
- Frage: Was bedeutet er dir?
Mit einem Bild erklärt
| Religion | Sicht auf Jesus |
|---|---|
| Christentum | Christus, Mittelpunkt des Glaubens |
| Judentum | jüdischer Lehrer, nicht Messias |
| Islam | Prophet Isa, nicht Sohn Gottes |
Zur Grundlage zurück
- Glaube prägt den Alltag – Du kennst schon den Alltag der Religionen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welcher arabische Name wird für Jesus genutzt?
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Lösung: Isa
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
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Lösung: als jüdischen Lehrer, nicht als Messias
Tipp: Ich-Botschaften helfen: Für mich ist …, und ich höre, dass für dich …
Merksatz: Jesus: für Christen der Christus, im Judentum ein jüdischer Lehrer, im Islam der Prophet Isa.
Typischer Fehler: Zu denken, alle sähen Jesus gleich. Jede Religion hat eine eigene Sicht.
Mini-Quiz
3 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Für mich ist Jesus der Christus. Wie siehst du ihn?
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Evangelische Christen sehen Jesus als Christus. Im Judentum gilt er als Lehrer, im Islam als Prophet Isa.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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