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Physik

Erneuerbare und nicht erneuerbare Energiequellen

Sonne, Wind und Wasser erneuern sich ständig. Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran sind irgendwann aufgebraucht. Man vergleicht sie mit festen Kriterien.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich kann erneuerbare und nicht erneuerbare Energiequellen nennen und unterscheiden.
  • Ich kann Energiequellen nach Kriterien vergleichen.
  • Ich kann erklären, was die Energiequelle mit dem Klima zu tun hat.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Energieketten und Energieerhaltung

Fast jede Energie, die wir nutzen, stammt aus einer Energiequelle. Man unterscheidet zwei Gruppen. Erneuerbare Energiequellen erneuern sich in kurzer Zeit oder sind praktisch unerschöpflich. Dazu gehören Sonnenstrahlung, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme. Nicht erneuerbare Energiequellen entstanden vor Millionen Jahren. Wir verbrauchen sie schneller, als sie neu entstehen. Dazu gehören die fossilen Brennstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas. Auch Uran für Kernkraftwerke ist nicht erneuerbar. Konventionelle Quellen sind die lange üblichen, meist nicht erneuerbaren Quellen. Regenerative Quellen sind die erneuerbaren. Beide Wörter findest du in Texten zur Energieversorgung. Um Quellen zu vergleichen, braucht man Kriterien. Wichtige Kriterien sind: Ist die Quelle verfügbar, wenn man sie braucht? Wie viel Energie liefert sie auf einer Fläche? Wie viel Kohlenstoffdioxid (CO2) entsteht beim Betrieb? Welche Kosten entstehen? Welche Folgen hat sie für Landschaft und Natur? Eine Quelle ist selten bei allen Kriterien die beste.

Energiequellen im Überblick (CO2-Spalte: nur der Betrieb, ohne Bau und Brennstoffgewinnung).
QuelleGruppeBeispiel für die NutzungCO2 im Betrieb
WinderneuerbarWindkraftanlagekeins
SonneerneuerbarSolarzellen, Solarkollektorkeins
WassererneuerbarLaufwasserkraftwerkkeins
BiomasseerneuerbarHeizkraftwerk mit Holz oder Biogasentsteht, wurde aber vorher von Pflanzen aufgenommen
Kohle, Erdöl, Erdgasnicht erneuerbarKraftwerk, Heizung, Motorviel
Urannicht erneuerbarKernkraftwerkkaum im Betrieb

Zwei Quellen vergleichen

  1. Wir vergleichen Windkraft und Erdgas.
  2. Verfügbarkeit: Gas lässt sich lagern und bei Bedarf verbrennen. Wind weht nicht immer.
  3. CO2 im Betrieb: Windkraft keins, Erdgas entsteht beim Verbrennen.
  4. Vorrat: Wind erneuert sich, Erdgasvorräte sind begrenzt.
  5. Ergebnis: Keine Quelle ist bei allen Kriterien vorn. Das Urteil hängt von den Kriterien ab.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Erneuerbar: Sonne, Wind, Wasser.

Nicht erneuerbar: Kohle, Öl, Gas, Uran.

Vergleichen geht nur mit Kriterien.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Fahrrad mit Beinkraft nutzt deine Energie aus dem Essen. Das Essen wächst jedes Jahr neu. Ein Moped verbrennt Benzin. Benzin kommt aus Erdöl. Erdöl entsteht in Millionen Jahren. Das ist der Unterschied zwischen erneuert und aufgebraucht.

Schritt für Schritt

Du sortierst eine Quelle in zwei Schritten.

  1. Frage: Erneuert sich die Quelle in kurzer Zeit?
  2. Ja: erneuerbar. Nein: nicht erneuerbar.
  3. Frage dann: Wie schneidet sie bei Verfügbarkeit, CO2 und Kosten ab?
  4. Schreibe das Ergebnis in eine Tabelle.

Mit einem Bild erklärt

Quelleerneuerbar?Begründung
Windjaweht immer wieder
Erdgasneinentstand vor Millionen Jahren
Biomassejawächst nach
UranneinVorrat im Boden ist begrenzt

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Welche Quelle ist erneuerbar?
Zeig mir den ersten Schritt

Welche Quelle erneuert sich ständig?

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Lösung: Wasserkraft

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was bedeutet das Wort fossil bei Brennstoffen?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an das Alter von Kohle und Erdöl.

Lösung ansehen

Lösung: Sie entstanden vor Millionen Jahren aus Resten von Lebewesen.

Tipp: Prüfe eine Quelle immer an mehreren Kriterien. Ein einzelnes Kriterium reicht für ein Urteil nicht.

Merksatz: Erneuerbar: erneuert sich in kurzer Zeit. Nicht erneuerbar: Vorrat ist begrenzt (Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran). Vergleich nur mit Kriterien.

Typischer Fehler: Viele denken: erneuerbar heißt ohne jede Folge für die Umwelt. Auch Windräder, Solarfelder und Staudämme brauchen Material und Fläche. Erneuerbar sagt nur, dass sich die Quelle erneuert.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welche Aussage über erneuerbare Quellen stimmt?
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Lösung: Sie erneuern sich, brauchen aber trotzdem Material und Fläche.

Frage 2 Uran ist eine erneuerbare Energiequelle.
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Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 Wozu braucht man Kriterien beim Vergleich von Quellen?
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Lösung: Damit der Vergleich nachvollziehbar und fair ist.

Frage 4 Windkraft gibt beim Betrieb Kohlenstoffdioxid ab.
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Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Erneuerbare Quellen erneuern sich (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme). Nicht erneuerbare sind begrenzt (Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran). Zum Vergleich braucht man Kriterien wie Verfügbarkeit, CO2 und Kosten.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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