Kinder und Jugendliche reden mit
Auch wer noch nicht wählen darf, kann mitbestimmen: in der Schule und in der Stadt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Das lernst du heute
- Ich kann Möglichkeiten zum Mitbestimmen in Schule und Stadt nennen.
- Ich weiß, dass es Rechte und Pflichten für Kinder und Jugendliche gibt.
- Ich kann einen Vorschlag sachlich begründen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Kinder reden mit, Die Kommunalwahl
In der Schule gibt es viele Wege, mitzubestimmen. Du kannst Klassensprecher wählen oder selbst kandidieren. Die Schülervertretung vertritt die Interessen aller Schülerinnen und Schüler. Im Klassenrat besprecht ihr Probleme und Vorschläge. Die Schulordnung regelt, wie man in der Schule zusammenlebt. Auch in der Stadt gibt es Möglichkeiten. Viele Städte haben ein Kinder- und Jugendparlament oder einen Jugendrat. Dort sprechen junge Leute mit der Stadt über Spielplätze, Radwege oder Freizeitangebote. Oft kann man bei Bürgerfragestunden im Rat Fragen stellen oder bei Umfragen mitmachen. Für Kinder und Jugendliche gelten außerdem Rechte und Pflichten. Das Jugendschutzgesetz schützt zum Beispiel vor Gefahren, etwa durch Regeln zu Alkohol und zu Aufenthaltszeiten.
| Wo? | Möglichkeit |
|---|---|
| Klasse | Klassensprecher, Klassenrat |
| Schule | Schülervertretung, Schulordnung mitgestalten |
| Stadt | Kinder- und Jugendparlament, Umfragen, Bürgerfragestunde |
Ein Vorschlag für die Stadt
- Ein Spielplatz wirkt kaputt. Du sammelst Fotos und schreibst auf, was fehlt.
- Du fragst Freunde, wer dasselbe sieht.
- Ihr schreibt gemeinsam einen Brief an die Stadt oder besprecht es im Jugendrat.
- Ihr nennt klare Gründe, zum Beispiel Sicherheit, und fragt nach einer Antwort.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Du kannst auch jetzt mitreden.
In der Klasse und in der Schule.
Und manchmal in der Stadt.
Ein Beispiel
Deine Klasse möchte mehr Sitzplätze auf dem Schulhof. Im Klassenrat sammelt ihr Gründe. Die Schülervertretung bringt es in die Schule ein.
Schritt für Schritt
So machst du einen Vorschlag
- Beschreibe das Problem in einem Satz.
- Sage, was du ändern möchtest.
- Nenne zwei Gründe.
- Frage, wer zuständig ist, und stelle den Vorschlag dort vor.
Mit einem Bild erklärt
| Problem | Wunsch | Grund |
|---|---|---|
| Der Radweg endet plötzlich. | Ein sicheres Stück bis zur Schule | Kinder fahren dort mit dem Rad |
Zur Grundlage zurück
- Kinder reden mit – Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion aus dem Sachunterricht.
- Die Kommunalwahl – Du weißt schon, wie gewählt wird.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wo trefft ihr euch in der Klasse, um Dinge zu besprechen?
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Lösung: Im Klassenrat
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Welcher Satz sagt, was gewünscht wird und warum?
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Lösung: Wir wünschen eine Ampel am Schulweg, weil dort oft Kinder die Straße queren.
Tipp: Ein guter Vorschlag nennt ein Problem, einen Wunsch und einen Grund. So können andere ihn leichter verstehen.
Merksatz: Mitbestimmen geht in Klasse, Schule und Stadt. Rechte und Pflichten gehören zusammen. Ein Vorschlag braucht Gründe.
Typischer Fehler: Manche glauben, man könne erst mit 18 mitbestimmen. Viele Möglichkeiten gibt es schon viel früher, nur wählen darf man später.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Sie vertritt die Interessen aller Schülerinnen und Schüler.
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Lösung: Eine Gruppe junger Menschen, die mit der Stadt spricht
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt
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Lösung: zusammen
Geschafft
Kinder und Jugendliche können in Klasse, Schule und Stadt mitreden, zum Beispiel über Klassenrat, Schülervertretung oder ein Jugendparlament. Es gelten auch Rechte und Pflichten.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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