Sinngemäß wiedergeben
Beim sinngemäßen Wiedergeben sagst du den Inhalt in eigenen Worten. Die Quelle nennst du trotzdem.
Das lernst du heute
- Ich kann einen Absatz in eigenen Worten wiedergeben.
- Ich kann Wiedergabeverben nutzen.
- Ich kann den Beleg mit „vgl.“ kennzeichnen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Informationen für den eigenen Text nutzen
Du musst nicht immer wörtlich zitieren. Oft gibst du den Inhalt in eigenen Worten wieder. Das nennt man sinngemäß wiedergeben oder paraphrasieren. Der Sinn bleibt gleich, aber die Formulierung ist deine. Du lässt Nebensächliches weg und fasst Wichtiges kurz zusammen. Auch hier nennst du die Quelle. Hinter die Wiedergabe schreibst du „vgl.“ und die Fundstelle, zum Beispiel (vgl. Berg 2019, S. 12). „Vgl.“ heißt „vergleiche“. Wer fremde Gedanken ohne Quelle als eigene ausgibt, begeht ein Plagiat, also einen Textdiebstahl. Gute Verben für die Wiedergabe sind: schreibt, erklärt, betont, zeigt, nennt.
| Wörtlich zitieren | Sinngemäß wiedergeben | |
|---|---|---|
| Wortlaut | genau wie im Text | in eigenen Worten |
| Zeichen | Anführungszeichen | keine Anführungszeichen |
| Beleg | (S. 12) | (vgl. Berg 2019, S. 12) |
| Wann? | wenn der Wortlaut wichtig ist | wenn der Inhalt wichtig ist |
Einen Satz umformulieren
- Original (S. 12): „Der Teich am Rand des Dorfes trocknet im Sommer fast aus.“
- Schritt 1: Verstehe den Sinn. Im Sommer ist der Teich fast leer.
- Schritt 2: Formuliere neu, ohne die Wörter abzuschreiben.
- Wiedergabe: Berg beschreibt, dass dem Teich im Sommer fast das ganze Wasser fehlt (vgl. Berg 2019, S. 12).
- Schritt 3: Prüfe: Sinn gleich? Eigene Worte? Quelle genannt?
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Wiedergabe heißt: mit eigenen Worten sagen.
Den Sinn nicht ändern.
Quelle mit „vgl.“ nennen.
Ein Beispiel
Du erzählst einer Freundin den Inhalt eines Films. Du benutzt eigene Worte und sagst, wie er heißt. Genau das machst du hier mit Texten.
Schritt für Schritt
Wir geben einen Satz wieder.
- Lies den Satz und verstehe ihn.
- Notiere drei Stichwörter.
- Schreibe aus den Stichwörtern einen eigenen Satz.
- Setze „vgl.“ und die Fundstelle dahinter.
Mit einem Bild erklärt
| Original | Wiedergabe |
|---|---|
| „Der Teich am Rand des Dorfes trocknet im Sommer fast aus.“ | Im Sommer fehlt dem Teich fast das ganze Wasser (vgl. Berg 2019, S. 12). |
Zur Grundlage zurück
- Informationen für den eigenen Text nutzen – Du kannst schon Informationen für eigene Texte nutzen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Prüfe: Eigene Worte? Gleicher Sinn? Quelle?
Lösung ansehen
Lösung: Im Sommer fehlt dem Teich fast das ganze Wasser (vgl. Berg 2019, S. 12).
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Welches Wort mit v passt zu einem Beleg?
Lösung ansehen
Lösung: vergleiche
Tipp: Lege das Buch weg und schreibe aus dem Kopf. Prüfe danach, ob der Sinn stimmt.
Merksatz: Sinngemäß wiedergeben: eigene Worte, gleicher Sinn, Quelle mit „vgl.“.
Typischer Fehler: Viele tauschen nur einzelne Wörter aus. Eine Wiedergabe braucht auch einen eigenen Satzbau.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Fremde Gedanken oder Texte als eigene ausgeben.
Lösung ansehen
Lösung: betont
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Beim sinngemäßen Wiedergeben nutzt du eigene Worte und nennst trotzdem die Quelle mit „vgl.“. Ohne Quelle liegt ein Plagiat vor.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Zitieren und Quellen angeben
Kurz erklärt, 42 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen