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Deutsch

Mein Eindruck vom Film

Zu jedem Film hast du einen Gesamteindruck. Du lernst, ihn zu beschreiben und mit inhaltlichen und gestalterischen Merkmalen zu begründen.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich kann meinen Gesamteindruck von einem Film beschreiben.
  • Ich kann ihn mit Beobachtungen zu Inhalt, Bild und Ton begründen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Medien und ihre Formen, Wer erzählt? Erzählform und Perspektive

Wenn du einen Film gesehen hast, entsteht ein Gesamteindruck: Er wirkt spannend, traurig, ruhig oder beklemmend. Dieser Eindruck ist subjektiv, aber du kannst ihn begründen. Dafür nutzt du inhaltliche Merkmale (Handlung, Figuren, Thema) und ästhetische Merkmale (Bild, Kamera, Ton, Musik, Schnitt). Gute Formulierungen sind: „Auf mich wirkte der Film …, weil …“ und „Besonders in der Szene … fiel mir auf, dass …“. Wichtig ist, dass du beschreibst, was du siehst und hörst, und erst dann deutest.

Kurzfilm „Der Schlüssel im Regen“ (frei erfunden), Dauer etwa eine Minute. Einstellung 1 (Totale): Ein Hinterhof im Regen. Nora steht klein und allein vor einer Tür. Ton: Regen, ferner Verkehr. Einstellung 2 (Nahaufnahme): Nora ist von Kopf bis Schultern zu sehen. Sie hebt einen Schlüssel, ihre Hand zittert. Ton: Regen, leises Klirren. Einstellung 3 (Großaufnahme): Noras Gesicht, die Augen sehen zur Tür. Ton: Ein tiefer Musikton setzt ein. Einstellung 4 (Untersicht, Halbnahe): Hinter der Glasscheibe erscheint ein älterer Mann, Herr Berg. Ton: Schritte. Einstellung 5 (Detailaufnahme): Der Schlüssel im Schloss. Ton: ein deutliches Klack, die Musik bricht ab. Einstellung 6 (Halbtotale): Die Tür öffnet sich, Licht fällt in den Hof. Herr Berg lächelt. Ton: Der Regen wird leiser, warme Musik.
Ein Kurzfilm in sechs Einstellungen.

Einen Eindruck begründen

  1. Eindruck: Der Film wirkt am Anfang beklemmend, am Ende hoffnungsvoll.
  2. Beobachtung Anfang: Nora steht klein und allein im Regen (E1). Ihre Hand zittert (E2).
  3. Beobachtung Ton: Ein tiefer Musikton setzt ein (E3). Das wirkt bedrohlich.
  4. Beobachtung Ende: Licht fällt in den Hof, Herr Berg lächelt, die Musik wird warm (E6).
  5. Begründung: Auf mich wirkte der Film anfangs beklemmend, weil Nora klein und allein ist und die Musik tief klingt. Am Ende wirkt er hoffnungsvoll, weil Licht und Lächeln die Stimmung wenden.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Wie wirkt der Film auf mich?

Was sehe ich?

Was höre ich?

Darum wirkt er so.

Ein Beispiel

Beispiel

Du sagst: „Der Film war traurig.“ Dein Freund fragt: „Woran hast du das gemerkt?“ Du erzählst von der leisen Musik und dem langen Blick der Figur. So begründest du einen Eindruck.

Schritt für Schritt

Wir begründen einen Eindruck.

  1. Eindruck: Der Anfang wirkt beklemmend.
  2. Frage: Woran erkenne ich das? Nora ist klein im Bild (E1).
  3. Frage: Was höre ich? Regen und einen tiefen Ton (E3).
  4. Begründung: Weil sie klein wirkt und die Musik tief klingt.

Mit einem Bild erklärt

EindruckBeobachtungMerkmal
beklemmendNora steht klein im Hof (E1)Bild
bedrohlichtiefer Musikton (E3)Ton
hoffnungsvollLicht fällt in den Hof, Herr Berg lächelt (E6)Bild und Handlung

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies die Beschreibung. Kurzfilm „Der Schlüssel im Regen“ (frei erfunden), Dauer etwa eine Minute. Einstellung 1 (Totale): Ein Hinterhof im Regen. Nora steht klein und allein vor einer Tür. Ton: Regen, ferner Verkehr. Einstellung 2 (Nahaufnahme): Nora ist von Kopf bis Schultern zu sehen. Sie hebt einen Schlüssel, ihre Hand zittert. Ton: Regen, leises Klirren. Einstellung 3 (Großaufnahme): Noras Gesicht, die Augen sehen zur Tür. Ton: Ein tiefer Musikton setzt ein. Einstellung 4 (Untersicht, Halbnahe): Hinter der Glasscheibe erscheint ein älterer Mann, Herr Berg. Ton: Schritte. Einstellung 5 (Detailaufnahme): Der Schlüssel im Schloss. Ton: ein deutliches Klack, die Musik bricht ab. Einstellung 6 (Halbtotale): Die Tür öffnet sich, Licht fällt in den Hof. Herr Berg lächelt. Ton: Der Regen wird leiser, warme Musik. Welche Beobachtung begründet den Eindruck „Der Anfang wirkt einsam“?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie wirkt Nora im ersten Bild?

Lösung ansehen

Lösung: Nora steht klein und allein im Hof (E1).

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies die Beschreibung. Kurzfilm „Der Schlüssel im Regen“ (frei erfunden), Dauer etwa eine Minute. Einstellung 1 (Totale): Ein Hinterhof im Regen. Nora steht klein und allein vor einer Tür. Ton: Regen, ferner Verkehr. Einstellung 2 (Nahaufnahme): Nora ist von Kopf bis Schultern zu sehen. Sie hebt einen Schlüssel, ihre Hand zittert. Ton: Regen, leises Klirren. Einstellung 3 (Großaufnahme): Noras Gesicht, die Augen sehen zur Tür. Ton: Ein tiefer Musikton setzt ein. Einstellung 4 (Untersicht, Halbnahe): Hinter der Glasscheibe erscheint ein älterer Mann, Herr Berg. Ton: Schritte. Einstellung 5 (Detailaufnahme): Der Schlüssel im Schloss. Ton: ein deutliches Klack, die Musik bricht ab. Einstellung 6 (Halbtotale): Die Tür öffnet sich, Licht fällt in den Hof. Herr Berg lächelt. Ton: Der Regen wird leiser, warme Musik. Welche Formulierung begründet einen Eindruck am besten?
Zeig mir den ersten Schritt

Welcher Satz nennt Eindruck und Grund?

Lösung ansehen

Lösung: Der Anfang wirkte beklemmend, weil ein tiefer Ton einsetzte (E3).

Tipp: Schreibe zuerst drei Beobachtungen auf. Daraus entsteht dein Eindruck.

Merksatz: Eindruck – Beobachtung (Bild, Ton, Handlung) – Begründung. Erst beschreiben, dann deuten.

Typischer Fehler: Viele sagen nur „Der Film war gut“ oder „langweilig“. Das ist ein Urteil ohne Begründung. Besser ist: „Der Film wirkte spannend, weil die Musik immer tiefer wurde.“

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was zählt zu den ästhetischen Merkmalen eines Films?
Lösung ansehen

Lösung: Kamera, Ton und Schnitt

Frage 2 Was gehört zu den inhaltlichen Merkmalen?
Lösung ansehen

Lösung: Handlung und Figuren

Frage 3 Ein Gesamteindruck ist persönlich, aber man kann ihn begründen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 4 Es reicht zu sagen: „Der Film war gut.“
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Dein Gesamteindruck von einem Film ist persönlich. Du begründest ihn mit Beobachtungen zu Inhalt, Bild und Ton.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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