Forschende und ihre Zeit
Die Entdeckung der Radioaktivität und der Kernspaltung hat Physik, Technik und Gesellschaft verändert. Forschende standen dabei oft im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Verantwortung.
Das lernst du heute
- Ich kann wichtige Entdeckungen zeitlich einordnen.
- Ich kann das Wirken von Forschenden beschreiben.
- Ich kann Folgen für Gesellschaft nennen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Kernspaltung und Kettenreaktion
1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die Röntgenstrahlung. 1896 fand Henri Becquerel Strahlung, die von Uransalzen ausgeht. Marie Curie und Pierre Curie entdeckten 1898 die Elemente Polonium und Radium. Marie Curie erhielt zwei Nobelpreise, 1903 für Physik und 1911 für Chemie. Röntgen- und Strahlentechnik veränderten die Medizin schnell. Ende 1938 entdeckten Otto Hahn und Fritz Straßmann in Berlin die Kernspaltung. Lise Meitner hatte Berlin schon im Sommer 1938 verlassen müssen, weil sie wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurde. Sie erklärte die Spaltung gemeinsam mit ihrem Neffen Otto Frisch in Schweden. Hahn erhielt den Nobelpreis für Chemie. Meitner erhielt ihn nicht. Das wird bis heute diskutiert. 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Aus der Entdeckung wurden auch Waffen. Im August 1945 setzten die USA zwei Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ein. Das Leid war sehr groß. Schon 1942 lief in den USA der erste Kernreaktor. Nach dem Krieg begann die friedliche Nutzung der Kernenergie. In den 1950er-Jahren entstanden die ersten Kraftwerke. Nach den Unfällen in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 wuchs der Widerstand in vielen Ländern. Viele Forschende diskutierten ihre Verantwortung für die Folgen ihrer Arbeit.
Zeitlich einordnen
- Gegeben: Becquerel 1896, Spaltung 1938, Tschernobyl 1986.
- Von 1896 bis 1938 vergehen 42 Jahre.
- Von 1938 bis 1986 vergehen 48 Jahre.
- Zwischen Entdeckung der Radioaktivität und Spaltung liegen rund vier Jahrzehnte.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Röntgen fand 1895 eine neue Strahlung.
Becquerel und die Curies erforschten die Radioaktivität.
1938 wurde die Kernspaltung entdeckt.
Ein Beispiel
Ein Handy entstand auch aus vielen kleinen Erfindungen vieler Menschen. So war es auch bei der Kernenergie.
Schritt für Schritt
Du ordnest Ereignisse zeitlich ein.
- Schreibe die Jahreszahlen auf.
- Sortiere von früh nach spät.
- Rechne die Abstände.
- Beschreibe die Folgen.
Mit einem Bild erklärt
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1895 | Röntgenstrahlung |
| 1896 | Becquerel |
| 1898 | Polonium und Radium |
| 1938 | Kernspaltung |
| 1986 | Tschernobyl |
Zur Grundlage zurück
- Kernspaltung und Kettenreaktion – Du kennst die Kernspaltung.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welche Entdeckung gehört zu 1938?
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Lösung: Otto Hahn und Fritz Straßmann
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Wie viele Jahre liegen zwischen Röntgens Entdeckung 1895 und Becquerels Entdeckung 1896?
Zeig mir den ersten Schritt
Subtrahiere 1895 von 1896.
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Lösung: 1
1896 − 1895 = 1 Jahr.
Tipp: Ordne Entdeckungen zuerst auf einer Zeitleiste. Dann siehst du, was Ursache und was Folge war.
Merksatz: Röntgen 1895, Becquerel 1896, Curie 1898, Hahn und Straßmann 1938. Forschung hat gesellschaftliche Folgen.
Typischer Fehler: Viele denken, eine Entdeckung sei das Werk einer einzelnen Person. Meist arbeiten viele zusammen, und die Umstände der Zeit spielen mit.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Sie erklärte die Kernspaltung mit ihrem Neffen Otto Frisch.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Waffen und später auch Kraftwerke zur Stromerzeugung
Frage 4 1986 geschah der Unfall in Tschernobyl, 2011 der in Fukushima. Wie viele Jahre liegen dazwischen?
Zeig mir den ersten Schritt
Subtrahiere 1986 von 2011.
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Lösung: 25
2011 − 1986 = 25 Jahre.
Geschafft
Entdeckungen wie Radioaktivität und Kernspaltung veränderten Medizin, Technik und Politik. Forschende tragen Verantwortung für die Folgen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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