Zentral oder dezentral versorgen
Zentrale Versorgung nutzt große Kraftwerke, dezentrale viele kleine Anlagen nahe bei den Verbrauchern.
Das lernst du heute
- Ich kann beide Versorgungskonzepte beschreiben.
- Ich kann Vor- und Nachteile nennen.
- Ich kann Netzverluste und Eigenversorgung berechnen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Energie speichern
Beim zentralen Konzept erzeugen wenige große Kraftwerke den Strom. Er fließt über lange Leitungen zu den Verbrauchern. Bei einem dezentralen Konzept gibt es viele kleine Anlagen: Solaranlagen auf Dächern, kleine Windräder, Blockheizkraftwerke. Sie sind nah bei den Verbrauchern. Zentrale Anlagen sind effizient im Großen und leicht zu überwachen. Lange Leitungen verlieren aber Energie, und der Ausfall eines Großkraftwerks trifft viele. Dezentrale Anlagen sparen Leitungen, geben Bürgern und Betrieben Eigenständigkeit und verteilen das Risiko. Dafür muss das Netz den schwankenden Ertrag steuern und ausgleichen. Rechenbeispiel: Ein Kraftwerk liefert 1000 MWh und die Leitungen verlieren 5 %. Dann kommen 1000 · 0,95 = 950 MWh an. Ein Haushalt braucht 3000 kWh im Jahr, sein Dach erzeugt 4000 kWh. Es bleiben 4000 − 3000 = 1000 kWh Überschuss.
| zentral | dezentral | |
|---|---|---|
| Anlagen | wenige große | viele kleine |
| Leitungen | lang | kurz |
| Vorteil | effizient im Großen | nah, unabhängiger |
| Nachteil | Verluste, großer Ausfall | Ertrag schwankt, Steuerung nötig |
Netzverlust berechnen
- Gegeben: 1000 MWh, Verlust 5 %.
- Verlust: 1000 · 0,05 = 50 MWh.
- Ankommende Energie: 1000 − 50.
- Ergebnis: 950 MWh.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Zentral: große Kraftwerke.
Dezentral: viele kleine Anlagen.
Beides gemeinsam ist möglich.
Ein Beispiel
Ein Dorf nutzt Solaranlagen und ein kleines Heizwerk. Bei Wolken liefert zusätzlich das große Netz Strom.
Schritt für Schritt
Du bewertest ein Konzept.
- Nenne die Anlagen.
- Prüfe die Leitungslänge.
- Prüfe das Ausfallrisiko.
- Entscheide, was zum Ort passt.
Mit einem Bild erklärt
| Frage | zentral | dezentral |
|---|---|---|
| Lange Leitungen? | ja | nein |
| Viele Anlagen? | nein | ja |
| Ertrag schwankt? | weniger | stärker |
Zur Grundlage zurück
- Energie speichern – Du kennst Speicher und ihre Bedeutung.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Ein Kraftwerk liefert 1000 MWh, die Leitungen verlieren 5 %. Wie viele MWh kommen an?
Zeig mir den ersten Schritt
5 % von 1000 sind 50.
Lösung ansehen
Lösung: 950
1000 − 50 = 950 MWh.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Ein Haushalt braucht 3000 kWh im Jahr. Sein Dach erzeugt 4000 kWh. Wie viele kWh Überschuss gibt es?
Zeig mir den ersten Schritt
Subtrahiere.
Lösung ansehen
Lösung: 1000
4000 − 3000 = 1000 kWh.
Tipp: Vergleiche Konzepte nie nur nach einem Kriterium. Prüfe Kosten, Verluste, Sicherheit und Umwelt zusammen.
Merksatz: Zentral: wenige große Anlagen, lange Leitungen. Dezentral: viele kleine Anlagen, kurze Wege. Beide haben Vor- und Nachteile.
Typischer Fehler: Viele glauben, dezentral sei immer besser. Auch dort braucht man Netze und Speicher.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Kürzere Leitungen und verteiltes Risiko
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Frage 3 Ein Kraftwerk liefert 2000 MWh, die Leitungen verlieren 10 %. Wie viele MWh gehen verloren?
Zeig mir den ersten Schritt
10 % von 2000.
Lösung ansehen
Lösung: 200
2000 · 0,10 = 200 MWh.
Lösung ansehen
Lösung: Viele kleine Anlagen nahe beim Verbraucher
Geschafft
Zentrale und dezentrale Konzepte unterscheiden sich in Anlagen, Leitungen und Risiko. Oft kombiniert man sie.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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