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Deutsch

Kameraperspektive und Kamerabewegung

Von wo die Kamera filmt und wie sie sich bewegt, verändert die Wirkung. Du lernst Perspektiven und Bewegungen zu benennen und zu deuten.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Kameraperspektiven und Kamerabewegungen benennen.
  • Ich kann ihre Wirkung beschreiben.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Echt oder virtuell?

Die Kameraperspektive bestimmt, aus welcher Höhe gefilmt wird. Normalsicht (auf Augenhöhe) wirkt neutral. Untersicht (Kamera blickt von unten nach oben) lässt Personen groß, mächtig oder bedrohlich wirken. Aufsicht (Kamera blickt von oben) lässt sie klein, schwach oder ausgeliefert wirken. Auch die Kamerabewegung hat Wirkung: Ein Schwenk dreht die Kamera auf der Stelle, eine Kamerafahrt bewegt die Kamera durch den Raum, Zoom holt etwas näher. Handkamera wirkt unruhig und nah am Geschehen, ein Stativ ruhig und stabil.

Szene A: Die Kamera blickt von oben auf ein Kind, das allein auf dem Schulhof steht. Das Kind wirkt klein. Szene B: Die Kamera blickt von unten auf einen Lehrer, der in der Tür steht. Er wirkt groß. Szene C: Die Kamera fährt langsam auf Noras Gesicht zu, während sie zuhört. Szene D: Die Kamera wackelt und folgt Nora, die durch den Flur rennt.
Vier Perspektiven und Bewegungen.

Perspektive und Bewegung deuten

  1. Szene A: Blick von oben auf das Kind: Aufsicht. Wirkung: klein, allein, ausgeliefert.
  2. Szene B: Blick von unten auf den Lehrer: Untersicht. Wirkung: groß, mächtig, streng.
  3. Szene C: Die Kamera fährt auf das Gesicht zu: Kamerafahrt. Wirkung: wachsende Aufmerksamkeit.
  4. Szene D: Die Kamera wackelt und folgt Nora: Handkamera. Wirkung: Hektik, Nähe, Anspannung.
  5. Ergebnis: Perspektive und Bewegung steuern, wie wir eine Figur und eine Situation erleben.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Von oben: klein.

Von unten: groß.

Wackelkamera: unruhig.

Fahrt: näher heran.

Ein Beispiel

Beispiel

Wenn dich ein Erwachsener von oben anschaut, fühlst du dich klein. Wenn du von unten zu einem Turm aufblickst, wirkt er riesig. So wirkt auch die Kamera.

Schritt für Schritt

Wir deuten die Szenen A und B.

  1. Szene A: Kamera von oben auf ein Kind.
  2. Wirkung: Das Kind wirkt klein und allein.
  3. Szene B: Kamera von unten auf den Lehrer.
  4. Wirkung: Er wirkt groß und streng.

Mit einem Bild erklärt

MittelBeschreibungMögliche Wirkung
AufsichtKamera blickt von obenklein, schwach
NormalsichtKamera auf Augenhöheneutral
UntersichtKamera blickt von untengroß, mächtig
Handkamerawackelnde Aufnahmeunruhig, nah
KamerafahrtKamera bewegt sich im RaumAnnäherung, Verfolgung

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies die Szenen. Szene A: Die Kamera blickt von oben auf ein Kind, das allein auf dem Schulhof steht. Das Kind wirkt klein. Szene B: Die Kamera blickt von unten auf einen Lehrer, der in der Tür steht. Er wirkt groß. Szene C: Die Kamera fährt langsam auf Noras Gesicht zu, während sie zuhört. Szene D: Die Kamera wackelt und folgt Nora, die durch den Flur rennt. Welche Wirkung hat Szene B (Untersicht)?
Zeig mir den ersten Schritt

Von wo blickt die Kamera?

Lösung ansehen

Lösung: Der Lehrer wirkt groß und mächtig.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies die Szenen. Szene A: Die Kamera blickt von oben auf ein Kind, das allein auf dem Schulhof steht. Das Kind wirkt klein. Szene B: Die Kamera blickt von unten auf einen Lehrer, der in der Tür steht. Er wirkt groß. Szene C: Die Kamera fährt langsam auf Noras Gesicht zu, während sie zuhört. Szene D: Die Kamera wackelt und folgt Nora, die durch den Flur rennt. Welche Wirkung hat die Handkamera in Szene D?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie bewegt sich das Bild?

Lösung ansehen

Lösung: Die Szene wirkt hektisch und nah.

Tipp: Frage dich: Schaue ich zur Figur hinauf, hinab oder auf gleicher Höhe? Und: Bewegt sich die Kamera?

Merksatz: Untersicht: groß, mächtig. Aufsicht: klein, schwach. Normalsicht: neutral. Handkamera: unruhig. Fahrt: Annäherung.

Typischer Fehler: Viele denken, Untersicht heiße immer „böse“. Sie macht eine Figur groß und mächtig, das kann bedrohlich oder bewundernd wirken. Entscheidend ist der Zusammenhang.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Lies die Beschreibung. Einstellung 4 (Untersicht, Halbnahe): Hinter der Glasscheibe erscheint ein älterer Mann, Herr Berg. Ton: Schritte. Welche Wirkung hat die Untersicht auf Herrn Berg?
Lösung ansehen

Lösung: Er wirkt zunächst groß und geheimnisvoll.

Frage 2 Was ist ein Schwenk?
Lösung ansehen

Lösung: Die Kamera dreht sich auf der Stelle.

Frage 3 Aus der Aufsicht wirkt eine Person oft klein oder schwach.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 4 Untersicht bedeutet immer, dass eine Figur böse ist.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Aufsicht, Normalsicht und Untersicht bestimmen, wie eine Figur wirkt. Schwenk, Fahrt, Zoom und Handkamera haben eigene Wirkungen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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