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Geschichte

Widerstand: Menschen, die Nein sagten

Widerstand gegen den NS-Staat war selten und gefährlich. Er zeigt, dass es Handlungsspielräume gab, ohne dass man ihn überhöhen darf.

  • ca. 13 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich nenne Beispiele für Widerstand und ihre Ziele.
  • Ich beschreibe Wirkung und Grenzen des Widerstands.
  • Ich beurteile, wie man an Widerstand erinnern kann, ohne ihn zu überhöhen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Anpassen, mitmachen, widerstehen

Widerstand heißt: Menschen handeln bewusst gegen den NS-Staat und riskieren dabei viel. Es gab ihn in vielen Formen.

Georg Elser war Tischler. Er baute allein eine Bombe. Am 8. November 1939 explodierte sie in einem Münchner Saal. Hitler hatte den Saal kurz vorher verlassen. Elser wurde festgenommen und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet.

Die Weiße Rose war eine Gruppe von Studierenden in München. Sie verteilten 1942 43stel Flugblätter gegen die Diktatur und den Krieg. Hans und Sophie Scholl wurden im Februar 1943 verhaftet. Am 22. Februar 1943 wurden sie hingerichtet.

Der 20. Juli 1944: Offiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg versuchten, Hitler mit einer Bombe zu töten und die Regierung zu übernehmen. Der Anschlag misslang. Stauffenberg wurde noch in der Nacht erschossen. Viele weitere Beteiligte wurden später hingerichtet. Viele der Beteiligten hatten das Regime vorher unterstützt.

Weitere Formen: Gewerkschafter und Mitglieder der Arbeiterparteien trafen sich heimlich. Einige Kirchenleute sprachen offen gegen Verbrechen, zum Beispiel Bischof von Galen 1941 gegen die Krankenmorde. Dietrich Bonhoeffer, ein evangelischer Theologe, wurde im April 1945 ermordet. Viele Menschen halfen Verfolgten im Verborgenen.

Der Widerstand blieb eine Minderheit. Er konnte das Regime nicht stürzen. Nicht alle Gruppen wollten eine Demokratie. Trotzdem zeigt er: Es gab Spielräume, und manche nutzten sie. Eine ehrliche Erinnerung nennt Mut und Grenzen zugleich.

Beispiele für Widerstand.
WerWasFolge
Georg ElserBombenanschlag am 8. November 19391945 ermordet
Weiße RoseFlugblätter 1942 43stelHinrichtungen im Februar 1943
Stauffenberg und andereAnschlag am 20. Juli 1944Anschlag misslang, viele hingerichtet
KirchenleuteOffener Protest und Gespräch mit BehördenTeils Verfolgung, Haft, Tod

Ein Beispiel einordnen

  1. Wir wählen ein Beispiel, zum Beispiel die Weiße Rose.
  2. Wir fragen: Was war das Ziel? Aufklärung und Ende der Diktatur.
  3. Wir fragen: Wie groß war die Wirkung? Gering, aber ein deutliches Zeichen.
  4. Wir urteilen: Mut ist nicht dasselbe wie Erfolg.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Wenige sagten Nein.

Sie riskierten ihr Leben.

Sie zeigten, dass es Spielräume gab.

Ein Beispiel

Beispiel

Wenn nur wenige in einer Klasse sich gegen Unrecht stellen, bleibt ihr Mut wichtig, auch wenn sie den Streit nicht gewinnen.

Schritt für Schritt

Wir ordnen Widerstand

  1. Wir sammeln die Beispiele: Elser, Weiße Rose, 20. Juli, Kirchen, Helfende.
  2. Wir ordnen nach Form: Attentat, Flugblatt, Predigt, Hilfe.
  3. Wir fragen: Was riskierten sie? Viele bezahlten mit dem Leben.
  4. Wir halten fest: Widerstand war selten und gefährlich.

Mit einem Bild erklärt

FormBeispiel
AttentatElser 1939, Stauffenberg 1944
FlugblattWeiße Rose 1942 43stel
PredigtBischof von Galen 1941
HilfeVerstecken Verfolgter

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was tat Georg Elser?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an den 8. November 1939.

Lösung ansehen

Lösung: Er baute allein eine Bombe und wollte Hitler töten.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was war die Weiße Rose?
Zeig mir den ersten Schritt

Lies den Abschnitt zur Weißen Rose.

Lösung ansehen

Lösung: Eine Gruppe von Studierenden, die Flugblätter verteilte

Tipp: Widerstand würdigen heißt, Mut ernst zu nehmen. Überhöhen heißt, zu behaupten, alle hätten widerstanden. Richtig ist: würdigen, aber nicht übertreiben.

Merksatz: Es gab Widerstand in vielen Formen, von Flugblättern bis zum Attentat. Er blieb eine Minderheit und hatte keine große Wirkung, zeigt aber Handlungsspielräume.

Typischer Fehler: Viele denken, ein großer Teil der Deutschen habe Widerstand geleistet. Das stimmt nicht. Es waren wenige, und sie riskierten ihr Leben.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wer versuchte am 20. Juli 1944, Hitler zu töten?
Lösung ansehen

Lösung: Offiziere um Stauffenberg

Frage 2 Der Widerstand war eine Massenbewegung der Deutschen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 Wie sollte man an Widerstand erinnern?
Lösung ansehen

Lösung: Den Mut würdigen und zugleich die Grenzen nennen

Frage 4 Zum Widerstand gehörten auch Menschen, die Verfolgte versteckten.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 5 In welchem Jahr wurden Hans und Sophie Scholl hingerichtet?

Zeig mir den ersten Schritt

Es war der 22. Februar.

Lösung ansehen

Lösung: 1943

Hans und Sophie Scholl wurden am 22. Februar 1943 hingerichtet.

Geschafft

Menschen sagten Nein: allein, in Gruppen, mit Worten und mit Taten. Der Widerstand blieb klein, aber er war wichtig.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft NS-Ideologie und Alltag in der Diktatur

Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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