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Geschichte

Kaiser gegen Papst: der Investiturstreit

Im Investiturstreit stritten König und Papst darum, wer Bischöfe einsetzen darf. Es ging um die Macht von Kirche und Staat.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 6
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich weiß: Der Streit ging um das Recht, Bischöfe einzusetzen.
  • Ich kann den Verlauf mit Canossa und dem Wormser Konkordat beschreiben.
  • Ich kann das Handeln beider Seiten beurteilen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Das Heilige Römische Reich

Bischöfe hatten im Mittelalter nicht nur kirchliche Aufgaben. Sie verwalteten auch Land und hatten politische Macht. Deshalb wollte der König mitbestimmen, wer Bischof wird. Er setzte sie mit Ring und Stab in ihr Amt ein. Das nennt man Investitur. Die Kirche wollte das selbst entscheiden. Papst Gregor VII. verbot dem König diese Einsetzung. König Heinrich IV. wehrte sich. Der Papst sprach den Kirchenbann gegen ihn aus. Damit waren auch die Menschen im Reich von ihrem Treueeid gegenüber Heinrich gelöst. Viele Fürsten wandten sich von ihm ab, das Reich geriet in Unruhe. Im Januar 1077 ging er nach Canossa und bat um Verzeihung. Der Papst löste den Bann. Der Streit war damit nicht beendet. Erst 1122 einigten sich beide im Wormser Konkordat: Die Kirche setzte die Bischöfe ein, der König übergab ihnen die weltlichen Rechte.

Der Investiturstreit.
JahrEreignis
1075Papst Gregor VII. verbietet die Einsetzung durch Laien
1076Bann gegen Heinrich IV.
1077Canossa: Heinrich bittet um Verzeihung
1122Wormser Konkordat: Einigung

Handeln beurteilen

  1. Nenne die Ziele des Papstes.
  2. Nenne die Ziele des Königs.
  3. Frage: Welche Folgen hatte das Handeln?
  4. Schreibe ein Urteil mit Grund.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Der Papst will Bischöfe einsetzen.

Der König will mitbestimmen.

Später einigen sie sich.

Ein Beispiel

Beispiel

Zwei Seiten streiten, wer in einem Verein den Vorstand bestimmt. Der Streit ging um Macht und Einfluss.

Schritt für Schritt

Streit verstehen

  1. Worum ging es? Um die Einsetzung der Bischöfe.
  2. Wer stritt? Papst und König.
  3. Was geschah 1077? Canossa.
  4. Wie endete der Streit? Mit dem Wormser Konkordat 1122.

Mit einem Bild erklärt

1075Verbot1077Canossa1122Konkordat

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Was bedeutet Investitur?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an Bischof und Amt.

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Lösung: Die Einsetzung eines Bischofs in sein Amt

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Warum wollte der König bei der Bischofswahl mitreden?
Zeig mir den ersten Schritt

Was hatten Bischöfe außer kirchlichen Aufgaben?

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Lösung: Bischöfe verwalteten Land und hatten politische Macht.

Tipp: Beurteile immer beide Seiten. Frage: Was wollte jede Seite? Was war ihr gutes Recht?

Merksatz: Der Investiturstreit zeigt den Streit um die Macht von Kirche und weltlicher Herrschaft.

Typischer Fehler: Zu denken, es sei nur ein persönlicher Streit gewesen. Es ging um die Ordnung der Herrschaft.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wer waren die beiden Hauptpersonen des Streits?
Lösung ansehen

Lösung: Papst Gregor VII. und König Heinrich IV.

Frage 2 Im Jahr 1077 ging Heinrich IV. nach Canossa.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Wie endete der Streit 1122?
Lösung ansehen

Lösung: Mit dem Wormser Konkordat

Frage 4 Der Investiturstreit zeigt den Streit um die Macht von Kirche und König.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 5 Was gehört zu einem guten Urteil?
Lösung ansehen

Lösung: Beide Seiten betrachten und Gründe nennen

Geschafft

Im Investiturstreit stritten Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. um die Einsetzung der Bischöfe. 1077 kam es zu Canossa. 1122 einigten sich beide im Wormser Konkordat.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Könige und Kaiser im Mittelalter

Kurz erklärt, 45 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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