Werbesprache untersuchen
Werbesprache nutzt besondere Mittel: Superlative, Aufforderungen, Wortspiele, Reime und Versprechen.
Das lernst du heute
- Ich kann typische Mittel der Werbesprache erkennen.
- Ich kann ihre Wirkung beschreiben.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Informieren oder beeinflussen?
Werbesprache ist kurz, einprägsam und positiv. Sie nutzt Mittel, die du erkennen kannst. Der Superlativ steigert bis zum Höchsten: „das beste Müsli“. Er klingt stark, lässt sich aber oft nicht überprüfen. Der Imperativ ist die Befehlsform: „Probier es aus!“ Er spricht dich direkt an. Wortneuschöpfungen sind neue Wörter wie „Knuspergenuss“. Reime und Wiederholungen bleiben im Kopf. Verallgemeinerungen wie „alle lieben es“ tun so, als sei etwas selbstverständlich. Dazu kommen Schlagwörter wie „neu“, „frisch“, „natürlich“. Manche Angaben klingen nach Beweisen, zum Beispiel Zahlen: „9 von 10 Befragten“. Aber es ist oft unklar, wer gefragt wurde. Prüfe deshalb: Lässt sich die Aussage belegen, oder will sie nur gut klingen?
| Mittel | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Superlativ | das beste Müsli | klingt unschlagbar |
| Imperativ | Probier es aus! | spricht direkt an |
| Wortneuschöpfung | Knuspergenuss | wirkt neu und eigen |
| Verallgemeinerung | Alle lieben es. | erzeugt Gruppendruck |
| Zahl als Beleg | 9 von 10 Befragten | wirkt wissenschaftlich |
Werbesprache untersuchen
- Text: Anzeige 3 (Zahnpasta): Bild: ein lachender Mann hält eine Tube. Text: „9 von 10 Befragten finden: Frische Zähne, frisches Leben. Probier es aus und spür den Unterschied.“
- „9 von 10 Befragten“: Eine Zahl, die wie ein Beweis wirkt. Wer wurde gefragt? Das steht nicht da.
- „Probier es aus“: Imperativ, spricht direkt an.
- „Frisches Leben“: ein Versprechen, das sich nicht prüfen lässt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Das beste, das schönste, das neueste: Superlative.
Probier es aus: Befehl.
Schau nach, ob es einen Beleg gibt.
Ein Beispiel
Ein Freund sagt: „Das ist der beste Film aller Zeiten, alle finden ihn toll!“ Das klingt gut, ist aber nicht bewiesen. Genau so arbeitet Werbesprache.
Schritt für Schritt
Wir erkennen ein Sprachmittel.
- Satz: „Das beste Müsli der Stadt.“
- Prüfe die Form: „beste“ ist die höchste Stufe von „gut“.
- Das ist ein Superlativ.
- Wirkung: Es klingt, als gäbe es nichts Besseres.
Mit einem Bild erklärt
| Satz | Mittel |
|---|---|
| Das beste Müsli der Stadt. | Superlativ |
| Probier es aus! | Imperativ |
| Alle lieben es. | Verallgemeinerung |
| Knuspergenuss | Wortneuschöpfung |
Zur Grundlage zurück
- Informieren oder beeinflussen? – Du weißt schon, wie Texte beeinflussen können.
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Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Ist der Satz ein Befehl oder eine Aufforderung?
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Lösung: Imperativ
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Suche die höchste Steigerungsstufe.
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Lösung: Unser Saft ist am fruchtigsten.
Tipp: Frage bei jeder starken Aussage: Woher weiß man das? Gibt es einen Beleg?
Merksatz: Superlativ, Imperativ, Wortneuschöpfung, Verallgemeinerung und Zahlen sind typische Mittel der Werbesprache.
Typischer Fehler: Viele glauben eine Zahl oder einen Superlativ sofort. Frage nach, wer gefragt wurde und wie etwas gemessen wurde.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Es steht nicht da, wer gefragt wurde.
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Lösung: ein neu gebildetes Wort wie „Knuspergenuss“
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Werbesprache ist kurz und positiv. Sie nutzt Superlative, Imperative, neue Wörter und scheinbare Belege.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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