DYS+ Campus ist kostenlos und ohne Werbung. Projekt mit einer Spende unterstützen

Hauswirtschaft

Hunger, Sattsein und das Körperbild

Der Körper meldet, was er braucht. Du lernst Hunger- und Sättigungssignale kennen und erfährst, wie das Bild vom eigenen Körper entsteht.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Hunger und Sattsein beschreiben.
  • Ich kann erklären, was ein Körperbild ist.
  • Ich kann Bilder in Medien kritisch einordnen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Essen in Werbung und sozialen Medien

Der Körper sendet Signale. Hunger zeigt sich zum Beispiel durch ein Gefühl der Leere im Bauch, Magenknurren, Unruhe oder weniger Konzentration. Sattsein zeigt sich dadurch, dass die Lust aufs Essen nachlässt und sich der Bauch angenehm voll anfühlt. Diese Wahrnehmung heißt Körperwahrnehmung. Appetit ist etwas anderes: Er ist die Lust auf ein bestimmtes Essen. Die Signale können durch Ablenkung, Stress oder Gefühle schwächer sein. Das Körperbild ist das Bild, das man vom eigenen Körper im Kopf hat. Dazu gehört auch, wie man den Körper bewertet. Es hängt von Erfahrungen ab, vom Umfeld und von Medien. In Medien sind Bilder oft ausgewählt, bearbeitet oder mit Filtern verändert. Echte Körper sind sehr verschieden. Ein Körper kann viel mehr, als gut auszusehen.

Körpersignale und Appetit.
SignalWoran man es merktWas es bedeutet
HungerLeere im Bauch, Magenknurren, UnruheDer Körper braucht Energie.
SattseinLust aufs Essen lässt nach, Bauch fühlt sich angenehm voll anDer Körper hat genug.
AppetitLust auf ein bestimmtes EssenDas ist nicht unbedingt ein Zeichen von Hunger.

Ein Bild kritisch ansehen

  1. Beispiel: Ein Bild in einem Medium zeigt einen sehr glatten, perfekten Körper.
  2. Frage: Wurde das Bild ausgewählt oder bearbeitet?
  3. Oft ja: durch Licht, Pose, Filter oder Bearbeitung.
  4. Ergebnis: Das Bild zeigt nicht, wie Menschen im Alltag aussehen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Der Körper meldet Hunger.

Er meldet auch Sattsein.

Bilder in Medien sind oft bearbeitet.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Foto kann mit einem Filter ganz anders aussehen als das Original. So ist es auch mit vielen Körperbildern in Medien.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Lies das Signal.
  2. Ordne es zu: Hunger, Sattsein oder Appetit.
  3. Prüfe bei Bildern: bearbeitet?
  4. Nenne das Ergebnis.

Mit einem Bild erklärt

SchrittWas du tust
1Lies das Signal.
2Ordne es zu: Hunger, Sattsein oder Appetit.
3Prüfe bei Bildern: bearbeitet?
4Nenne das Ergebnis.

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist ein typisches Zeichen für Hunger?
Lösung ansehen

Lösung: Magenknurren

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was bedeutet Körperbild?
Lösung ansehen

Lösung: Das Bild, das man vom eigenen Körper im Kopf hat

Tipp: Prüfe bei Bildern in Medien: Wer hat sie gemacht, und wurde etwas verändert?

Merksatz: Hunger und Sattsein sind Signale des Körpers. Das Körperbild entsteht im Kopf. Es wird von Medien und Umfeld beeinflusst.

Typischer Fehler: Viele halten bearbeitete Bilder für echt. Dadurch entstehen unrealistische Erwartungen an den Körper.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was unterscheidet Appetit von Hunger?
Lösung ansehen

Lösung: Appetit ist die Lust auf ein bestimmtes Essen

Frage 2 Bilder in Medien sind immer unverändert.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 Wovon hängt das Körperbild ab?
Lösung ansehen

Lösung: Von Erfahrungen, Umfeld und Medien

Frage 4 Ein Körper ist nur dann wertvoll, wenn er einem Idealbild gleicht.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Der Körper meldet, was er braucht. Du lernst Hunger- und Sättigungssignale kennen und erfährst, wie das Bild vom eigenen Körper entsteht.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Energie, Körpergefühl und Essstörungen

Kurz erklärt, 52 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

PDF, 425 KB

Übungsheft herunterladen (PDF, 425 KB)

Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen