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Geschichte

Die friedliche Revolution in der DDR

Im Herbst 1989 gingen in der DDR immer mehr Menschen auf die Straße. Sie forderten Freiheit, Reisen und freie Wahlen. Ein blutiges Eingreifen der Führung blieb aus.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich nenne Ursachen der friedlichen Revolution.
  • Ich beschreibe, wer die Revolution trug.
  • Ich erkläre, warum die Führung nicht mit Gewalt eingriff.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Umbrüche in Mittel- und Osteuropa

Die DDR war eine Diktatur. Die Staatspartei SED bestimmte allein. Wer die Partei kritisierte, musste mit Überwachung und Strafen rechnen. Das „Ministerium für Staatssicherheit“, kurz Stasi, beobachtete viele Menschen. Reisen in den Westen waren kaum möglich. Dazu kamen Mangel an Waren und eine kaputte Umwelt.

Im Mai 1989 fälschte die Führung die Ergebnisse der Kommunalwahlen. Viele Menschen merkten das und waren empört. Im Sommer 1989 flohen Tausende über Ungarn in den Westen. Andere suchten Zuflucht in den Botschaften der Bundesrepublik, etwa in Prag. Am 30. September durften die Menschen in der Prager Botschaft ausreisen. Wer blieb, forderte Veränderungen.

Getragen wurde die Bewegung von Bürgerinnen und Bürgern. Kirchen boten Räume für „Friedensgebete“. Gruppen wie das „Neue Forum“ gründeten sich im September 1989. In Leipzig demonstrierten ab September jeden Montag Menschen nach dem Friedensgebet. Sie riefen „Wir sind das Volk“. Am 9. Oktober 1989 kamen etwa 70 000 Menschen. Viele rechneten mit einem Einsatz von Gewalt. Er blieb aus. Damit war die Angst gebrochen.

Am 18. Oktober trat Erich Honecker zurück. Sein Nachfolger Egon Krenz konnte die Lage nicht mehr beherrschen. Am 4. November gingen in Berlin mehrere Hunderttausend Menschen auf die Straße.

Ursachen und Träger.
UrsachenTräger der Bewegung
Diktatur, Überwachung durch die StasiBürgerrechtsgruppen wie das „Neue Forum“
Reiseverbot, Mangel an WarenKirchen mit Friedensgebeten
Wahlfälschung im Mai 1989Demonstrierende in Leipzig und anderen Städten
Flucht über Ungarn und BotschaftenMenschen, die ausreisen wollten oder blieben

Die Montagsdemonstrationen verstehen

  1. Wir lesen: Nach dem Friedensgebet zogen Menschen durch Leipzig.
  2. Wir fragen: Warum war der 9. Oktober so wichtig?
  3. Viele hatten Angst vor Gewalt. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein.
  4. Wir urteilen: Dadurch verloren die Machthaber ihre Abschreckung.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Die DDR war eine Diktatur.

Menschen wollten Freiheit.

Sie gingen friedlich auf die Straße.

Die Führung gab nach.

Ein Beispiel

Beispiel

Wenn viele Menschen eine Regel nicht mehr befolgen und nichts passiert, ändert sich die Lage schnell. So war es 1989: Je mehr Menschen demonstrierten, desto weniger traute sich die Führung, einzugreifen.

Schritt für Schritt

Der Weg im Herbst 1989

  1. Mai: Wahlfälschung.
  2. Sommer: Flucht über Ungarn.
  3. Herbst: Montagsdemonstrationen, Gründung des „Neuen Forums“.
  4. 18. Oktober: Honecker tritt zurück.
  5. 4. November: große Demonstration in Berlin.

Mit einem Bild erklärt

Mai 1989WahlfälschungSept. 1989Neues ForumOkt. 1989LeipzigNov. 1989Berlin

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Was bedeutete der Ruf „Wir sind das Volk“?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an Mitsprache und Freiheit.

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Lösung: Die Demonstrierenden forderten Mitsprache.

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Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Die Stasi überwachte viele Menschen in der DDR.
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Lösung: Stimmt

Tipp: Unterscheide: Fliehen (die DDR verlassen) und Bleiben (die DDR verändern wollen). Beides gehörte zum Herbst 1989.

Merksatz: Die friedliche Revolution wurde von mutigen Bürgerinnen und Bürgern getragen. Sie forderten Freiheit und demonstrierten ohne Gewalt.

Typischer Fehler: Viele denken, die Mauer sei ohne Vorgeschichte gefallen. Der Mauerfall war das Ergebnis von Monaten voller Proteste.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welche Stadt war ein Zentrum der Montagsdemonstrationen?
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Lösung: Leipzig

Frage 2 Wer trat am 18. Oktober 1989 zurück?
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Lösung: Erich Honecker

Frage 3 Die Demonstrationen im Herbst 1989 verliefen weitgehend gewaltfrei.
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Lösung: Stimmt

Frage 4 Was gehörte zu den Ursachen der friedlichen Revolution?
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Lösung: Wahlfälschung und fehlende Freiheiten

Geschafft

Im Herbst 1989 protestierten immer mehr Menschen in der DDR. Sie blieben friedlich, und die Führung schlug die Proteste nicht nieder. Honecker trat zurück.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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