Hilfe finden – für sich und für andere
Hilfe zu suchen ist ein mutiger Schritt. Du lernst, wo es Hilfe gibt und wie du jemandem hilfst, um den du dir Sorgen machst.
Das lernst du heute
- Ich kann Anlaufstellen nennen.
- Ich weiß, wie ich ein hilfreiches Gespräch beginne.
- Ich weiß, was ich besser nicht sage.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Ursachen und Folgen von Essstörungen
Es gibt viele Wege, Hilfe zu finden. Du kannst mit einer Vertrauensperson sprechen, zum Beispiel mit Eltern, einer Lehrkraft, einer guten Freundin oder einem guten Freund. Auch die Hausarztpraxis, die Schulsozialarbeit und Beratungsstellen für Essstörungen helfen. Das Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ erreichst du kostenlos unter 116 111. Dort kannst du anonym sprechen. Speziell zu Essstörungen berät das Infotelefon des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter 0221 892031 (Kosten wie ein Anruf nach Köln). Wenn du dir um andere Sorgen machst, sprich sie ruhig und unter vier Augen an. Sprich von dir: „Ich mache mir Sorgen um dich.“ Beschreibe, was dir aufgefallen ist, ohne zu urteilen. Mache keine Kommentare zum Aussehen oder zum Essen. Mache keinen Druck. Biete an, zuzuhören und gemeinsam eine erwachsene Person zu suchen. Bei akuter Gefahr rufst du den Notruf 112. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche.
| Anlaufstelle | Was sie bietet |
|---|---|
| Vertrauensperson | zuhören, unterstützen, Wege zeigen |
| Hausarztpraxis | Untersuchung, Überweisung zur Behandlung |
| Schulsozialarbeit | vertrauliche Gespräche in der Schule |
| Beratungsstelle für Essstörungen | Beratung durch Fachleute |
| Nummer gegen Kummer, 116 111 | kostenlos und anonym sprechen |
| Infotelefon Essstörungen, 0221 892031 | Beratung zu Essstörungen, auch für Angehörige |
Ein Gespräch beginnen
- Situation: Tom fällt auf, dass Jana oft nicht mit zum Mittagessen kommt.
- Er wartet auf einen ruhigen Moment, ohne andere dabei.
- Er sagt: „Ich habe bemerkt, dass du seltener dabei bist. Ich mache mir Sorgen um dich.“
- Er bietet an, zuzuhören, und urteilt nicht.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Es gibt viele Anlaufstellen.
Sprich ruhig und ohne zu urteilen.
Hole Erwachsene dazu.
Ein Beispiel
Wenn ein Freund Zahnschmerzen hat, hilfst du ihm, zur Zahnärztin zu gehen. Hier hilfst du, Fachleute zu finden.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Wähle einen ruhigen Moment.
- Sprich von deiner Sorge.
- Höre zu, ohne zu urteilen.
- Hole eine erwachsene Person dazu.
Mit einem Bild erklärt
| Schritt | Was du tust |
|---|---|
| 1 | Wähle einen ruhigen Moment. |
| 2 | Sprich von deiner Sorge. |
| 3 | Höre zu, ohne zu urteilen. |
| 4 | Hole eine erwachsene Person dazu. |
Zur Grundlage zurück
- Ursachen und Folgen von Essstörungen – Du kennst Ursachen und Folgen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
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Lösung: Unter der Nummer 116 111
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
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Lösung: „Ich mache mir Sorgen um dich.“
Tipp: Du musst nicht alles lösen. Es reicht, zuzuhören und eine erwachsene Person einzubeziehen.
Merksatz: Hilfe gibt es bei Vertrauenspersonen, Hausarztpraxis, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen und bei der Nummer gegen Kummer, 116 111. Bei Sorge um andere hilft ein ruhiges, urteilsfreies Gespräch.
Typischer Fehler: Viele wollen helfen und sprechen über Aussehen oder Essen. Das kann verletzen. Besser ist es, über die eigene Sorge zu sprechen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: An die Schulsozialarbeit
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Bei akuter Gefahr
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Hilfe zu suchen ist ein mutiger Schritt. Du lernst, wo es Hilfe gibt und wie du jemandem hilfst, um den du dir Sorgen machst.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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