Zivilcourage: Wann muss ich handeln?
Zivilcourage heißt, bei Unrecht einzugreifen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Das lernst du heute
- Ich weiß: Zivilcourage ist mutiges Handeln für andere ohne Eigengefährdung.
- Ich kann Beispiele von Zivilcourage nennen.
- Ich kann erörtern, wann Zivilcourage nötig ist.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Freiheit braucht Verantwortung
Du siehst, wie jemand beleidigt oder bedroht wird. Was tust du? Zivilcourage heißt, mutig für andere einzutreten. Wichtig: Man bringt sich dabei nicht selbst in Gefahr. Oft hilft schon wenig: laut Hilfe rufen, andere ansprechen, den Notruf wählen, einen Erwachsenen holen oder sich zu der betroffenen Person stellen. Manchmal denken Menschen: Es ist ja nicht mein Problem, bestimmt hilft ein anderer. Das nennt man Verantwortungsdiffusion: Je mehr Menschen zuschauen, desto weniger fühlt sich jeder einzelne zuständig. Darum hilft es, eine Person direkt anzusprechen: Sie im grünen Pullover, bitte rufen Sie die Polizei. Zivilcourage ist nötig, wenn Unrecht passiert und die Rechte anderer verletzt werden.
| Situation | Eine sichere Möglichkeit | Nicht empfehlenswert |
|---|---|---|
| Jemand wird im Bus beleidigt. | Die betroffene Person ansprechen, andere zur Hilfe auffordern | Den Angreifer allein anschreien oder anfassen |
| Jemand wird im Netz bloßgestellt. | Nicht mitmachen, melden, der Person Unterstützung zeigen | Zurückbeleidigen |
| Jemand liegt hilflos am Boden. | Notruf wählen, Hilfe holen | Wegschauen |
In einer schwierigen Situation handeln
- Verschaffe dir einen Überblick: Ist es gefährlich?
- Hol Hilfe: andere ansprechen, Notruf 110 oder 112 wählen.
- Sprich die betroffene Person an und biete Unterstützung an.
- Merke dir wichtige Einzelheiten für die Polizei.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Ich sehe Unrecht.
Ich hole Hilfe.
Ich gefährde mich nicht.
Ein Beispiel
Can sieht, wie ein Mitschüler im Schulbus ausgelacht wird. Er setzt sich neben den Mitschüler und sagt: Komm, wir sitzen zusammen. Dann informiert er seinen Lehrer. Das ist Zivilcourage.
Schritt für Schritt
Du überlegst, wie du handeln kannst.
- Ist es gefährlich?
- Welche Hilfe kann ich holen?
- Wen spreche ich direkt an?
- Wen informiere ich später?
Mit einem Bild erklärt
| Frage | Beispiel |
|---|---|
| Ist es gefährlich? | Dann nicht allein eingreifen |
| Hilfe holen | Notruf 110 oder 112, Erwachsene |
| Direkt ansprechen | Sie, bitte helfen Sie mir. |
Zur Grundlage zurück
- Freiheit braucht Verantwortung – Hier hast du über Verantwortung nachgedacht.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Überlege: Hilft man, und bleibt man dabei sicher?
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Lösung: Mutig für andere eintreten, ohne sich selbst zu gefährden
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie kannst du helfen, ohne dich zu gefährden?
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Lösung: Einen Erwachsenen holen und den Betroffenen unterstützen
Tipp: Sprich Menschen direkt an. So fühlt sich jemand zuständig. Bring dich nicht selbst in Gefahr.
Merksatz: Zivilcourage heißt mutig helfen, aber ohne sich selbst zu gefährden. Hilfe holen ist auch Zivilcourage.
Typischer Fehler: Zu denken, Zivilcourage heiße, selbst zu kämpfen. Meist reicht es, Hilfe zu holen und die betroffene Person zu unterstützen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Wenn viele zuschauen, fühlt sich keiner zuständig.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Eine Person direkt, zum Beispiel mit Beschreibung
Geschafft
Zivilcourage ist mutiges Eingreifen bei Unrecht ohne Eigengefährdung. Hilfe holen und direkt ansprechen sind gute Wege.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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