Aus der Sicht einer Figur schreiben
Du schreibst einen Tagebucheintrag oder Brief aus der Sicht einer Figur und füllst Leerstellen mit Gedanken und Gefühlen.
Das lernst du heute
- Ich weiß, wie ich eine Geschichte aus der Sicht einer Figur ausgestalte.
- Ich kann einen Tagebucheintrag in Ich-Form schreiben und erklären, was ich ergänzt habe.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Wer erzählt?, Eine Geschichte fortsetzen
Manchmal erzählt ein Text nicht alles. Zum Beispiel erfährst du nicht, was eine Figur denkt. Solche Leerstellen kannst du füllen. Dazu schreibst du aus der Sicht einer Figur, zum Beispiel als Tagebucheintrag oder Brief. Du nutzt die Ich-Form. Die Ereignisse der Geschichte bleiben gleich. Du ergänzt Gedanken und Gefühle, die zum Verhalten der Figur passen. Die Figur weiß nur, was sie selbst erlebt hat. Was andere denken, kann sie nur vermuten. Danach erklärst du kurz, was du ergänzt hast.
Aus Emils Sicht schreiben
- Lies die Geschichte. Merke dir die Ereignisse: fragen, abgewiesen werden, wegschicken, gerufen werden.
- Leerstelle: Was fühlt Emil, als Ayla Nein sagt? Das steht im Text nicht.
- Ergänzen: Das hat wehgetan. Das passt zu Satz 5, in dem er den Blick senkt.
- Prüfen: Emil weiß nicht, dass Ayla an seine Hilfe gedacht hat (Satz 7). Das darf nicht im Tagebuch stehen.
- Erklären: Ich habe Emils Gefühle ergänzt und die Ereignisse beibehalten.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Schreibe „ich“.
Bleibe bei den Ereignissen.
Ergänze, was die Figur fühlt und denkt.
Ein Beispiel
Nach einem Streit schreibt ein Kind abends in sein Tagebuch, was es gefühlt hat. Das ist eine Sicht aus der Ich-Form. Die Ereignisse stimmen, die Gefühle kommen dazu.
Schritt für Schritt
Wir schreiben den Anfang des Tagebucheintrags.
- Wer schreibt? Emil. Wähle „ich“.
- Was ist passiert? Er wollte ins Schwimmbad.
- Beginne: Liebes Tagebuch, heute wollte ich mit Ayla ins Schwimmbad.
Mit einem Bild erklärt
Zur Grundlage zurück
- Wer erzählt? – Du weißt schon, was ein Ich-Erzähler ist.
- Eine Geschichte fortsetzen – Du hast schon eine Geschichte fortgesetzt.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Lies Satz 5. Wie verhält sich Emil?
Lösung ansehen
Lösung: Das hat wehgetan.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Frage: Wessen Gedanken stehen in dem Satz?
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Lösung: Ayla ist umgekehrt, weil sie an meine Hilfe gedacht hat.
Tipp: Frage dich bei jedem Satz: Kann die Figur das wissen?
Merksatz: Sicht einer Figur: Ich-Form · gleiche Ereignisse · Gefühle und Gedanken ergänzen · nur das Wissen der Figur.
Typischer Fehler: Viele schreiben, was andere Figuren denken, zum Beispiel: „Ayla hat gedacht, dass ich ihr geholfen habe.“ Das kann Emil nicht wissen. Ein zweiter Fehler: Die Ereignisse werden verändert, zum Beispiel darf Emil nicht plötzlich mit Freya schwimmen gehen.
Mini-Quiz
6 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Die Ereignisse
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Lösung: Leerstellen
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Lösung: Ich-Form
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Lösung: Ich habe die Ereignisse beibehalten und Emils Gefühle ergänzt.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Aus der Sicht einer Figur schreibst du in Ich-Form. Die Ereignisse bleiben gleich. Du füllst Leerstellen mit passenden Gefühlen und Gedanken.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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