Warum Städte schrumpfen
Städte schrumpfen, wenn mehr Menschen gehen als kommen oder mehr sterben als geboren werden. Oft hängt das mit dem Wandel der Wirtschaft zusammen.
Das lernst du heute
- Ich nenne Ursachen des Schrumpfens.
- Ich beschreibe den Kreislauf aus Abwanderung und Leerstand.
- Ich berechne einen negativen Saldo.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Warum Städte wachsen
Nicht alle Städte wachsen. Manche verlieren Einwohner. Das nennt man Schrumpfen.
Ursachen: Wenn Betriebe schließen, verschwinden Arbeitsplätze. Oft steckt ein Strukturwandel dahinter: Alte Branchen schrumpfen, neue entstehen. Im Ruhrgebiet schlossen seit Ende der 1950er-Jahre viele Zechen und später viele Stahlwerke. Dann ziehen vor allem junge Menschen weg, um anderswo Arbeit oder einen Studienplatz zu finden.
Wenn viele Junge gehen, bleiben ältere Menschen zurück. Es werden weniger Kinder geboren. Der natürliche Saldo wird negativ. Eine Gesellschaft, in der viele alt und wenige jung sind, nennt man alternde Gesellschaft.
Dann entsteht manchmal ein Kreislauf: Weniger Menschen bedeuten weniger Kaufkraft und Steuern. Geschäfte schließen, Wohnungen stehen leer, die Stadt kann weniger Angebote bezahlen. Die Stadt wird unattraktiver, und noch mehr Menschen gehen.
Auch das Umland kann Menschen abziehen: Familien bauen ein Haus am Stadtrand oder im Nachbarort. Das nennt man Suburbanisierung.
Schrumpfen ist nicht immer schlecht. Manche Städte nutzen leere Flächen für Grün und neue Ideen.
Den Saldo einer schrumpfenden Stadt berechnen (ausgedachte Stadt)
- Geburten 3 100, Sterbefälle 3 600: natürlicher Saldo = 3 100 − 3 600 = −500.
- Zuzüge 5 200, Fortzüge 6 900: Wanderungssaldo = 5 200 − 6 900 = −1 700.
- Gesamtsaldo = −500 + (−1 700) = −2 200.
- Bei 80 000 Einwohnern bleiben 80 000 − 2 200 = 77 800.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Eine Stadt schrumpft, wenn mehr gehen als kommen.
Oft fehlt Arbeit.
Dann ziehen vor allem Junge weg.
Ein Beispiel
Wenn ein großer Betrieb im Ort schließt, suchen viele Familien Arbeit anderswo. Dann werden Klassen kleiner und Läden leerer.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: Schrumpfen erkennen
- Rechne den natürlichen Saldo.
- Rechne den Wanderungssaldo.
- Addiere beide.
- Ist das Ergebnis negativ, schrumpft die Stadt.
Mit einem Bild erklärt
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| natürlicher Saldo | 3 100 − 3 600 | −500 |
| Wanderungssaldo | 5 200 − 6 900 | −1 700 |
| Gesamtsaldo | −500 + (−1 700) | −2 200 |
Zur Grundlage zurück
- Warum Städte wachsen – Du kennst die Salden von Geburten, Sterbefällen und Wanderung.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Eine Stadt hat 5 200 Zuzüge und 6 900 Fortzüge. Wie groß ist der Wanderungssaldo? Schreibe die Zahl mit Minus.
Zeig mir den ersten Schritt
Ziehe die Fortzüge von den Zuzügen ab.
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Lösung: -1700
5 200 − 6 900 = −1 700.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Natürlicher Saldo: −500. Wanderungssaldo: −1 700. Wie groß ist der Gesamtsaldo? Schreibe die Zahl mit Minus.
Zeig mir den ersten Schritt
Addiere beide Salden. Beide sind negativ.
Lösung ansehen
Lösung: -2200
−500 + (−1 700) = −2 200.
Tipp: Beachte die Vorzeichen: Minus plus Minus bleibt Minus.
Merksatz: Städte schrumpfen durch Abwanderung und einen negativen natürlichen Saldo. Ursachen sind zum Beispiel Strukturwandel und Suburbanisierung.
Typischer Fehler: Viele denken, schrumpfende Städte seien immer „kaputt“. Sie können leere Flächen auch neu nutzen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Der Wandel der Wirtschaft, bei dem alte Branchen schrumpfen und neue entstehen.
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Lösung: junge Erwachsene
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Leerstand und schließende Geschäfte
Geschafft
Schrumpfende Städte verlieren Einwohner durch Abwanderung und Sterbeüberschuss. Strukturwandel kann einen Kreislauf aus Leerstand und sinkenden Angeboten auslösen.
Kannst du das schon?
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