Feedback nach Kriterien geben
Gutes Feedback ist konkret, bezieht sich auf Kriterien und hilft dem anderen weiter. Du lernst, Inhalt, Gestaltung und Vortrag sachlich zu beschreiben.
Das lernst du heute
- Ich kann eine Präsentation nach Kriterien beschreiben und beurteilen.
- Ich kann konstruktive Rückmeldung geben und annehmen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Rückmeldung geben und annehmen, Feedback geben und annehmen
Beim Feedback gibst du eine Rückmeldung zu einer Leistung. Gutes Feedback richtet sich nach Kriterien, die vorher klar sind, zum Beispiel: Inhalt (richtig, verständlich, vollständig), Aufbau (Einleitung, Hauptteil, Schluss), Sprechweise (laut genug, frei, Blickkontakt), Medien (lesbar, passend). Gutes Feedback ist konkret („Die Schrift war zu klein“, nicht „Das war schlecht“), beschreibend (nicht abwertend) und konstruktiv: Du nennst zuerst, was gelungen war, dann einen Vorschlag. Du sprichst von dir: „Ich habe verstanden …“ oder „Mir hat geholfen …“. Wer Feedback bekommt, hört zu und fragt nach.
Feedback beurteilen
- Kriterium Aufbau: Ida lobt den klaren Aufbau und nennt den Grund. Das ist konkret.
- Kriterium Sprechweise: Sie lobt das freie Sprechen. Auch das ist konkret.
- Kriterium Medien: Sie beschreibt, dass die Schrift zu klein war. Sie gibt einen Vorschlag.
- Ton: Ida spricht ruhig und sachlich, nicht abwertend.
- Ergebnis: Das Feedback ist hilfreich, weil es an Kriterien anknüpft und konkret ist.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Kriterium nennen.
Beschreiben, nicht werten.
Erst Gelungenes.
Dann ein Vorschlag.
Ein Beispiel
Im Fußballtraining sagt der Trainer nicht nur „gut“ oder „schlecht“. Er sagt: „Dein Pass war genau, achte noch auf die Körperhaltung.“ So ist Feedback hilfreich.
Schritt für Schritt
Wir prüfen ein Feedback.
- Satz: „Du hast frei gesprochen, das fand ich gut.“
- Ist er konkret? Ja, es wird das freie Sprechen genannt.
- Ist er beschreibend? Ja, es steht keine Abwertung darin.
- Er hilft Elif, dies beizubehalten.
Mit einem Bild erklärt
| Kriterium | Beispiel für gutes Feedback | Beispiel für ungutes Feedback |
|---|---|---|
| Inhalt | „Ich habe verstanden, wie Honig entsteht.“ | „Das war langweilig.“ |
| Medien | „Die Schrift war zu klein. Größer wäre besser lesbar.“ | „Die Folien waren hässlich.“ |
| Sprechweise | „Du hast frei gesprochen und uns angeschaut.“ | „Du warst nervös.“ |
Zur Grundlage zurück
- Rückmeldung geben und annehmen – Du hast schon Rückmeldung bekommen und gegeben.
- Feedback geben und annehmen – Du kennst schon Feedbackregeln.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Worum geht es in dem Satz: um den Text, die Stimme oder die Folie?
Lösung ansehen
Lösung: Medien
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Gibt es nur Lob, nur Kritik oder beides?
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Lösung: Sie nennt Gelungenes und macht einen konkreten Vorschlag.
Tipp: Schreibe zu jedem Kriterium einen Satz: Was war gut? Was kann besser werden?
Merksatz: Feedback: Kriterium – konkret – beschreibend – erst Gelungenes, dann Vorschlag.
Typischer Fehler: Viele sagen nur „Das war gut“ oder „Das war nichts“. Daraus lernt niemand etwas. Nenne immer, woran du etwas erkennst.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Dein Ende war klar, weil du die wichtigsten Punkte noch einmal genannt hast.
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Lösung: zuhören, nachfragen und überlegen, was man ändern möchte
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Feedback richtet sich nach Kriterien, ist konkret, beschreibend und hilfreich. Es nennt Gelungenes und macht Vorschläge. Wer Feedback bekommt, hört zu und fragt nach.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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