Die Ehe als Sakrament: Was die Kirche lehrt
Die katholische Kirche versteht die Ehe als Sakrament. Man kann ihre Lehre beschreiben und mit der staatlichen Ehe vergleichen.
Das lernst du heute
- Ich kann beschreiben, wie die Kirche die Ehe als Sakrament versteht.
- Ich kann die staatliche und die kirchliche Ehe unterscheiden.
- Ich kann biblische Bezüge nennen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Die Firmung feiern: Ablauf und Entscheidung, Sakramente im Lebenslauf
Die Ehe gehört zu den sieben Sakramenten. Die Kirche lehrt: Ein Mann und eine Frau schließen einen Bund auf Lebenszeit. Sie versprechen sich Treue. Christinnen und Christen glauben, dass Gott diesen Bund begleitet und stärkt.
Besonderheit: Die Brautleute spenden einander das Sakrament selbst. Der Priester oder Diakon ist Zeuge für die Kirche. Dazu kommen zwei weitere Zeugen.
Biblische Bezüge (in eigenen Worten):
Genesis 2,18–24: Der Mensch soll nicht allein sein. Gott gibt ihm ein Gegenüber.
Markus 10,6–9: Jesus verweist auf den Anfang der Schöpfung und sagt, was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen.
Johannes 2,1–11: Jesus ist bei einer Hochzeit in Kana. Dort verwandelt er Wasser in Wein.
Die Kirche nennt zwei Eigenschaften: Einheit (Treue zu einem Partner) und Unauflöslichkeit (die Ehe gilt bis zum Tod).
Staat und Kirche: In Deutschland ist die standesamtliche Ehe rechtlich gültig. Die kirchliche Trauung ist eine religiöse Feier. Der Staat schützt Ehe und Familie im Grundgesetz (Artikel 6). Familien sind sehr unterschiedlich. Manche Menschen leben allein, manche mit Partner, manche mit Kindern, manche in anderen Formen.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wer spendet das Sakrament? | die Brautleute einander |
| Wer ist Zeuge? | Priester oder Diakon, dazu zwei weitere Zeugen |
| Zwei Eigenschaften | Einheit und Unauflöslichkeit |
| Rechtlich gültig in Deutschland | die standesamtliche Ehe |
Staat und Kirche unterscheiden
- Frage 1: Welche Trauung ist rechtlich gültig? Die standesamtliche.
- Frage 2: Welche Feier ist ein Sakrament? Die kirchliche Trauung.
- Frage 3: Wer schützt Ehe und Familie? Der Staat durch das Grundgesetz.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Ehe ist ein Sakrament.
Treue gilt bis zum Tod.
Die Brautleute spenden einander das Sakrament.
Ein Beispiel
Zwei Menschen heiraten erst im Standesamt und feiern danach in der Kirche. Das Standesamt gibt die rechtliche Ehe. In der Kirche spenden sich die beiden das Sakrament und erhalten den Segen Gottes.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Schritt 1: Frage: Recht oder Glaube?
- Schritt 2: Ordne zu.
- Schritt 3: Nenne einen Bibelbezug.
Mit einem Bild erklärt
| Ort | Bedeutung |
|---|---|
| Standesamt | rechtlich gültige Ehe |
| Kirche | Sakrament, religiöse Feier |
| Grundgesetz Artikel 6 | Schutz von Ehe und Familie |
Zur Grundlage zurück
- Die Firmung feiern: Ablauf und Entscheidung – Du kennst die Firmung.
- Sakramente im Lebenslauf – Du kennst Sakramente im Lebenslauf.
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Wer sagt das Ja?
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Lösung: die Brautleute einander
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wer bestätigt die Ehe rechtlich?
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Lösung: die standesamtliche
Tipp: Unterscheide: Standesamt für das Recht, Kirche für den Glauben.
Merksatz: Ehe als Sakrament: Bund auf Lebenszeit, Treue, Gott stärkt. Brautleute spenden einander das Sakrament.
Typischer Fehler: Viele denken, der Priester spendet das Sakrament der Ehe. Die Brautleute spenden es sich gegenseitig.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Einheit und Unauflöslichkeit
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Lösung: Johannes 2,1–11
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Lösung: im Grundgesetz, Artikel 6
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Die Kirche versteht die Ehe als Sakrament. Die Brautleute spenden es einander. Rechtlich gilt in Deutschland die standesamtliche Ehe.
Kannst du das schon?
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