Datenbank oder Tabellenkalkulation?
Beide Werkzeuge ordnen Daten. Je nach Aufgabe passt das eine oder das andere besser.
Das lernst du heute
- Ich kann Stärken von Tabellenkalkulation und Datenbank nennen.
- Ich kann für eine Aufgabe ein Werkzeug begründet auswählen.
- Ich kenne Datenschutz als Kriterium.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Abfragen: sortieren und filtern, Rechnen mit Formeln
Eine Tabellenkalkulation ist stark beim Rechnen, beim Zeichnen von Diagrammen und beim schnellen Ausprobieren. Sie passt gut zu kleinen und mittleren Datenmengen und zu einer einzelnen Person. Eine Datenbank ist stark bei vielen Datensätzen, bei verbundenen Tabellen und bei gleichzeitigem Arbeiten vieler Nutzer. Sie schützt Zusammenhänge und regelt, wer was sehen darf.
Die Entscheidung hängt von der Aufgabe ab. Fragen helfen: Wie viele Daten gibt es? Wer arbeitet damit? Hängen Daten aus mehreren Tabellen zusammen? Muss viel gerechnet oder gezeichnet werden? Sind es personenbezogene Daten? Dann braucht man Zugriffsrechte. Oft arbeiten beide zusammen: Man holt Daten mit einer Abfrage und wertet sie dann in einer Tabellenkalkulation aus.
| Kriterium | Tabellenkalkulation | Datenbank |
|---|---|---|
| Datenmenge | klein bis mittel | sehr groß |
| Nutzer gleichzeitig | meist eine Person | viele |
| Verbundene Tabellen | mühsam | gut mit Schlüsseln |
| Rechnen und Diagramme | sehr gut | über Abfragen, oft mit Zusatzprogramm |
| Zugriffsrechte | grob (Datei) | fein (je Nutzer und Tabelle) |
Eine Entscheidung begründen
- Aufgabe: Die Klasse sammelt einmalig Ergebnisse eines Sporttags (30 Zeilen).
- Wenige Daten, einmalige Auswertung, Diagramm nötig: Tabellenkalkulation.
- Aufgabe: Eine Schulbibliothek verwaltet 3000 Medien und viele Ausleihen.
- Viele Daten, viele Nutzer, verbundene Tabellen, Personendaten: Datenbank.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Wenig Daten, eine Person: Tabelle.
Viele Daten, viele Nutzer: Datenbank.
Personendaten: Schutz.
Ein Beispiel
Für den Wocheneinkauf reicht ein Zettel. Für ein großes Lager mit vielen Beschäftigten braucht man ein System.
Schritt für Schritt
Wir entscheiden für die Klassenkasse mit 25 Einträgen.
- Die Datenmenge ist klein.
- Meist führt eine Person die Kasse.
- Es wird gerechnet: Summe und Kontostand.
- Eine Tabellenkalkulation reicht.
Mit einem Bild erklärt
| Aufgabe | Wahl |
|---|---|
| Klassenkasse, 25 Einträge | Tabellenkalkulation |
| Schulbibliothek, 3000 Medien | Datenbank |
| Einmalige Umfrage mit Diagramm | Tabellenkalkulation |
| Anmeldung zum Sporttag für die ganze Schule | Datenbank |
Zur Grundlage zurück
- Abfragen: sortieren und filtern – Du kannst Abfragen lesen.
- Rechnen mit Formeln – Du kennst Formeln in der Tabellenkalkulation.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie viele Daten, wie viele Nutzer?
Lösung ansehen
Lösung: Tabellenkalkulation
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an die Zahl der Nutzer.
Lösung ansehen
Lösung: Datenbank
Tipp: Begründe immer mit Merkmalen der Aufgabe: Menge, Nutzer, Verbindungen, Rechnen, Datenschutz.
Merksatz: Tabellenkalkulation: rechnen und zeigen. Datenbank: viele Daten, viele Nutzer, Verbindungen und Schutz.
Typischer Fehler: Viele denken, eine Datenbank sei immer besser. Für kleine, einmalige Auswertungen ist die Tabellenkalkulation einfacher und schneller.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Lösung ansehen
Lösung: Mehrere verbundene Tabellen mit Schlüsseln
Lösung ansehen
Lösung: Nur berechtigte Personen dürfen personenbezogene Daten sehen.
Lösung ansehen
Lösung: Eine Abfrage holt Daten, die Tabellenkalkulation wertet sie aus.
Geschafft
Tabellenkalkulation passt zu kleinen Auswertungen mit Rechnen und Diagrammen. Datenbanken passen zu großen, verbundenen Datenbeständen mit vielen Nutzern und Zugriffsrechten.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Daten ordnen und Datenbanken
Kurz erklärt, 55 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen