Kaiser gegen Papst: der Investiturstreit
Im Investiturstreit stritten König und Papst darum, wer Bischöfe einsetzen darf. Es ging um die Macht von Kirche und Staat.
Das lernst du heute
- Ich weiß: Der Streit ging um das Recht, Bischöfe einzusetzen.
- Ich kann den Verlauf mit Canossa und dem Wormser Konkordat beschreiben.
- Ich kann das Handeln beider Seiten beurteilen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Das Heilige Römische Reich
Bischöfe hatten im Mittelalter nicht nur kirchliche Aufgaben. Sie verwalteten auch Land und hatten politische Macht. Deshalb wollte der König mitbestimmen, wer Bischof wird. Er setzte sie mit Ring und Stab in ihr Amt ein. Das nennt man Investitur. Die Kirche wollte das selbst entscheiden. Papst Gregor VII. verbot dem König diese Einsetzung. König Heinrich IV. wehrte sich. Der Papst sprach den Kirchenbann gegen ihn aus. Damit waren auch die Menschen im Reich von ihrem Treueeid gegenüber Heinrich gelöst. Viele Fürsten wandten sich von ihm ab, das Reich geriet in Unruhe. Im Januar 1077 ging er nach Canossa und bat um Verzeihung. Der Papst löste den Bann. Der Streit war damit nicht beendet. Erst 1122 einigten sich beide im Wormser Konkordat: Die Kirche setzte die Bischöfe ein, der König übergab ihnen die weltlichen Rechte.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1075 | Papst Gregor VII. verbietet die Einsetzung durch Laien |
| 1076 | Bann gegen Heinrich IV. |
| 1077 | Canossa: Heinrich bittet um Verzeihung |
| 1122 | Wormser Konkordat: Einigung |
Handeln beurteilen
- Nenne die Ziele des Papstes.
- Nenne die Ziele des Königs.
- Frage: Welche Folgen hatte das Handeln?
- Schreibe ein Urteil mit Grund.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Der Papst will Bischöfe einsetzen.
Der König will mitbestimmen.
Später einigen sie sich.
Ein Beispiel
Zwei Seiten streiten, wer in einem Verein den Vorstand bestimmt. Der Streit ging um Macht und Einfluss.
Schritt für Schritt
Streit verstehen
- Worum ging es? Um die Einsetzung der Bischöfe.
- Wer stritt? Papst und König.
- Was geschah 1077? Canossa.
- Wie endete der Streit? Mit dem Wormser Konkordat 1122.
Mit einem Bild erklärt
Zur Grundlage zurück
- Das Heilige Römische Reich – Du kennst das Reich und seine Fürsten.
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Zeig mir den ersten Schritt
Denke an Bischof und Amt.
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Lösung: Die Einsetzung eines Bischofs in sein Amt
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was hatten Bischöfe außer kirchlichen Aufgaben?
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Lösung: Bischöfe verwalteten Land und hatten politische Macht.
Tipp: Beurteile immer beide Seiten. Frage: Was wollte jede Seite? Was war ihr gutes Recht?
Merksatz: Der Investiturstreit zeigt den Streit um die Macht von Kirche und weltlicher Herrschaft.
Typischer Fehler: Zu denken, es sei nur ein persönlicher Streit gewesen. Es ging um die Ordnung der Herrschaft.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Papst Gregor VII. und König Heinrich IV.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Mit dem Wormser Konkordat
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Beide Seiten betrachten und Gründe nennen
Geschafft
Im Investiturstreit stritten Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. um die Einsetzung der Bischöfe. 1077 kam es zu Canossa. 1122 einigten sich beide im Wormser Konkordat.
Kannst du das schon?
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