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Deutsch

Körpersprache und Tonfall deuten

Wir sprechen nicht nur mit Worten. Haltung, Gesicht und Stimme erzählen mit. Du lernst, sie zu deuten, ohne vorschnell zu urteilen.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann verbale, nonverbale und paraverbale Signale unterscheiden.
  • Ich kann Signale vorsichtig deuten und durch Nachfragen prüfen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Körpersprache verstehen

Verbal ist alles, was in Worten gesagt wird. Nonverbal sind Zeichen ohne Worte: Mimik (Gesicht), Gestik (Hände), Haltung und Blick. Paraverbal nennt man alles an der Stimme: Lautstärke, Tempo, Betonung, Pausen und Tonfall. Oft passen Worte und Zeichen zusammen. Manchmal widersprechen sie sich. Dann glauben Empfänger meist den Zeichen. Wichtig: Eine Deutung ist nur eine Vermutung. Sie muss nicht stimmen.

Lea sagt: „Klar, mach ruhig.“ Dabei verdreht sie die Augen, spricht leise und zieht das Wort „ruhig“ in die Länge. Ihre Arme sind vor der Brust verschränkt. Sie sieht aus dem Fenster.
Wort und Körper sagen nicht dasselbe.

Die Signale ordnen und deuten

  1. Verbal: „Klar, mach ruhig.“ Das klingt wie eine Erlaubnis.
  2. Paraverbal: Sie spricht leise und zieht das Wort „ruhig“ in die Länge.
  3. Nonverbal: Augen verdrehen, Arme verschränkt, Blick zum Fenster.
  4. Deutung: Die Zeichen widersprechen den Worten. Lea ist vermutlich nicht einverstanden oder genervt.
  5. Prüfen: Man kann nachfragen: „Ist das wirklich okay für dich?“

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Worte: verbal.

Stimme: paraverbal.

Körper: nonverbal.

Nur vermuten, dann nachfragen.

Ein Beispiel

Beispiel

Dein Freund sagt „Mir geht es gut“ mit leiser Stimme und gesenktem Blick. Du ahnst, dass etwas nicht stimmt. Du hast Worte und Zeichen verglichen.

Schritt für Schritt

Wir ordnen die Signale von Lea.

  1. Verbal: „Klar, mach ruhig.“
  2. Paraverbal: leise, gedehnt.
  3. Nonverbal: Augen verdrehen, Arme verschränkt.
  4. Deutung: vermutlich Unmut. Prüfung: nachfragen.

Mit einem Bild erklärt

ArtBeispiel aus der SzeneHinweis auf
verbal„Klar, mach ruhig.“scheinbar Zustimmung
paraverballeise, gedehntZweifel oder Ärger
nonverbalAugen verdrehen, Arme verschränktAblehnung oder Frust

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies die Szene. Lea sagt: „Klar, mach ruhig.“ Dabei verdreht sie die Augen, spricht leise und zieht das Wort „ruhig“ in die Länge. Ihre Arme sind vor der Brust verschränkt. Sie sieht aus dem Fenster. Was gehört zu den paraverbalen Signalen?
Zeig mir den ersten Schritt

Paraverbal betrifft die Stimme, nicht den Körper.

Lösung ansehen

Lösung: leise sprechen und das Wort „ruhig“ dehnen

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies die Szene. Lea sagt: „Klar, mach ruhig.“ Dabei verdreht sie die Augen, spricht leise und zieht das Wort „ruhig“ in die Länge. Ihre Arme sind vor der Brust verschränkt. Sie sieht aus dem Fenster. Wie sicher ist die Deutung, dass Lea verärgert ist?
Zeig mir den ersten Schritt

Gibt es Hinweise? Gibt es einen Beweis?

Lösung ansehen

Lösung: Sie ist eine begründete Vermutung, die man prüfen sollte.

Tipp: Achte auf den Widerspruch: Passen Worte, Stimme und Körper zusammen?

Merksatz: Verbal = Worte. Paraverbal = Stimme. Nonverbal = Körper. Deuten heißt vermuten und nachfragen.

Typischer Fehler: Viele lesen Körpersprache wie ein Wörterbuch: „Verschränkte Arme bedeuten Ablehnung.“ Das stimmt nicht immer. Vielleicht friert die Person nur. Eine einzelne Geste beweist wenig.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wie nennt man Mimik und Gestik zusammen?
Lösung ansehen

Lösung: nonverbale Signale

Frage 2 Was ist am besten, wenn Worte und Körpersprache nicht zusammenpassen?
Lösung ansehen

Lösung: freundlich nachfragen

Frage 3 Verschränkte Arme bedeuten immer Ablehnung.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Die Stimme kann etwas über die Stimmung verraten.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Verbale, paraverbale und nonverbale Signale gehören zusammen. Widersprechen sie sich, ist das ein Hinweis. Eine Deutung bleibt eine Vermutung und wird durch Nachfragen geprüft.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Kommunikation verstehen

Kurz erklärt, 45 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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