Präsentationen beurteilen: Passt sie zu Ort und Publikum?
Präsentationen kann man mit Kriterien beurteilen: Kontext, Adressat, Auswahl, Anordnung, Verständlichkeit, Zugänglichkeit und Rechte.
Das lernst du heute
- Ich kann eine Präsentation mit Kriterien beurteilen.
- Ich kann ein Urteil begründen.
- Ich kann einen Verbesserungsvorschlag machen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wozu Bilder gemacht werden: vier Funktionen
Eine gute Präsentation lässt sich prüfen. Dafür brauchst du Kriterien.
1. Kontext: Passt die Präsentation zu Ort und Anlass?
2. Adressat: Passt sie zu den Menschen, die zuschauen?
3. Auswahl und Anordnung: Sind die Werke sinnvoll gewählt und geordnet?
4. Verständlichkeit: Sind Texte kurz, klar und gut lesbar?
5. Zugänglichkeit: Können alle sie nutzen? Gibt es Alt-Text, Kontrast, Platz im Raum?
6. Rechte: Sind Quellen genannt, Personen gefragt?
Dein Urteil hat drei Teile: Aussage, Beleg, Begründung. Zum Beispiel: Die Ausstellung passt zum Schulflur, weil die Bilder groß sind und die Texte kurz. Menschen sehen sie im Vorbeigehen.
Zum Schluss kommt ein Verbesserungsvorschlag. Er sagt, was man ändern könnte. So wird aus Kritik eine Hilfe.
| Kriterium | Frage | Hinweis für das Urteil |
|---|---|---|
| Kontext | Passen Ort und Anlass? | Größe, Licht, Zeit |
| Adressat | Passt es zum Publikum? | Alter, Vorwissen |
| Auswahl | Sinnvoll ausgewählt und geordnet? | roter Faden |
| Verständlichkeit | Texte klar und lesbar? | kurz, groß, kontrastreich |
| Zugänglichkeit | Können alle es nutzen? | Alt-Text, Platz |
| Rechte | Quellen und Einwilligung? | Namen, Fundorte |
Ein ausgedachtes Beispiel beurteilen
- Beispiel: Eine Online-Galerie mit 40 Bildern, kleiner grauer Schrift und ohne Alt-Texte.
- Kontext: passt, denn am Bildschirm schaut man in Ruhe.
- Verständlichkeit: schwach, denn die Schrift ist klein und kontrastarm. Zugänglichkeit: fehlt, denn es gibt keine Alt-Texte.
- Verbesserung: weniger Bilder, größere Schrift, Alt-Texte ergänzen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Kriterium wählen.
Beleg nennen.
Begründen und verbessern.
Ein Beispiel
Es ist wie bei einem Gutachten für ein Haus: Du prüfst Dach, Wände und Türen. Dann sagst du, was gut ist und was besser werden kann.
Schritt für Schritt
So schreibst du ein Urteil.
- Kriterium wählen.
- Beleg aus der Präsentation nennen.
- Mit „weil“ begründen.
- Eine Verbesserung vorschlagen.
Mit einem Bild erklärt
| Teil | Beispiel |
|---|---|
| Aussage | Die Galerie ist gut aufgebaut. |
| Beleg | Die Bilder sind in Gruppen geordnet. |
| Begründung | Dadurch findet man schnell, was man sucht. |
| Verbesserung | Alt-Texte ergänzen. |
Zur Grundlage zurück
- Wozu Bilder gemacht werden: vier Funktionen – Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Kontext heißt Ort, Anlass und Zeit.
Lösung ansehen
Lösung: Passt die Präsentation zu Ort und Anlass?
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Suche das Wort „weil“ und einen Beleg.
Lösung ansehen
Lösung: Die Ausstellung ist gut lesbar, weil die Schrift groß ist und der Kontrast stimmt.
Tipp: Beginne mit etwas, das gut gelingt, und nenne danach, was besser sein könnte.
Merksatz: Beurteilen heißt: Kriterien anlegen, mit Belegen begründen und Verbesserungen vorschlagen.
Typischer Fehler: Man schreibt nur „gefällt mir“. Das ist Geschmack. Ein Urteil nennt Kriterium, Beleg und Begründung.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Er sagt konkret, was geändert werden kann.
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Lösung ansehen
Lösung: Quellen und Einwilligungen
Geschafft
Eine Präsentation beurteilt man nach Kontext, Adressat, Auswahl, Verständlichkeit, Zugänglichkeit und Rechten. Das Urteil braucht Belege und einen Verbesserungsvorschlag.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Kunst präsentieren: analog und digital
Kurz erklärt, 39 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen