Caesar: Kriegsbericht und Selbstdarstellung
Caesar schrieb einen Bericht über den Gallischen Krieg. Der Text wirkt sachlich, zeigt aber auch, wie Caesar gesehen werden wollte.
Das lernst du heute
- Ich nenne Inhalt und Aufbau des Gallischen Krieges.
- Ich erkenne Mittel der Selbstdarstellung.
- Ich übersetze einen kurzen Satz aus dem Text.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Die Republik in der Krise: Caesar
Gaius Iulius Caesar (100 bis 44 v. Chr.) war Politiker, Feldherr und Schriftsteller. Er führte von 58 bis 50 v. Chr. Krieg in Gallien. Darüber schrieb er das Werk Commentarii de bello Gallico mit sieben Büchern. Ein achtes Buch fügte später ein Mitarbeiter hinzu.
Der Bericht ist klar und knapp geschrieben. Caesar nennt sich selbst in der dritten Person: Er schreibt „Caesar“, nicht „ich“. Das wirkt, als berichte ein neutraler Beobachter. Dadurch erscheinen seine Entscheidungen sachlich und notwendig. Caesar wollte in Rom gut dastehen, denn dort entschieden Senat und Volk über seine Laufbahn.
Ein Beispiel für eine allgemeine Aussage: Fere libenter homines id, quod volunt, credunt. (Caes. Gall. 3,18,6) Das heißt: Fast immer glauben die Menschen gern das, was sie wollen.
Der Anfang des Werkes: Gallia est omnis divisa in partes tres. (Caes. Gall. 1,1,1)
| Merkmal | Wirkung |
|---|---|
| dritte Person Caesar | wirkt neutral und sachlich |
| kurze, klare Sätze | gut lesbar, schnell |
| Rechtfertigung von Entscheidungen | Caesar erscheint verantwortungsvoll |
| Ziel: Rom | der Bericht richtete sich an Senat und Volk |
Selbstdarstellung erkennen
- Wir lesen einen Satz wie Caesar copias ducit.
- Das Subjekt ist Caesar, nicht „ich“.
- Der Leser hört einen scheinbar neutralen Berichterstatter.
- Deutung: Caesar zeigt sich als handelnder, überlegter Feldherr.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Caesar berichtet vom Krieg in Gallien.
Er schreibt nüchtern.
Er wollte gut dastehen.
Ein Beispiel
Wenn jemand von einem eigenen Erfolg erzählt, wirkt der Bericht anders, als wenn andere ihn erzählen. Caesar wollte wie ein neutraler Beobachter wirken.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: eine Quelle prüfen
- Nenne den Autor.
- Nenne den Adressaten.
- Suche Hinweise auf eine Absicht.
- Formuliere die Wirkung.
Mit einem Bild erklärt
| Frage | Beim Gallischen Krieg |
|---|---|
| Autor | Caesar |
| Adressat | Senat und Volk in Rom |
| Form | knapp, dritte Person |
| Absicht | positives Bild von Caesar |
Zur Grundlage zurück
- Die Republik in der Krise: Caesar – Dort hast du Caesars Weg in der späten Republik kennengelernt.
Jetzt zusammen
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Zeig mir den ersten Schritt
Wie wirkt „Caesar tat“ im Vergleich zu „ich tat“?
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Lösung: Der Bericht wirkt dadurch neutral.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
credere heißt glauben. libenter heißt gern.
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Lösung: Fast immer glauben die Menschen gern das, was sie wollen.
Tipp: Frage bei jedem Bericht: Wer schreibt? Für wen? Mit welchem Ziel?
Merksatz: Caesar: Commentarii de bello Gallico, 58 bis 50 v. Chr., sieben Bücher, dritte Person, politisches Ziel.
Typischer Fehler: Viele halten den Bericht für rein sachlich. Auch ein nüchterner Text kann überzeugen wollen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: aus sieben
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Lösung: für die Öffentlichkeit in Rom
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: 58 bis 50 v. Chr.
Geschafft
Caesar schreibt knapp und klar. Zugleich zeigt er sich als überlegter Feldherr.
Kannst du das schon?
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