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Katholische Religion

Jesus eckt an

Jesu Botschaft löste Konflikte aus, weil sie gewohnte Ordnungen in Frage stellte.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Konfliktfelder im Wirken Jesu nennen.
  • Ich kann beschreiben, wie Gruppen seiner Zeit reagierten.
  • Ich kann erklären, warum Jesus nicht einfach als Gegner des Judentums zu verstehen ist.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Konflikte um Jesus

Jesus lebte als Jude in Galiläa. Das Land stand unter römischer Herrschaft. Es gab verschiedene Gruppen. Die Pharisäer legten Wert auf genaue Auslegung der Tora. Die Schriftgelehrten waren Fachleute für die Schrift. Die Sadduzäer waren eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden. Die Zeloten wollten die Römer mit Gewalt vertreiben. Jesus ging zu Ausgegrenzten wie Zöllnern und Kranken. Er aß mit ihnen. Er legte den Sabbat so aus, dass das Wohl des Menschen zählt. Nach Markus 11 stellte er auch Zustände im Tempel in Frage. Das alles führte zu Streit. Viele Auseinandersetzungen waren innerjüdische Streitgespräche. Nicht alle lehnten Jesus ab. Viele folgten ihm. Auch heute können Jesu Worte anecken, etwa wenn sie zur Feindesliebe oder zum Teilen mit Armen auffordern.

Botschaft vom Reich Gottes → Nähe zu Ausgegrenzten, Sabbat, Tempel → Streit und Widerstand
Wie Konflikte entstehen.

Einen Konflikt einordnen

  1. Nenne die Handlung Jesu.
  2. Nenne die betroffene Gruppe.
  3. Nenne den Streitpunkt.
  4. Nenne die Reaktion.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Jesus hilft Ausgegrenzten.

Er deutet Regeln neu.

Darüber gibt es Streit.

Ein Beispiel

Beispiel

In einer Klasse nimmt jemand einen Außenseiter auf. Manche finden das gut, andere nicht. So ähnlich war es damals.

Schritt für Schritt

So beschreibst du einen Konflikt.

  1. Wer handelt?
  2. Was ist der Streitpunkt?
  3. Wer widerspricht?
  4. Warum?

Mit einem Bild erklärt

GruppeHaltung zu Jesus (Beispiele)
PharisäerStreit um die Auslegung, etwa beim Sabbat
SadduzäerSorge um Tempel und Ordnung
ZelotenWollten Befreiung von Rom, Jesus lehrte Gewaltlosigkeit
Jünger und VolkViele folgten ihm

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Warum eckte Jesus an?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an Zöllner, Kranke und den Sabbat.

Lösung ansehen

Lösung: Er nahm Ausgegrenzte an und stellte Gewohntes in Frage.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wie lässt sich der Streit um den Sabbat zusammenfassen?
Zeig mir den ersten Schritt

Frage: Was zählte für Jesus am Sabbat?

Lösung ansehen

Lösung: Jesus stellte das Wohl des Menschen in den Mittelpunkt.

Tipp: Merke: Jesus war Jude. Die Streitgespräche fanden innerhalb des Judentums statt. Der Text verallgemeinert nicht auf alle Juden.

Merksatz: Jesu Botschaft hatte Konfliktpotenzial: Nähe zu Ausgegrenzten, Sabbat, Tempel. Er stritt als Jude mit anderen Juden.

Typischer Fehler: Man macht oft eine ganze Gruppe für den Streit verantwortlich. Das ist falsch. Es gab verschiedene Haltungen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wer wollte die Römer mit Gewalt vertreiben?
Lösung ansehen

Lösung: Die Zeloten

Frage 2 Jesus war Jude.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Alle Juden zur Zeit Jesu lehnten ihn ab.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Wie nennt man die Auseinandersetzungen Jesu mit anderen Juden?
Lösung ansehen

Lösung: Innerjüdische Streitgespräche

Geschafft

Jesus eckte an, weil er Ausgegrenzte annahm und gewohnte Regeln hinterfragte. Es gab Zustimmung und Widerstand.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Jesus und das Reich Gottes

Kurz erklärt, 46 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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