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Praktische Philosophie

Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit

Wünsche, Ansprüche und die Wirklichkeit passen nicht immer zusammen. Wer sie unterscheidet, kann besser planen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 7
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich weiß: Ein Wunsch ist etwas, das ich gern hätte. Ein Anspruch ist etwas, das ich von mir oder anderen verlange.
  • Ich kann Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit unterscheiden.
  • Ich kann Lösungen suchen, wenn sie nicht zusammenpassen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Lebensträume und Wirklichkeit

Im Erwachsenwerden begegnen dir drei Dinge. Ein Wunsch ist etwas, das du gern möchtest: Ich möchte gut Gitarre spielen. Ein Anspruch ist eine Erwartung an dich selbst oder an andere: Ich muss immer die Beste sein. Die Wirklichkeit ist, was gerade der Fall ist: Ich übe erst zwei Wochen. Zwischen diesen drei gibt es oft Spannung. Ein zu hoher Anspruch kann Druck machen. Ein Wunsch ohne Schritte bleibt ein Wunsch. Was hilft? Wünsche konkret machen, Ansprüche prüfen und die Wirklichkeit ehrlich ansehen. Dann kann man kleine, machbare Schritte planen.

BegriffFrageBeispiel
WunschWas hätte ich gern?Gut Gitarre spielen
AnspruchWas verlange ich von mir?Ich muss sofort perfekt sein.
WirklichkeitWas ist gerade so?Ich übe seit zwei Wochen.

So gehst du mit Spannung um

  1. Schreibe Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit getrennt auf.
  2. Prüfe den Anspruch: Ist er fair und erreichbar?
  3. Verändere den Anspruch, wenn er zu hoch ist.
  4. Plane einen kleinen Schritt, der zur Wirklichkeit passt.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Wunsch: Ich möchte.

Anspruch: Ich muss.

Wirklichkeit: So ist es jetzt.

Ein Beispiel

Beispiel

Tom will beim Schulkonzert fehlerfrei spielen (Anspruch). Er übt aber erst kurz (Wirklichkeit). Er ändert den Anspruch: Ich will ruhig und mit Freude spielen. Das ist erreichbar.

Schritt für Schritt

Du prüfst ein Beispiel.

  1. Was ist der Wunsch?
  2. Was ist der Anspruch?
  3. Was ist die Wirklichkeit?
  4. Welcher Schritt passt?

Mit einem Bild erklärt

WunschAnspruchWirklichkeitSchritt
Gitarre spielenSofort perfektZwei Wochen ÜbungTäglich zehn Minuten üben

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist ein Anspruch?
Zeig mir den ersten Schritt

Geht es um Mögen oder um Verlangen?

Lösung ansehen

Lösung: Eine Erwartung, die ich an mich oder andere habe

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Tom sagt: Ich muss beim Konzert fehlerfrei spielen. Das ist …
Zeig mir den ersten Schritt

Klingt der Satz nach Mögen oder nach Verlangen?

Lösung ansehen

Lösung: ein Anspruch

Tipp: Ein freundlicher Anspruch an dich selbst hilft mehr als ein strenger.

Merksatz: Wunsch: was ich gern hätte. Anspruch: was ich verlange. Wirklichkeit: was gerade der Fall ist. Passt etwas nicht, ändere den Anspruch oder den Schritt.

Typischer Fehler: Zu denken, ein hoher Anspruch bringe automatisch Erfolg. Zu hohe Ansprüche können Druck machen.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wie kann Tom den Anspruch verändern?
Lösung ansehen

Lösung: Ich will ruhig und mit Freude spielen.

Frage 2 Ein sehr hoher Anspruch kann Druck machen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Ein Wunsch wird automatisch Wirklichkeit.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Welcher Satz beschreibt die Wirklichkeit?
Lösung ansehen

Lösung: Ich übe erst seit zwei Wochen.

Frage 5 Was hilft bei zu viel Druck durch einen hohen Anspruch?
Lösung ansehen

Lösung: Den Anspruch prüfen und Schritte planen

Geschafft

Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit sind verschieden. Man prüft den Anspruch und plant kleine Schritte, die zur Wirklichkeit passen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Erwachsen werden: Wer will ich sein?

Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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