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Geschichte

Soziale Marktwirtschaft und Planwirtschaft

In der Bundesrepublik und in der DDR gab es verschiedene Wirtschaftsordnungen. Sie prägten das Leben der Menschen.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich erkläre soziale Marktwirtschaft und Planwirtschaft.
  • Ich beschreibe Folgen für das Leben der Menschen.
  • Ich vergleiche beide Ordnungen mit Kriterien.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: 1949: Zwei Staaten in West- und Ostbündnissen

In der Bundesrepublik galt die soziale Marktwirtschaft. Unternehmen sind privat. Sie stehen im Wettbewerb und entscheiden, was sie herstellen. Der Staat setzt Regeln und sorgt für sozialen Ausgleich, zum Beispiel durch Sozialversicherungen. In den 1950er-Jahren wuchs die Wirtschaft sehr schnell. Man sprach vom „Wirtschaftswunder“. Es gab viele Arbeitsplätze. Viele Familien kauften sich einen Kühlschrank, einen Fernseher und später ein Auto. Weil Arbeitskräfte fehlten, kamen ab 1955 Menschen aus anderen Ländern zum Arbeiten. Man nannte sie „Gastarbeiter“. Viele von ihnen blieben für immer. Nicht alle profitierten gleich. Es gab auch Armut.

In der DDR galt die Planwirtschaft. Die meisten Betriebe gehörten dem Staat. Eine staatliche Stelle legte in Plänen fest, was hergestellt wurde und wie viel. Mieten, Brot und viele Grundnahrungsmittel waren billig, weil der Staat einen großen Teil der Kosten übernahm. Dafür fehlten oft einzelne Waren. Auf manche Dinge, etwa ein Auto, musste man viele Jahre warten.

Am 17. Juni 1953 protestierten in der DDR viele Arbeiter gegen höhere Arbeitsvorgaben und forderten freie Wahlen. Der Aufstand wurde mit sowjetischen Panzern niedergeschlagen.

Die Unterschiede zeigten sich im Alltag: Der Lebensstandard war in der Bundesrepublik meist höher. In der DDR waren Arbeitsplatz und Grundversorgung sicher, aber die Auswahl war kleiner.

Zwei Wirtschaftsordnungen.
Soziale Marktwirtschaft (BRD)Planwirtschaft (DDR)
Wer entscheidet?Unternehmen und Verbraucher, Staat setzt RegelnStaat durch Pläne
Eigentummeist privatmeist staatlich
Preisedurch Angebot und Nachfragevom Staat festgelegt
Alltaggroße Auswahl, Wettbewerbbillige Grundversorgung, oft Mangel

Beide Ordnungen vergleichen

  1. Wir sammeln Merkmale in der Tabelle.
  2. Wir fragen: Wer entscheidet über Produktion und Preise?
  3. Wir nennen je einen Vorteil und einen Nachteil.
  4. Wir urteilen: Beide Ordnungen hatten Stärken und Schwächen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Im Westen: Betriebe sind privat.

Im Osten: Der Staat plant.

Das verändert das Leben.

Ein Beispiel

Beispiel

In der Marktwirtschaft entscheidest du mit, was du kaufst und welche Läden bestehen bleiben. In der Planwirtschaft legt eine Stelle vorher fest, was die Läden haben.

Schritt für Schritt

Wir vergleichen

  1. Wir nennen die zwei Ordnungen.
  2. Wir ordnen zu: Wer entscheidet?
  3. Wir nennen Folgen für den Alltag.
  4. Wir fassen zusammen.

Mit einem Bild erklärt

MerkmalBRDDDR
Betriebeprivatstaatlich
PreiseAngebot und Nachfragestaatlich festgelegt
1950er-JahreWirtschaftswunder17. Juni 1953: Aufstand

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Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist Planwirtschaft?
Zeig mir den ersten Schritt

Wer plant?

Lösung ansehen

Lösung: Der Staat plant, was hergestellt wird.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wie nannte man den schnellen Aufschwung der 1950er-Jahre in der Bundesrepublik?
Zeig mir den ersten Schritt

Es klingt nach einem Wunder.

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Lösung: Wirtschaftswunder

Tipp: Vergleiche Wirtschaftsordnungen mit der Frage: Wer plant? Wer entscheidet über Preise?

Merksatz: Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb mit sozialem Ausgleich. Planwirtschaft = Staat plant die Produktion. Beide Ordnungen prägten den Alltag.

Typischer Fehler: Viele denken, in der Marktwirtschaft gebe es keinen Staat. Der Staat setzt dort Regeln und sorgt für sozialen Ausgleich.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was war ein Vorteil der Planwirtschaft für viele Menschen?
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Lösung: Billige Mieten und Grundnahrungsmittel.

Frage 2 Am 17. Juni 1953 gab es in der DDR einen Aufstand.
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Lösung: Stimmt

Frage 3 Welche Aufgabe hat der Staat in der sozialen Marktwirtschaft?
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Lösung: Er setzt Regeln und sorgt für sozialen Ausgleich.

Frage 4 In der Bundesrepublik gab es keine Armut.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 5 Warum kamen ab 1955 Gastarbeiter in die Bundesrepublik?
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Lösung: Es fehlten Arbeitskräfte.

Geschafft

In der BRD gab es soziale Marktwirtschaft und Wirtschaftswunder. In der DDR gab es Planwirtschaft mit billiger Grundversorgung, aber oft Mangel.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 40 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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