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Informatik

Public Key: öffentlicher und privater Schlüssel

Beim Public-Key-Verfahren hat jeder zwei Schlüssel: einen öffentlichen zum Verschlüsseln und einen privaten zum Entschlüsseln.

  • ca. 14 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich beschreibe das Prinzip eines Public-Key-Verfahrens.
  • Ich unterscheide öffentlichen und privaten Schlüssel.
  • Ich rechne ein kleines Beispiel nach.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Das Problem mit dem Schlüssel

Bei der Public-Key-Verschlüsselung hat jede Person ein Schlüsselpaar. Der öffentliche Schlüssel darf jeder kennen. Der private Schlüssel bleibt geheim. Was mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurde, entschlüsselt nur der private Schlüssel.

Ein Bild dazu: Der öffentliche Schlüssel ist wie ein offenes Vorhängeschloss. Jeder kann es zuschnappen lassen und damit eine Kiste verschließen. Öffnen kann die Kiste nur, wer den Schlüssel zum Schloss hat. Das ist der private Schlüssel.

So löst man das Problem des Schlüsselaustauschs. Der öffentliche Schlüssel darf offen weitergegeben werden. Es muss kein Geheimnis übertragen werden. In einer Gruppe von 10 Personen braucht man nur 10 Schlüsselpaare.

Ein kleines Rechenbeispiel (echte Schlüssel sind sehr viel größer): Öffentlicher Schlüssel: n = 33, e = 3. Privater Schlüssel: d = 7. Zum Verschlüsseln der Zahl 4 rechnet man 4³ = 64. Dann nimmt man den Rest bei Division durch 33: 64 − 33 = 31. Der Geheimtext ist 31. Mit d = 7 entschlüsselt man und erhält wieder 4.

Weil die Zahlen so klein sind, ist dieses Beispiel nicht sicher. Echte Verfahren nutzen Zahlen mit mehreren hundert Stellen.

Das Schlüsselpaar.
SchlüsselWer kennt ihn?Wofür?
öffentlichjederverschlüsseln
privatnur der Besitzerentschlüsseln

Das Zahlenbeispiel nachrechnen

  1. Klartext 4. Öffentlicher Schlüssel: n = 33, e = 3.
  2. 4³ = 64. Rest bei Division durch 33: 64 − 33 = 31.
  3. Geheimtext: 31.
  4. Mit d = 7 erhält man wieder 4. Trick: 31 ist 33 − 2, darum darf man mit −2 rechnen. (−2)⁷ = −128, dazu 4 · 33 = 132: −128 + 132 = 4.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Öffentlicher Schlüssel: für alle.

Privater Schlüssel: nur für mich.

Verschlüsseln: öffentlich. Entschlüsseln: privat.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Briefkasten hat einen Schlitz, durch den jeder Briefe einwerfen kann. Herausholen kann sie nur, wer den Schlüssel hat. Der Schlitz ist der öffentliche, der Schlüssel der private Schlüssel.

Schritt für Schritt

Wir verschlüsseln die Zahl 2

  1. Wir nehmen n = 33 und e = 3.
  2. Wir rechnen 2³ = 8.
  3. 8 ist kleiner als 33, also bleibt der Rest 8.
  4. Der Geheimtext ist 8. Mit d = 7 erhält man wieder 2.

Mit einem Bild erklärt

KlartextRechnungGeheimtext
44³ = 64, Rest 3131
22³ = 8, Rest 88

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Wozu dient der öffentliche Schlüssel?
Zeig mir den ersten Schritt

Welcher Schlüssel darf bekannt sein?

Lösung ansehen

Lösung: Zum Verschlüsseln

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Verschlüssele die Zahl 2 mit n = 33 und e = 3. Welche Zahl ist der Geheimtext?

Zeig mir den ersten Schritt

Rechne 2 · 2 · 2.

Lösung ansehen

Lösung: 8

2³ = 8. Da 8 kleiner als 33 ist, bleibt der Rest 8.

Tipp: Merke: Mit dem öffentlichen Schlüssel schließt man ab, mit dem privaten schließt man auf.

Merksatz: Public Key: Jeder hat einen öffentlichen Schlüssel (zum Verschlüsseln, darf bekannt sein) und einen privaten (zum Entschlüsseln, bleibt geheim).

Typischer Fehler: Manche denken, der öffentliche Schlüssel entschlüssele. Er verschlüsselt. Entschlüsseln kann nur der private Schlüssel.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welcher Schlüssel muss geheim bleiben?
Lösung ansehen

Lösung: Der private Schlüssel

Frage 2 Wie viele Schlüsselpaare brauchen 10 Personen bei Public Key?

Zeig mir den ersten Schritt

Jede Person hat ein eigenes Paar.

Lösung ansehen

Lösung: 10

Jede der 10 Personen hat 1 Paar, das sind 10 Paare.

Frage 3 Beim Public-Key-Verfahren muss ein geheimer Schlüssel vor dem Verschlüsseln übertragen werden.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Zahl 5, n = 33, e = 3. Wie heißt der Geheimtext? Rechne 5³ = 125. Bilde dann den Rest bei Division durch 33: 125 − 99.
Lösung ansehen

Lösung: 26

Frage 5 Das Zahlenbeispiel mit n = 33 wäre als echte Verschlüsselung sicher.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Das Public-Key-Verfahren nutzt zwei Schlüssel. Der öffentliche darf offen sein. So muss kein Geheimnis ausgetauscht werden.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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