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Evangelische Religion

Respektvoll miteinander reden

Über Glauben kann man reden, ohne zu streiten. Mit Zuhören, Nachfragen und Respekt gelingt ein Gespräch.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 6
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich kann einen eigenen Standpunkt zu einer religiösen Frage formulieren.
  • Ich kenne Regeln für ein respektvolles Gespräch.
  • Ich kann Beispiele für friedliches Miteinander im Schulalltag nennen.

Menschen verschiedener Religionen leben und lernen zusammen. Dafür braucht es Respekt. Respekt heißt: Ich nehme andere ernst, auch wenn ich anders denke. Für ein gutes Gespräch helfen einige Regeln. Hör zu und lass andere ausreden. Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst. Sprich von dir: Ich glaube …, Ich denke …. Sag nicht: Du irrst dich. Du musst nicht alles gut finden, aber du lachst niemanden aus. Niemand muss seinen Glauben verteidigen oder erklären. Es ist freiwillig. Manchmal sagst du auch: Das weiß ich nicht, aber ich möchte es verstehen. Im Schulalltag zeigt sich Respekt zum Beispiel so: Du nimmst Rücksicht, wenn jemand fastet. Du fragst, bevor du über ein Fest sprichst. Du feierst Feste gemeinsam. Du gehst dazwischen, wenn jemand ausgelacht wird, oder holst Hilfe.

Das hilftDas hilft nicht
ZuhörenUnterbrechen
NachfragenAuslachen
Ich-SätzeDu-Vorwürfe
Pause machenLautstärke und Streit

Einen Standpunkt formulieren

  1. Überlege, was du denkst.
  2. Beginne mit Ich denke …
  3. Gib einen Grund an.
  4. Hör zu, wie die andere Person antwortet.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Hör zu.

Frag nach.

Sprich von dir.

Ein Beispiel

Beispiel

Wenn du ein Fußballfan bist und deine Freundin Basketball mag, könnt ihr trotzdem Freunde sein. Ihr hört zu und fragt nach.

Schritt für Schritt

Wir formulieren: Zu Weihnachten sage ich …

  1. Was denke ich? Ich finde das Fest schön.
  2. Warum? Wir feiern zusammen.
  3. Fragen: Wie feiert ihr?
  4. Zuhören.

Mit einem Bild erklärt

SatzanfangBeispiel
Ich denke …Ich denke, dass Feste verbinden.
Ich möchte verstehen …Ich möchte verstehen, wie ihr feiert.
Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Welcher Satz ist ein Ich-Satz?
Zeig mir den ersten Schritt

Beginnt der Satz mit Ich?

Lösung ansehen

Lösung: Ich denke, dass Feste verbinden.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was tust du, wenn dich jemand über seinen Glauben informieren will?
Zeig mir den ersten Schritt

Was zeigt Respekt?

Lösung ansehen

Lösung: Ich höre zu und frage nach.

Tipp: Ein gutes Gespräch endet nicht damit, dass jemand gewinnt. Es endet damit, dass man mehr versteht.

Merksatz: Respekt heißt zuhören, nachfragen und niemanden auslachen. Ich-Sätze helfen, den eigenen Standpunkt zu sagen.

Typischer Fehler: Im Gespräch beweisen zu wollen, wer recht hat. Es geht um Verstehen, nicht um Gewinnen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Man muss im Gespräch beweisen, wer recht hat.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 2 Niemand muss seinen Glauben erklären, wenn er nicht möchte.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Wie zeigst du Respekt, wenn ein Mitschüler fastet?
Lösung ansehen

Lösung: Ich nehme Rücksicht und mache keine Witze.

Frage 4 Was ist ein guter Anfang für einen eigenen Standpunkt?
Lösung ansehen

Lösung: Ich glaube, dass …

Geschafft

Ein respektvolles Gespräch braucht Zuhören, Nachfragen und Ich-Sätze. Im Schulalltag zeigt sich Respekt in kleinen Handlungen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Judentum, Christentum und Islam

Kurz erklärt, 39 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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