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Biologie

Künstliche Befruchtung: Verfahren im Überblick

Wenn Menschen sich ein Kind wünschen und es auf natürlichem Weg nicht klappt, kann die Medizin helfen. Es gibt verschiedene Verfahren.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich beschreibe die Schritte der In-vitro-Fertilisation.
  • Ich unterscheide IVF, ICSI und Insemination.
  • Ich nenne Grundprobleme und rechtliche Grenzen in Deutschland.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Die Meiose: Keimzellen mit halbem Chromosomensatz

Manche Menschen wünschen sich ein Kind, aber es entsteht keine Schwangerschaft. Die Ursachen sind verschieden. Die Medizin bietet Verfahren der künstlichen Befruchtung an. Man nennt sie auch Reproduktionsmedizin.

Bei der Insemination bringt man Spermienzellen mit einem dünnen Schlauch in die Gebärmutter. Die Befruchtung findet dann im Körper statt.

Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) geschieht die Befruchtung außerhalb des Körpers. „In vitro“ heißt „im Glas“. Zuerst regt eine Hormonbehandlung die Eierstöcke an. Danach entnimmt man Eizellen mit einer dünnen Nadel. Im Labor bringt man sie mit Spermienzellen zusammen. Nach einigen Tagen setzt man einen oder mehrere Embryonen in die Gebärmutter ein.

Bei der ICSI spritzt man eine einzelne Spermienzelle mit einer feinen Nadel direkt in die Eizelle. Das hilft, wenn Spermienzellen die Eizelle nicht selbst erreichen.

Die Verfahren haben Grenzen. Nicht jeder Versuch führt zu einer Schwangerschaft. Die Behandlung kostet Zeit, Geld und Kraft. Die Hormonbehandlung kann Nebenwirkungen haben. Bei mehreren übertragenen Embryonen können Mehrlinge entstehen.

In Deutschland gelten Regeln im Embryonenschutzgesetz. Pro Behandlung dürfen höchstens drei Embryonen übertragen werden. Eizellspende und Leihmutterschaft sind nicht erlaubt.

1Hormone2Eizellen entnehmen3Befruchtung im Labor4Embryo einsetzen
Die vier Schritte einer IVF.

Die IVF in Schritten

  1. Eine Hormonbehandlung regt die Eierstöcke an, mehrere Eizellen reifen zu lassen.
  2. Ärztinnen und Ärzte entnehmen die Eizellen mit einer dünnen Nadel.
  3. Im Labor trifft jede Eizelle auf Spermienzellen. Bei ICSI wird eine Spermienzelle direkt eingespritzt.
  4. Nach einigen Tagen prüft man die Entwicklung. Man setzt höchstens drei Embryonen in die Gebärmutter ein.
  5. Nach etwa zwei Wochen zeigt ein Test, ob eine Schwangerschaft besteht.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Künstliche Befruchtung hilft bei Kinderwunsch.

Bei der IVF geschieht die Befruchtung im Labor.

Der Embryo wird dann in die Gebärmutter gesetzt.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Samenkorn braucht Erde, um zu keimen. Bei der IVF findet die Befruchtung im Labor statt. Danach braucht der Embryo die Gebärmutter, um weiterzuwachsen.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt: IVF

  1. Hormonbehandlung.
  2. Eizellen entnehmen.
  3. Befruchtung im Labor.
  4. Entwicklung beobachten.
  5. Embryo in die Gebärmutter einsetzen.

Mit einem Bild erklärt

VerfahrenWo findet die Befruchtung statt?
Inseminationim Körper
IVFim Labor
ICSIim Labor, mit einer eingespritzten Spermienzelle

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Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was bedeutet „in vitro“?
Zeig mir den ersten Schritt

„Vitro“ kommt von dem lateinischen Wort für Glas.

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Lösung: im Glas, also außerhalb des Körpers

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Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

In Deutschland dürfen pro Behandlung höchstens 3 Embryonen übertragen werden. Es gibt 2 Behandlungen. Wie viele Embryonen dürfen insgesamt höchstens übertragen werden?

Zeig mir den ersten Schritt

Multipliziere die Zahl pro Behandlung mit der Zahl der Behandlungen.

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Lösung: 6

3 · 2 = 6. Es sind höchstens 6 Embryonen.

Tipp: Lerne die Reihenfolge der IVF mit den Anfangsbuchstaben H – E – B – E: Hormone, Entnahme, Befruchtung, Einsetzen.

Merksatz: Insemination: Spermienzellen in die Gebärmutter. IVF: Befruchtung im Labor. ICSI: eine Spermienzelle wird direkt eingespritzt.

Typischer Fehler: Viele denken, die künstliche Befruchtung erzeuge ein Kind im Labor. Das Kind wächst wie jedes andere im Mutterleib. Nur die Befruchtung geschieht außerhalb.

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Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was macht man bei der ICSI?
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Lösung: Man spritzt eine einzelne Spermienzelle direkt in die Eizelle.

Frage 2 Wo findet bei der Insemination die Befruchtung statt?
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Lösung: im Körper

Frage 3 Jede künstliche Befruchtung führt zu einer Schwangerschaft.
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Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Was ist ein Grundproblem der IVF?
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Lösung: Die Behandlung ist belastend, und der Erfolg ist nicht sicher.

Frage 5 In Deutschland ist die Eizellspende erlaubt.
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Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Die künstliche Befruchtung umfasst Insemination, IVF und ICSI. Sie hilft vielen Menschen. Sie ist belastend und hat Grenzen. In Deutschland regelt das Embryonenschutzgesetz vieles.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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