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Latein

Caesar: Kriegsbericht und Selbstdarstellung

Caesar schrieb einen Bericht über den Gallischen Krieg. Der Text wirkt sachlich, zeigt aber auch, wie Caesar gesehen werden wollte.

  • ca. 13 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich nenne Inhalt und Aufbau des Gallischen Krieges.
  • Ich erkenne Mittel der Selbstdarstellung.
  • Ich übersetze einen kurzen Satz aus dem Text.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Die Republik in der Krise: Caesar

Gaius Iulius Caesar (100 bis 44 v. Chr.) war Politiker, Feldherr und Schriftsteller. Er führte von 58 bis 50 v. Chr. Krieg in Gallien. Darüber schrieb er das Werk Commentarii de bello Gallico mit sieben Büchern. Ein achtes Buch fügte später ein Mitarbeiter hinzu.

Der Bericht ist klar und knapp geschrieben. Caesar nennt sich selbst in der dritten Person: Er schreibt „Caesar“, nicht „ich“. Das wirkt, als berichte ein neutraler Beobachter. Dadurch erscheinen seine Entscheidungen sachlich und notwendig. Caesar wollte in Rom gut dastehen, denn dort entschieden Senat und Volk über seine Laufbahn.

Ein Beispiel für eine allgemeine Aussage: Fere libenter homines id, quod volunt, credunt. (Caes. Gall. 3,18,6) Das heißt: Fast immer glauben die Menschen gern das, was sie wollen.

Der Anfang des Werkes: Gallia est omnis divisa in partes tres. (Caes. Gall. 1,1,1)

Sachlich schreiben und sich darstellen.
MerkmalWirkung
dritte Person Caesarwirkt neutral und sachlich
kurze, klare Sätzegut lesbar, schnell
Rechtfertigung von EntscheidungenCaesar erscheint verantwortungsvoll
Ziel: Romder Bericht richtete sich an Senat und Volk

Selbstdarstellung erkennen

  1. Wir lesen einen Satz wie Caesar copias ducit.
  2. Das Subjekt ist Caesar, nicht „ich“.
  3. Der Leser hört einen scheinbar neutralen Berichterstatter.
  4. Deutung: Caesar zeigt sich als handelnder, überlegter Feldherr.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Caesar berichtet vom Krieg in Gallien.

Er schreibt nüchtern.

Er wollte gut dastehen.

Ein Beispiel

Beispiel

Wenn jemand von einem eigenen Erfolg erzählt, wirkt der Bericht anders, als wenn andere ihn erzählen. Caesar wollte wie ein neutraler Beobachter wirken.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt: eine Quelle prüfen

  1. Nenne den Autor.
  2. Nenne den Adressaten.
  3. Suche Hinweise auf eine Absicht.
  4. Formuliere die Wirkung.

Mit einem Bild erklärt

FrageBeim Gallischen Krieg
AutorCaesar
AdressatSenat und Volk in Rom
Formknapp, dritte Person
Absichtpositives Bild von Caesar

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Warum schreibt Caesar von sich in der dritten Person?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie wirkt „Caesar tat“ im Vergleich zu „ich tat“?

Lösung ansehen

Lösung: Der Bericht wirkt dadurch neutral.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was heißt Fere libenter homines id, quod volunt, credunt?
Zeig mir den ersten Schritt

credere heißt glauben. libenter heißt gern.

Lösung ansehen

Lösung: Fast immer glauben die Menschen gern das, was sie wollen.

Tipp: Frage bei jedem Bericht: Wer schreibt? Für wen? Mit welchem Ziel?

Merksatz: Caesar: Commentarii de bello Gallico, 58 bis 50 v. Chr., sieben Bücher, dritte Person, politisches Ziel.

Typischer Fehler: Viele halten den Bericht für rein sachlich. Auch ein nüchterner Text kann überzeugen wollen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Aus wie vielen Büchern hat Caesar den Gallischen Krieg geschrieben?
Lösung ansehen

Lösung: aus sieben

Frage 2 Für wen schrieb Caesar vor allem?
Lösung ansehen

Lösung: für die Öffentlichkeit in Rom

Frage 3 Der Bericht Caesars ist völlig frei von Absicht.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Wann führte Caesar den Gallischen Krieg?
Lösung ansehen

Lösung: 58 bis 50 v. Chr.

Geschafft

Caesar schreibt knapp und klar. Zugleich zeigt er sich als überlegter Feldherr.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

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