Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit
Wünsche, Ansprüche und die Wirklichkeit passen nicht immer zusammen. Wer sie unterscheidet, kann besser planen.
Das lernst du heute
- Ich weiß: Ein Wunsch ist etwas, das ich gern hätte. Ein Anspruch ist etwas, das ich von mir oder anderen verlange.
- Ich kann Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit unterscheiden.
- Ich kann Lösungen suchen, wenn sie nicht zusammenpassen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Lebensträume und Wirklichkeit
Im Erwachsenwerden begegnen dir drei Dinge. Ein Wunsch ist etwas, das du gern möchtest: Ich möchte gut Gitarre spielen. Ein Anspruch ist eine Erwartung an dich selbst oder an andere: Ich muss immer die Beste sein. Die Wirklichkeit ist, was gerade der Fall ist: Ich übe erst zwei Wochen. Zwischen diesen drei gibt es oft Spannung. Ein zu hoher Anspruch kann Druck machen. Ein Wunsch ohne Schritte bleibt ein Wunsch. Was hilft? Wünsche konkret machen, Ansprüche prüfen und die Wirklichkeit ehrlich ansehen. Dann kann man kleine, machbare Schritte planen.
| Begriff | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Wunsch | Was hätte ich gern? | Gut Gitarre spielen |
| Anspruch | Was verlange ich von mir? | Ich muss sofort perfekt sein. |
| Wirklichkeit | Was ist gerade so? | Ich übe seit zwei Wochen. |
So gehst du mit Spannung um
- Schreibe Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit getrennt auf.
- Prüfe den Anspruch: Ist er fair und erreichbar?
- Verändere den Anspruch, wenn er zu hoch ist.
- Plane einen kleinen Schritt, der zur Wirklichkeit passt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Wunsch: Ich möchte.
Anspruch: Ich muss.
Wirklichkeit: So ist es jetzt.
Ein Beispiel
Tom will beim Schulkonzert fehlerfrei spielen (Anspruch). Er übt aber erst kurz (Wirklichkeit). Er ändert den Anspruch: Ich will ruhig und mit Freude spielen. Das ist erreichbar.
Schritt für Schritt
Du prüfst ein Beispiel.
- Was ist der Wunsch?
- Was ist der Anspruch?
- Was ist die Wirklichkeit?
- Welcher Schritt passt?
Mit einem Bild erklärt
| Wunsch | Anspruch | Wirklichkeit | Schritt |
|---|---|---|---|
| Gitarre spielen | Sofort perfekt | Zwei Wochen Übung | Täglich zehn Minuten üben |
Zur Grundlage zurück
- Lebensträume und Wirklichkeit – Du hast Träume und Wirklichkeit schon verglichen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Geht es um Mögen oder um Verlangen?
Lösung ansehen
Lösung: Eine Erwartung, die ich an mich oder andere habe
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Klingt der Satz nach Mögen oder nach Verlangen?
Lösung ansehen
Lösung: ein Anspruch
Tipp: Ein freundlicher Anspruch an dich selbst hilft mehr als ein strenger.
Merksatz: Wunsch: was ich gern hätte. Anspruch: was ich verlange. Wirklichkeit: was gerade der Fall ist. Passt etwas nicht, ändere den Anspruch oder den Schritt.
Typischer Fehler: Zu denken, ein hoher Anspruch bringe automatisch Erfolg. Zu hohe Ansprüche können Druck machen.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Ich will ruhig und mit Freude spielen.
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Lösung ansehen
Lösung: Ich übe erst seit zwei Wochen.
Lösung ansehen
Lösung: Den Anspruch prüfen und Schritte planen
Geschafft
Wunsch, Anspruch und Wirklichkeit sind verschieden. Man prüft den Anspruch und plant kleine Schritte, die zur Wirklichkeit passen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Erwachsen werden: Wer will ich sein?
Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen