Sukzession: Wie aus einer Wiese ein Wald wird
Wenn niemand eingreift, folgen auf einer Fläche nacheinander verschiedene Pflanzengesellschaften. Das nennt man Sukzession.
Das lernst du heute
- Ich kann die Stufen einer natürlichen Sukzession beschreiben.
- Ich weiß, was Pionierpflanzen sind.
- Ich kann erklären, wie der Mensch die Sukzession beeinflusst.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wie Pflanzen den Winter überstehen
Eine Wiese, die nicht mehr gemäht wird, bleibt nicht lange eine Wiese. Zuerst wachsen höhere Kräuter und Gräser. Dann siedeln sich Sträucher an, zum Beispiel Brombeere und Weißdorn. Danach folgen Bäume wie Birke und Weide, die viel Licht brauchen. In ihrem Schatten wachsen langsam Schattenbäume nach. Auf vielen Böden in Mitteleuropa entsteht am Ende ein Buchenwald. Diese Abfolge von Lebensgemeinschaften an einem Ort heißt Sukzession. Läuft sie ohne Eingriff des Menschen ab, spricht man von natürlicher Sukzession. Pflanzen, die als Erste eine freie Fläche besiedeln, heißen Pionierpflanzen. Mäht oder beweidet der Mensch die Fläche, hält er die Sukzession an. Einen Einfluss durch den Menschen nennt man anthropogen.
| Stufe | Typische Pflanzen | Wichtigster Faktor |
|---|---|---|
| Pionierstadium | Gräser, Kräuter | viel Licht, offener Boden |
| Strauchstadium | Brombeere, Weißdorn, Holunder | Boden wird humusreicher |
| Vorwald | Birke, Weide, Espe | Lichtbäume wachsen schnell |
| Schlusswald | Rotbuche | Schatten, Schattenbäume setzen sich durch |
Die Stufen der Sukzession ordnen
- Beginne mit der freien Fläche: Gräser und Kräuter siedeln sich an.
- Aus ihren Resten entsteht Humus. Der Boden wird besser.
- Sträucher und Lichtbäume wachsen und beschatten den Boden.
- Schattenbäume wachsen im Schatten. Am Ende steht der Schlusswald.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Eine Wiese wird nicht mehr gemäht.
Erst wachsen Sträucher, dann Bäume.
Zuletzt entsteht ein Wald.
Ein Beispiel
Auf einem Bahngleis, das nicht mehr genutzt wird, wachsen nach einigen Jahren Gras und Birken. Wird nicht eingegriffen, kann dort mit der Zeit ein Wald entstehen.
Schritt für Schritt
Die Stufen merken.
- Erst Gräser und Kräuter.
- Dann Sträucher.
- Dann Lichtbäume wie die Birke.
- Zuletzt Schattenbäume wie die Buche.
Mit einem Bild erklärt
| Zeit | Pflanzen |
|---|---|
| früh | Gräser, Kräuter |
| später | Sträucher |
| noch später | Birke, Weide |
| am Ende | Buche |
Zur Grundlage zurück
- Wie Pflanzen den Winter überstehen – Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion zu Pflanzen im Jahreslauf.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Es geht um das, was nacheinander an einem Ort wächst.
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Lösung: Eine Abfolge von Lebensgemeinschaften an einem Ort
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was passiert mit einem jungen Strauch, wenn gemäht wird?
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Lösung: Junge Sträucher und Bäume werden immer wieder abgeschnitten.
Tipp: Frage bei jeder Stufe: Wie viel Licht kommt am Boden an? Daran erkennst du, welche Pflanzen dort wachsen können.
Merksatz: Sukzession ist die Abfolge von Lebensgemeinschaften an einem Ort. Der Mensch kann sie anhalten oder verändern.
Typischer Fehler: Viele denken, ein Wald entstehe sofort aus Samen. Meistens kommen zuerst Pionierpflanzen und Sträucher, die den Boden vorbereiten.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Gräser und Kräuter auf freier Fläche
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Lösung: Vom Menschen verursacht
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Lösung: Im Schatten der Birken wachsen Schattenbäume besser.
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Auf einer unbewirtschafteten Fläche folgen Gräser, Sträucher, Lichtbäume und zuletzt Schattenbäume aufeinander. Mähen oder Beweiden hält diese Entwicklung an.
Kannst du das schon?
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