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Kunst

Präsentationen beurteilen: Passt sie zu Ort und Publikum?

Präsentationen kann man mit Kriterien beurteilen: Kontext, Adressat, Auswahl, Anordnung, Verständlichkeit, Zugänglichkeit und Rechte.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich kann eine Präsentation mit Kriterien beurteilen.
  • Ich kann ein Urteil begründen.
  • Ich kann einen Verbesserungsvorschlag machen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wozu Bilder gemacht werden: vier Funktionen

Eine gute Präsentation lässt sich prüfen. Dafür brauchst du Kriterien.

1. Kontext: Passt die Präsentation zu Ort und Anlass?
2. Adressat: Passt sie zu den Menschen, die zuschauen?
3. Auswahl und Anordnung: Sind die Werke sinnvoll gewählt und geordnet?
4. Verständlichkeit: Sind Texte kurz, klar und gut lesbar?
5. Zugänglichkeit: Können alle sie nutzen? Gibt es Alt-Text, Kontrast, Platz im Raum?
6. Rechte: Sind Quellen genannt, Personen gefragt?

Dein Urteil hat drei Teile: Aussage, Beleg, Begründung. Zum Beispiel: Die Ausstellung passt zum Schulflur, weil die Bilder groß sind und die Texte kurz. Menschen sehen sie im Vorbeigehen.

Zum Schluss kommt ein Verbesserungsvorschlag. Er sagt, was man ändern könnte. So wird aus Kritik eine Hilfe.

KriteriumFrageHinweis für das Urteil
KontextPassen Ort und Anlass?Größe, Licht, Zeit
AdressatPasst es zum Publikum?Alter, Vorwissen
AuswahlSinnvoll ausgewählt und geordnet?roter Faden
VerständlichkeitTexte klar und lesbar?kurz, groß, kontrastreich
ZugänglichkeitKönnen alle es nutzen?Alt-Text, Platz
RechteQuellen und Einwilligung?Namen, Fundorte

Ein ausgedachtes Beispiel beurteilen

  1. Beispiel: Eine Online-Galerie mit 40 Bildern, kleiner grauer Schrift und ohne Alt-Texte.
  2. Kontext: passt, denn am Bildschirm schaut man in Ruhe.
  3. Verständlichkeit: schwach, denn die Schrift ist klein und kontrastarm. Zugänglichkeit: fehlt, denn es gibt keine Alt-Texte.
  4. Verbesserung: weniger Bilder, größere Schrift, Alt-Texte ergänzen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Kriterium wählen.

Beleg nennen.

Begründen und verbessern.

Ein Beispiel

Beispiel

Es ist wie bei einem Gutachten für ein Haus: Du prüfst Dach, Wände und Türen. Dann sagst du, was gut ist und was besser werden kann.

Schritt für Schritt

So schreibst du ein Urteil.

  1. Kriterium wählen.
  2. Beleg aus der Präsentation nennen.
  3. Mit „weil“ begründen.
  4. Eine Verbesserung vorschlagen.

Mit einem Bild erklärt

TeilBeispiel
AussageDie Galerie ist gut aufgebaut.
BelegDie Bilder sind in Gruppen geordnet.
BegründungDadurch findet man schnell, was man sucht.
VerbesserungAlt-Texte ergänzen.

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Welche Frage prüft den Kontext?
Zeig mir den ersten Schritt

Kontext heißt Ort, Anlass und Zeit.

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Lösung: Passt die Präsentation zu Ort und Anlass?

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Welcher Satz ist ein begründetes Urteil?
Zeig mir den ersten Schritt

Suche das Wort „weil“ und einen Beleg.

Lösung ansehen

Lösung: Die Ausstellung ist gut lesbar, weil die Schrift groß ist und der Kontrast stimmt.

Tipp: Beginne mit etwas, das gut gelingt, und nenne danach, was besser sein könnte.

Merksatz: Beurteilen heißt: Kriterien anlegen, mit Belegen begründen und Verbesserungen vorschlagen.

Typischer Fehler: Man schreibt nur „gefällt mir“. Das ist Geschmack. Ein Urteil nennt Kriterium, Beleg und Begründung.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was gehört zu einem guten Verbesserungsvorschlag?
Lösung ansehen

Lösung: Er sagt konkret, was geändert werden kann.

Frage 2 Zugänglichkeit ist ein Kriterium für Präsentationen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Ein Urteil braucht keinen Beleg.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Was prüft das Kriterium „Rechte“?
Lösung ansehen

Lösung: Quellen und Einwilligungen

Geschafft

Eine Präsentation beurteilt man nach Kontext, Adressat, Auswahl, Verständlichkeit, Zugänglichkeit und Rechten. Das Urteil braucht Belege und einen Verbesserungsvorschlag.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Kunst präsentieren: analog und digital

Kurz erklärt, 39 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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