Europa wächst zusammen: von der Montanunion zur EU
Aus einer Zusammenarbeit bei Kohle und Stahl wurde die Europäische Union. Die Geschichte zeigt Erfolge und Streitfragen.
Das lernst du heute
- Ich beschreibe die wichtigsten Schritte der europäischen Einigung.
- Ich erkläre den Unterschied zwischen nationalen und gemeinsamen Zuständigkeiten.
- Ich beurteile Chancen und Risiken der europäischen Integration.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Aussöhnung mit Frankreich, Polen und Israel
Nach dem Krieg wollten viele Staaten, dass Europa nie wieder Kriegsschauplatz wird. Der Gedanke: Wer wirtschaftlich eng verbunden ist, führt keinen Krieg gegeneinander. 1951 gründeten sechs Staaten die Montanunion: Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Sie gaben Kohle und Stahl unter eine gemeinsame Aufsicht. Diese Rohstoffe brauchte man auch für Waffen.
Am 25. März 1957 unterzeichneten die sechs Staaten die Römischen Verträge. Sie gründeten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Bis 1968 fielen die Zölle zwischen diesen Staaten weg. Später wuchs die Gemeinschaft: 1973 kamen Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich hinzu, danach weitere Staaten. Der Vertrag von Maastricht schuf 1993 die Europäische Union. Seit 1993 gibt es den Binnenmarkt. Seit 2002 gibt es in vielen Mitgliedstaaten den Euro als Bargeld. Zum 1. Mai 2004 traten zehn Staaten bei, viele davon aus Mittel- und Osteuropa. 2013 kam Kroatien als 28. Mitglied hinzu. 2020 verließ das Vereinigte Königreich die EU. Heute hat sie 27 Mitgliedstaaten (Stand 2025).
Immer wieder wird gestritten: Welche Entscheidungen sollen die Staaten allein treffen, und welche gemeinsam? Geben Staaten Zuständigkeiten an gemeinsame Einrichtungen ab, nennt man das supranational („überstaatlich“). Befürworter sagen: Gemeinsam sind wir stärker, und der Frieden wird sicherer. Kritiker fürchten, dass Staaten zu viel Macht abgeben. Beides ist Teil der Debatte.
| Jahr | Schritt |
|---|---|
| 1951 52stel | Montanunion mit sechs Staaten |
| 1957 | Römische Verträge, Gründung der EWG |
| 1993 | Vertrag von Maastricht, Europäische Union |
| 2002 | Euro-Bargeld |
| 2004 | Zehn neue Mitglieder |
| 2020 | Das Vereinigte Königreich verlässt die EU |
Chancen und Risiken abwägen
- Wir sammeln Chancen: Frieden, Handel, Reisefreiheit.
- Wir sammeln Risiken: Abgabe von Zuständigkeiten, Streit zwischen Staaten.
- Wir fragen: Wer profitiert besonders?
- Wir urteilen und begründen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Nach dem Krieg wollte man Frieden.
Die Staaten arbeiteten zusammen.
Daraus wurde die EU.
Ein Beispiel
Wenn mehrere Familien eine gemeinsame Kasse für Reisen haben, sparen alle Geld. Aber nicht jede Familie darf mehr allein entscheiden. So ist es bei der EU.
Schritt für Schritt
Eine Zeitleiste lesen
- Wir beginnen mit der Montanunion 1951.
- Wir ergänzen die Römischen Verträge 1957.
- Wir nennen 1993 und 2002.
- Wir fassen zusammen: Die EU wuchs in Etappen.
Mit einem Bild erklärt
Zur Grundlage zurück
- Aussöhnung mit Frankreich, Polen und Israel – Du kennst die Annäherung nach 1945.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Der Begriff „Montan“ hat mit Bergbau zu tun.
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Lösung: Kohle und Stahl
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
2013 hatte die EU 28 Mitglieder. 2020 verließ ein Staat die EU. Wie viele Mitglieder blieben?
Zeig mir den ersten Schritt
Rechne 28 minus 1.
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Lösung: 27
28 − 1 = 27.
Tipp: Bei jeder Entscheidung fragst du: Wer sollte zuständig sein, die Staaten oder die EU gemeinsam?
Merksatz: Aus der Montanunion von 1951 entstand die Europäische Union. Sie soll Frieden und Handel sichern, steht aber auch in der Kritik.
Typischer Fehler: Viele denken, die EU sei 1951 gegründet worden. Die Montanunion war ein Vorläufer. Die EU entstand 1993.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Mit dem Vertrag von Maastricht 1993
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Mehrere Staaten entscheiden gemeinsam.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Sicherung des Friedens und gemeinsamer Handel
Geschafft
Europa wuchs seit 1951 zusammen: von sechs Staaten bis zur EU mit 27 Mitgliedern. Dabei gibt es Erfolge und Streit um Zuständigkeiten.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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